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Fokusgruppendiskussionen im Kilombero-Tal - Dynamik der Mensch-Wasser-Interaktion

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Das Verständnis, wie Landwirte mit dem ökologischen und sozioökonomischen Wandel umgehen und wie sie sich ihre Zukunft vorstellen, stand im Mittelpunkt der Fokusgruppen-Diskussionen im Kilombero-Tal im Februar 2019.
Die Teilnehmer*innen der Fokusgruppe deckten ein breites Spektrum an unterschiedlichen ökologischen und auch sozioökonomischen Rahmenbedingungen ab. Wir führten drei Fokusgruppendisussionen in Dörfern mit Bewässerungssystemen in verschiedenen Entwicklungsstadien. Zwei weitere Fokusgruppendiskussionen fanden in Dörfern ohne Bewässerung und mit unterschiedlichem Zugang zu Ressourcen statt. Im Allgemeinen umfassten die Mitglieder*innen der Fokusgruppe junge und alte Landwirte, Männer und Frauen, kleine und mittlere Grundstücksnutzer*innen, sowie Grundbesitzer*innen und Mieter*innen.

CRC_A03_KRISTIAN_NAESCHEN.jpgDie saisonalen Schwankungen der Wasserverfügbarkeit, der Nutzen der Bewässerung und die allgemeine landwirtschaftliche Praxis standen im Mittelpunkt der Diskussionen. Die Interviews untersuchen die dynamische Interaktion zwischen Landwirt*innen und Wasser, um ihre Entscheidungsgründe aufzuzeigen. Ihre derzeitigen Bemühungen stehen in engem Zusammenhang mit ihren Hoffnungen und Visionen für die Zukunft. Darüber hinaus beeinflussten die Auswirkungen vergangener Ereignisse und Aktivitäten auf lokaler und nationaler Ebene die Praktiken der LandwirtInnen.
Die Diskrepanz zwischen nationalen Visionen, guter landwirtschaftlicher Praxis und tatsächlichen landwirtschaftlichen Praktiken wurde besonders deutlich bei Transekt-Begehungen mit den Mitglieder*innen der Fokusgruppen durch ihre Felder. Hierbei konnten Einschränkungen, Herausforderungen und Grenzen der aktuellen landwirtschaftlichen Produktion veranschaulicht und herausgearbeitet werden.

Die Verbindung von Fokusgruppen-Diskussionen und Transekt-Begehungen konnte die Einflussfaktoren, welche die angestrebte Zukunft und Hoffnung der LandwirtInnen behindern oder fördern können, verdeutlichen.
Initiiert und durchgeführt wurde diese Feldforschung von Prof. Mariele Evers, Dr. Britta Höllermann und Kristian Näschen im Rahmen des CRC „Future Rural Africa“. Im Feld wurden wir von unserem Kollegen Naswiru Tibayendela, Doktorand (Betreuer Prof. Mathias Becker) und Agronom für das Teilprojekt Agro-Futures sowie von Ernest Thomas, Masterstudent für Umweltmanagement an der Mzumbe University, unterstützt.
 

Fotos: Ernest Thomas und Kristian Näschen

 

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