Am 10. Juni 2026 fand unter dem Motto „Mapping Futures“ von 14 bis 16 Uhr im Geozentrum die diesjährige Börse statt. Die Aussteller*innen aus verschiedenen geographiebezogenen Branchen der Region sowie universitätsinternen Serviceeinrichtungen präsentierten ein breites Spektrum an Praktikums-, Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten. Zu den vertretenen Institutionen und Unternehmen gehörten unter anderem die Stadtentwässerungsbetriebe Köln, das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), Solarea, die Nexiga GmbH, die Entwicklungsorganisation sequa, die Wirtschaftsförderung Rhein-Sieg-Kreis, die Job-Plattform Spinnennetz und das Postgraduate Programme for Sustainability Cooperation (PGP) des German Institute of Development and Sustainability (IDOS).
Aus dem Institut stellte GIUB International die Angebote und Möglichkeiten zu Auslandspraktika vor. Ein besonderer Dank gilt dem Alumni-Netzwerk, das die Veranstaltung erneut als Sponsor unterstütze und für kalte Getränke sorgte.
Zahlreiche Studierende nutzten die Gelegenheit, mit den Aussteller*innen ins Gespräch zu kommen, sich über mögliche Praktikumsstellen zu informieren, Fragen zum Berufseinstieg zu stellen und erste Netzwerke zu knüpfen. Der Naturpark Rheinland, die Esri Deutschland GmbH, die Stadtentwicklungsgesellschaft Niederkassel und die Urbetho CF GmbH waren nicht nur auf der Börse vertreten, sondern beteiligten sich auch an der anschließenden Podiumsdiskussion, die von 16 bis 17 Uhr im Hörsaal II stattfand.
Moderiert von Holger Voß berichteten vier GIUB-Absolventen beziehungsweise Praktikumsgeber von ihrem Berufseinstieg, ihrem Arbeitsalltag sowie von Praktikums- und Karrieremöglichkeiten in ihren jeweiligen Tätigkeitsfeldern. Die Diskutanten kamen aus unterschiedlichen Berufsfeldern und konnten auf verschieden lange Berufserfahrungen zurückblicken.
Felix Hermann arbeitet beim Zweckverband Naturpark Rheinland. Der GIUB-Absolvent lernte seinen heutigen Arbeitgeber während einer Exkursion im Studium kennen und absolvierte dort später sein Pflichtpraktikum. Durch den fortlaufenden Kontakt zum Naturpark während seines Studiums ergab sich schließlich der Berufseinstieg. Seit 2023 ist er dort unter anderem für die Instandhaltung und Konzeption von Naherholungsangeboten sowie für Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich.
Johann Neugebauer ist bei der Esri Deutschland GmbH tätig, einem führenden Anbieter von Geoinformationssystemen (GIS). Auch er ist GIUB-Absolvent und verantwortet heute das Hochschulprogramm des Unternehmens.
Mit GIS beschäftigt sich ebenfalls Julian Hausmann. Er arbeitet als Werksstudent bei der Urbetho CF GmbH, einem Unternehmen, das auf Cloud-Lösungen für Erdbeobachtungsdaten spezialisiert ist. Während seines Studiums und durch Tätigkeiten neben dem Studium konnte er sich gezielt in den Bereichen Cloud Computing, GIS und der Programmiersprache Python spezialisieren.
Komplettiert wurde die Runde durch Sebastian Fischer, Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft Niederkassel mbH (SEG). Auch er studierte Geographie mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und räumliche Entwicklung. Die SEG übernimmt Aufgaben der kommunalen Stadtentwicklung und fungiert als Schnittstelle zwischen Verwaltung, Politik und Wirtschaft, um die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Kommune zu fördern.
In der Diskussion waren sich die Teilnehmenden einig, dass auf dem Arbeitsmarkt weiterhin Generalist*innen gefragt sind. Gleichzeitig könne ein fachliches oder methodisches Spezialgebiet ein entscheidender Vorteil sein. Ausschlaggebend seien häufig die Fähigkeiten und praktischen Erfahrungen, die bereits während des Studiums erworben werden.
Auch die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz wurde thematisiert. Zwar könne KI Arbeitsprozesse unterstützen, zentrale Kompetenzen wie strategische Planung, der persönliche Austausch mit Kund*innen oder ein umfassendes Informationsmanagement seien jedoch nicht ersetzbar.
Die Perspektiven für Geographinnen auf dem Arbeitsmarkt bewerteten die Diskutanten trotz aktueller Sparzwänge insgesamt positiv. Insbesondere der demografische Wandel führe weiterhin zu einer hohen Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass der Berufseinstieg und das damit verbundene Einstiegsgehalt in manchen Fällen zunächst niedriger ausfallen könnte als erwartet.