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Persönliche Unterlagen des ehemaligen Institutinhabers Prof. Johannes Justus Rein im Archiv des GIUBs eingetroffen

 Prof. Johannes Justus Rein (1835-1918) ist in Japan besser bekannt als in seinem Heimatland Deutschland!

P1050120_hoch.jpgDer Erfolg Reins liegt in seiner Forschungsarbeit „Japan nach Reisen und Studien im Auftrage der Königlich Preußischen Regierung“ von 1881 und 1886. Diese beruht auf seinen Reisen nach Japan im Auftrag des preußischen Handelsministeriums (1873-1875) mit dem Ziel, traditionell japanische Technologien zu untersuchen, um diese für die deutsche Industrie und Handwerk zu nutzen. Neben diesem bedeutsamen Zeitzeugnis für das Japan der Meiji-Zeit (1868-1912), veröffentlichte Rein eine Vielzahl an weiteren wissenschaftlichen Werken, unternahm weltweite Forschungsreisen und war im Zeitraum 1876-1883 an der Universität Marburg tätig. Für den Rest seiner berufstätigen Zeit wurde er Nachfolger von Ferdinand von Richthofen an dem Bonner Geographischen Institut.

Mit Blick auf seinen hundertsten Todestag 2018 ist es dem Geographischen Institut der Universität Bonn gelungen, persönliche Unterlagen Reins von seinem Urenkel Dr. Jürgen Schwalm zu übernehmen. Mehr als hundert Jahre, nachdem Rein von 1883 bis 1910 Lehrstuhlinhaber der Bonner Geographie war, finden seine Nachlässe den Weg zurück nach Bonn und werden der Nachwelt im Archiv dieses Geographischen Instituts erhalten bleiben und der Forschung zur Verfügung stehen.

Damit ist die Basis für eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Leben und Werk Reins für die Zukunft gegeben. Dr. Winfried Schenk, Professor für Historische Geographie am Geographischen Institut der Universität Bonn, wird auch im Rückgriff auf diese Unterlagen in einem Vortrag die Bedeutung Reins für das Bonner Institut und die deutsche Geographie und Japanforschung beleuchten.

Foto: J. Heim

 

 

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