Müll im Rhein: Rund 53.000 Teile passieren Köln täglich
Im Rhein schwimmt um ein Vielfaches mehr Müll als bislang angenommen. Forschende der Universitäten Bonn und Tübingen sowie der Bundesanstalt für Gewässerkunde haben gemeinsam mit dem Kölner K.R.A.K.E. e.V. über einen Zeitraum von 16 Monaten sogenannten Makromüll in einer deutschlandweit einmaligen schwimmenden Müllfalle gesammelt und klassifiziert. Vom Geographischen Institut ist Katharina Höreth aus der Arbeitsgruppe "Ökohydrologie und Wasserressourcenmanagement" von Prof. Dr. Mariele Evers beteiligt. Hochrechnungen ergaben, dass rund 53.000 Teile Makromüll den Rhein in Köln täglich passieren. Einwegprodukte aus Kunststoff machen einen Großteil des Rheinmülls aus. Die Ergebnisse sind nun im Wissenschaftsjournal „Communications Sustainability“ veröffentlicht.
Melanie Stammler verteidigt erfolgreich Dissertation zu Kinematik von Blockgletschern in den trockenen Anden
Am 16.12.2025 verteidigte Melanie Stammler erfolgreich ihre Dissertation „Multi-Scale Rock Glacier Kinematics in the Dry Andes of Argentina: From DEMs to the State of Permafrost Using Photogrammetry“, betreut von Prof. Dr. Lothar Schrott. Herzlichen Glückwunsch! 
Workshop „Urbane Ernährungstransformation neu denken: Wissen teilen, Bedarfe erkennen und Perspektiven entwickeln“
Am 3. November wurde der transdisziplinäre Workshop „Urbane Ernährungstransformation neu denken: Wissen teilen, Bedarfe erkennen und Perspektiven entwickeln“ am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn ausgerichtet. Der Workshop hatte zum Ziel, Akteur*innen aus Wissenschaft, Praxis und Politik zusammenzubringen, um die Transformation des städtischen Ernährungssystems zu diskutieren, Bedarfe zu identifizieren und Perspektiven für Bonn zu entwickeln.
Jenseits der Biomedizin: Gottheiten und übernatürliche Kräfte
Gesundheitsvorstellungen werden stark durch kulturelle Werte und Normen geprägt, etwa durch religiöse Vorstellungen. In einer zunehmend diverseren Gesellschaft kommen verschiedene Gesundheitsverständnisse zusammen und vermischen sich durch den Austausch. Das haben Kevin Becker und Apl. Prof. Dr. Carsten Butsch vom Geographischen Institut der Universität Bonn, Mitglied im Transdisziplinären Forschungsbereich „Sustainable Futures“, untersucht. Die Ergebnisse sind im Journal Social Science & Medicine erschienen.
AI-Day am GIUB
Seit zwei Jahren befassen sich das GIUB und der neu gegründete „Arbeitskreis KI“ mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Forschung und Lehre. Nach der Veröffentlichung einer Handreichung für den Umgang mit KI in der Lehre, fand am 26. November 2025 der AI Day am GIUB statt. In einer Lunch Lecture und einer Abenddiskussion befassen sich die Referent*innen mit dem Einsatz von KI zur Vorhersage von Extremereignissen sowie mit dem Einfluss von KI-Tools auf Forschung und Lehre in der Humangeographie. Ein gemeinsames Fazit war, dass KI eine bedeutende Herausforderung für die Lehre darstellt. Gleichzeitig lieferte die Veranstaltung zahlreiche Anregungen für die fortlaufende Auseinandersetzung mit KI in der Geographie.
Dr. Hohmann-Förderung 2025: Auszeichnung für Dr. Arne Rieber durch die Gesellschaft für Erdkunde zu Köln
Am 04. Dezember überreichte der Vorstand der Gesellschaft für Erdkunde (GfE) zu Köln Dr. Arne Rieber im Rahmen der jährlichen Weihnachtsfeier die Urkunde für die diesjährige Dr. Hohmann-Förderung für sein Forschungsvorhaben „German Industrial Transformation: Geoeconomy and the Role of the State in the Chemical Industry“. Herzlichen Glückwunsch!
Sonderforschungsbereich „Zukunft im ländlichen Afrika“ (SFB/Transregio 228) an der Uni Bonn verlängert
Der Sonderforschungsbereich „Zukunft im ländlichen Afrika“ (SFB/Transregio 228) geht in seine dritte Förderperiode. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt das gemeinsame Forschungsprojekt der Universitäten Bonn und Köln für weitere vier Jahre. Der SFB untersucht, wie ländliche Regionen Afrikas sich verändern und gestaltet werden können, und erforscht dabei zentrale Zukunftsfragen in enger Zusammenarbeit mit lokalen Partnern.
Gesundheitsunterschiede sichtbar machen
Ein Gesundheitsatlas stellt jetzt für die Menschen in Bonn mehr Durchblick bei der Verteilung von Gesundheitsressourcen her. Studierende des Geographischen Instituts der Universität Bonn haben fünf Themenfelder untersucht und stellen aktuelle Informationen im Gesundheitsatlas bereit. In Zusammenarbeit mit dem multidisziplinären und multiprofessionellen Gesundheitskollektiv haben Prof. Dr. Carsten Butsch und Dr. Anna Schoch-Baumann vom Geographischen Institut der Universität Bonn mit Studierenden in einem Service-Learning-Projekt „Gesundheit und Umweltgerechtigkeit in Bonn“ den neuen Gesundheitsatlas für die Stadt Bonn aus der Taufe gehoben. Der Atlas wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die nächste Auflage wird im Sommersemester 2026 erarbeitet.
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