Das BACK:LAB versteht Stadtentwicklung als offenen, gemeinschaftlichen Aushandlungsprozess. Künstlerisch-forschende Methoden eröffnen neue Perspektiven auf urbane (Zwischen-)Räume und ermöglichen es, gewohnte Sichtweisen zu hinterfragen sowie neue Beziehungen zwischen Menschen und Orten zu entwickeln.
Der Marthashof steht exemplarisch für viele Herausforderungen urbaner Räume: eine hohe Nutzungsdichte, wenig Aufenthaltsqualität und konkurrierende Ansprüche an den Raum. Themen wie Alltagsbegegnung, städtisches Grün, Abfall, Flächennutzung und Mobilität, die bereits in der Pilotphase sichtbar wurden, werden nun vertieft und in einen größeren städtischen Zusammenhang gestellt. Langfristig soll sich das BACK:LAB zu einem offenen Stadtlabor entwickeln, das Menschen aus der Nachbarschaft und aus ganz Bonn zusammenbringt, um ihre Umgebung aktiv mitzugestalten. Interessierte sind eingeladen, sich am Projekt zu beteiligen und eigene Ideen einzubringen.
Bereits von September bis Dezember 2025 wurde das BACK:LAB im Rahmen einer Pilotphase, gefördert durch den Verfügungsfonds des Innenstadtmanagements der Bundesstadt Bonn, erfolgreich bespielt. Studierende beider Hochschulen untersuchten gemeinsam mit Anwohner:innen, Gewerbetreibenden und lokalen Initiativen den Marthashof – einen zentral gelegenen, zugleich wenig sichtbaren und von unterschiedlichen Nutzungen geprägten Stadtraum zwischen Bertha-von-Suttner-Platz, Kölnstraße, Langstraße und Sandkaule. Die dort gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für die nun startende Projektphase.
Im Sommersemester 2026 arbeiten Studierende aus Architektur und Geographie erneut mit der Stadtgesellschaft zusammen, um Ansätze für eine ökologisch nachhaltige und sozial inklusive Innenstadt zu entwickeln und praktisch zu erproben. Der Marthashof bleibt dabei Ausgangs-punkt und Labor zugleich: Der vor Ort eingerichtete Projektraum dient als Treffpunkt, Werkstatt und Experimentierraum. Von hier aus werden künftig weitere Orte in der Bonner Innenstadt in den Blick genommen. Ziel ist es, die im BACK:LAB entwickelten künstlerisch-forschenden Strategien auf unterschiedliche urbane Kontexte zu übertragen und sogenannte Trans-formationsräume zu identifizieren und weiterzuentwickeln.
In den kommenden Wochen und Monaten lädt das BACK:LAB zu verschiedenen öffentlichen Formaten ein, die den Marthashof zu einem lebendigen Treffpunkt machen:
TEE | ZEIT
Jeden Dienstag 17:00 – 19:00 Uhr von Mai bis Juli und im September 2026
Ort: BACK:LAB, Am Marthashof / Sandkaule 13b, Bonn
Ein offener Raum zum Mitreden, Mitdenken und Mitgestalten. Bei einer Tasse Tee können Besucher:innen ins Gespräch kommen und gemeinsam Ideen für eine lebendige Innenstadt entwickeln.
BACK:LAB MEETS
Donnerstag, 21. Mai | 18. Juni | 16. Juli 2026, 18:00 – 20:00 Uhr
Ort: BACK:LAB, Am Marthashof / Sandkaule 13b, Bonn
Eine Gesprächsreihe mit wechselnden Gästen aus Politik, Verwaltung, Initiativen, Bürgerschaft, Forschung und Kunst zu Fragen nachhaltiger Stadtentwicklung. Besucher:innen können unterschiedliche Perspektiven kennenlernen und gemeinsam über die Zukunft der Bonner Innenstadt diskutieren.
WERK | SCHAU
Mittwoch, 08. Juli 2026, ab 18:00 Uhr
Ort: BACK:LAB, Am Marthashof / Sandkaule 13b, Bonn
Eine öffentliche Präsentation künstlerisch-forschender Arbeiten der Studierenden. Besucher:innen können Projektergebnisse und Visionen für den Marthashof und die Bonner Innenstadt entdecken und mit den Studierenden diskutieren.
Diese Mitteilung wurde von www.uni-bonn.de übernommen.