Was verstehen wir unter Wahrheit – und wie wird sie in Wissenschaft, Medien, Politik und Religion ausgehandelt? Diesen Fragen widmet sich das „Forum Wahrheit“ der Transdisciplinary Research Area (TRA) „Individuals and Societies“ der Universität Bonn. Vom 8. bis 10. Oktober 2026 bringt die öffentliche Veranstaltung Wissenschaftler*innen und die interessierte Öffentlichkeit zusammen und lädt in Vorträgen, Diskussionen, Workshops und weiteren interaktiven Formaten zum Austausch ein.
Auch das Geographische Institut ist am Programm beteiligt: Prof. Dr. Kathrin Hörschelmann bietet gemeinsam mit Kolleginnen zwei interaktive Workshops zu den Themen politische Kommunikation und Medien an:
Einfache Wahrheiten – komplexe Tatsachen | Freitag, 09.10.2026, 15 Uhr
In diesem Workshop geht es um das Verhältnis von Vereinfachung und Komplexität, Polarisierung und Populismus. Gemeinsam mit Prof. Dr. Svenja Kranich und Studierenden lädt Kathrin Hörschelmann zu einer interaktiven Mitmach-Aktion ein: Social-Media-Postings, Aussagen aus Parteiprogrammen und Wahlplakat-Slogans werden einander zugeordnet und anschließend gemeinsam daraufhin untersucht, welche Rolle Vereinfachungen in der politischen Kommunikation spielen.
Klicks oder Wahrheit? Ein Newsroom-Rollenspiel | Samstag, 10.10.2026, 13 Uhr (ggf. zusätzlich 17 Uhr)
Dieser Workshop richtet den Blick auf die Nachrichtenproduktion. Die Teilnehmenden übernehmen selbst die Rollen von Reporterinnen und Chefredakteurinnen. Gemeinsam entscheiden sie, welche Meldungen veröffentlicht und wie stark diese zugespitzt werden – zwischen Aufmerksamkeit, Klicklogiken und journalistischem Wahrheitsanspruch. Der Workshop wird von Jun.-Prof. Dr. Julia Mink und Prof. Dr. Kathrin Hörschelmann angeboten. Bei sehr großer Nachfrage ist ein zusätzlicher Termin um 17 Uhr vorgesehen.
Im Rahmen des Forums findet außerdem am Freitag, 9. Oktober, von 16:30 bis 17:30 Uhr eine zentrale Poster-Session statt. Insbesondere Nachwuchswissenschaftler*innen sind eingeladen, eigene Forschungsarbeiten vorzustellen, Feedback zu erhalten und sich inter- und transdisziplinär zu vernetzen. Beiträge können sich theoretisch, empirisch oder konzeptionell mit den Themen Wahrheit und Wissenschaft, Wahrheit und Religionen, Wahrheit und Medien oder Wahrheit und Politik beschäftigen.
Studierende, Wissenschaftler*innen und alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die verschiedenen Perspektiven auf „Wahrheit“ kennenzulernen, mitzudiskutieren und sich aktiv an den interaktiven Formaten zu beteiligen. Die Teilnahme ist kostenlos. Alle weiteren Informationen zum Programm, zur Anmeldung und zum Call for Posters finden Sie untenstehend.