Koloniale Zukünfte: Geographie zwischen Imperium und Imagination
BGG-Vortrag
Die Verflechtung von Geographie und kolonialen Projekten ist konstruktiv für moderne geographische Wissensproduktion. Kolonialgeographisches Wissen zielte nicht allein auf die Beschreibung bestehender Verhältnisse, sondern wesentlich auf die Antizipation künftiger imperialer Ordnungen: Kolonien erschienen als Räume latenten Potenzials, deren Entwicklung wissenschaftlich vorweggenommen und planbar gemacht werden sollte. Anhand ausgewählter Beispiele aus der deutschen Geographiegeschichte wird gezeigt, wie koloniale Zukunftsentwürfe zu einem Medium disziplinärer Selbstbehauptung wurden — und wie sie die Verknüpfung von wissenschaftlicher Expertise, territorialem Anspruch und politischer Relevanz strukturierten.
Die Verflechtung von Geographie und kolonialen Projekten ist konstruktiv für moderne geographische Wissensproduktion. Kolonialgeographisches Wissen zielte nicht allein auf die Beschreibung bestehender Verhältnisse, sondern wesentlich auf die Antizipation künftiger imperialer Ordnungen: Kolonien erschienen als Räume latenten Potenzials, deren Entwicklung wissenschaftlich vorweggenommen und planbar gemacht werden sollte. Anhand ausgewählter Beispiele aus der deutschen Geographiegeschichte wird gezeigt, wie koloniale Zukunftsentwürfe zu einem Medium disziplinärer Selbstbehauptung wurden — und wie sie die Verknüpfung von wissenschaftlicher Expertise, territorialem Anspruch und politischer Relevanz strukturierten.
Time
Wednesday, 21.10.26 - 05:15 PM
- 06:15 PM
Event format
Talk
Topic
Geographie
Speaker
Dr. Tobit Nauheim (Hebrew University, Israel)
Target groups
Students
Researchers
All interested
Languages
deutsch
Location
Meckenheimer Allee 166, 53115 Bonn
Room
Alfred-Philippson-Hörsaal
Reservation
not required
Organizer
Geographisches Insitut Universität Bonn
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