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Dr. Jan Blöthe mit Dr. Hohmann-Nachwuchsförderung ausgezeichnet

Auf ihrer ersten Veranstaltung im Wintersemester vergab die Gesellschaft für Erdkunde zu Köln den diesjährigen Preis zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Geographie. Der Bonner Dr. Jan Blöthe setzte sich in der NRW-weiten Ausschreibung in einem mehrstufigen Bewerbungsverfahren durch und erhielt für sein Projekt über die Erforschung des Eises in Blockgletschern der Alpen 4.600,- Euro.

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Preisverleihung des Dr. Hohmann Nachwuchspreises der Gesellschaft für Erdkunde zu Köln an Dr. Jan Blöthe (GIUB, ganz rechts)

Während die schneeweißen Alpengletscher als Wasserspeicher vor dem Hintergrund des Klimawandels eine große Aufmerksamkeit erfahren, ist das Innere von Blockgletschern (und von Permafrostkörpern allgemein) weitgehend unerforscht. Der durch den Klimawandel bedingte Temperaturanstieg wirft die Frage auf, ob und wie stark neben der saisonalen Auftauschicht auch der darunterliegende Eiskörper betroffen ist und zum sommerlichen Abfluss in den Alpen beiträgt. Über geochemische und geophysikalische Verfahren soll ein Beitrag zu hydrologischen Veränderungen in den Alpen geleistet werden. Zudem geben die Daten Aufschluss über potenziell zerstörerische Prozesse (z.B. Murgänge) und spielen somit für die Katastrophenvorsorge in den Alpen eine wichtige Rolle.

IMG_4505_crop1.jpgDer wissenschaftliche Beirat der Kölner geographischen Gesellschaft sah in dem Vorhaben von Dr. Blöthe nicht nur einen aktuellen Bezug, sondern auch einen innovativen Forschungsbeitrag im Rahmen der Mensch-Umwelt-Forschung. Es überzeugten zudem ein klares Kosten-Effizienz-Konzept zur Durchführung der Geländearbeiten und anschließenden Analysen, mit dem Ziel, diese neuen Ergebnisse in einen größeren Forschungsantrag bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft einfließen zu lassen.

Fotos: Carsten Butsch

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