Julia Klumparendt aus der Arbeitsgruppe Didaktik der Geographie von Prof. Dr. Nöthen wurde auf Vorschlag der Fachschaft durch die Evaluationsprojektgruppe des Geographischen Instituts für den Lehrpreis der Universität vorgeschlagen. Sie meistert einen beachtlichen Umfang von 13 SWS Lehre und verfügt über ein ausgesprochen breites Lehrportfolio, das Veranstaltungen im Bachelor und Master ebenso umfasst wie fachwissenschaftliche, fachdidaktische und interdisziplinäre Formate – von inhaltsorientierten Seminaren über Methoden- und Projektseminare bis hin zu Exkursionen und Lernen vor Ort. In den Lehrevaluationen erhalten ihre Veranstaltungen regelmäßig Topbewertungen: Die Studierenden schätzen ihre große fachliche und methodische Kompetenz ebenso wie das wertschätzende und motivierende Lernklima, das sie schafft.
Besonders hervorzuheben ist das hohe Maß an individueller Betreuung und ihre hohe Ansprechbarkeit, das von den Studierenden in den Evaluationen immer wieder positiv hervorgehoben wird – auch in der Betreuung von Abschlussarbeiten, insbesondere von Lehramtsstudierenden, bringt sie sich umfassend ein. Zu Beginn ihrer Lehrveranstaltungen erhebt Julia Klumparendt systematisch die Erwartungen und Interessen der Studierenden und integriert diese konsequent in die Planung. Für Lehramtsstudierende bindet sie gezielt Elemente wie Projekttage und Schulbesuche ein, um dem großen Bedarf nach Theorie-Praxis-Bezug gerecht zu werden.
Ihr Selbstverständnis als Lernbegleiterin prägt ihre Lehre: Wissensbestände der Studierenden werden aktiv wertgeschätzt und in eine hierarchiearme Lernatmosphäre integriert. Mit ihrer handlungsorientierten Didaktik schafft sie Räume, in denen Studierende eigene Perspektiven und Kompetenzen aktiv einbringen können. Auch bei der Entwicklung neuer, partizipativer Lehr-/Lernkonzepte geht sie voran: Masterstudierende bindet sie in die Konzeption und Durchführung von Exkursionen ein, sodass diese eigene Schwerpunkte setzen und Selbstwirksamkeit im fachlichen Kontext erfahren können. Mit dem AK Kritische Geographien führte sie im Wintersemester 2025/26 zudem ein kollaboratives Seminar zu „Impulsen für die Wissenschaftskommunikation" durch.
Darüber hinaus wirkt Julia Klumparendt aktiv an der Weiterentwicklung des Curriculums mit, derzeit insbesondere an der Verbesserung des Studienstarts sowie an der Entwicklung von Instrumenten, die den Übergang von der Schule zur Universität adressieren und helfen sollen, Wissenslücken zu identifizieren und zu schließen. Aufgrund ihrer Erfahrung als Lehrerin bringt sie hier wertvolles Wissen aus dem Schulalltag mit. Als systemische Beraterin (in Ausbildung) stellt sie diese Kompetenz zudem in den Dienst des Instituts: Studierenden und Promovierenden in belastenden Phasen – etwa bei Studien- oder Selbstzweifeln oder Überforderungsgefühlen – bietet sie ein Beratungskonzept an, das zwischen formaler Studien- und psychologischer Beratung angesiedelt ist.
Das Geographische Institut bedankt sich bei Julia Klumparendt für ihr großartiges Engagement im Bereich Studium und Lehre und gratuliert herzlich zu ihrer Auszeichnung mit dem Lehrpreis der Universität Bonn!