Standort

Lage / Anfahrt

Das Lehr- und Versuchsgut Frankenforst liegt rechtsrheinisch etwa 10 km südöstlich von Bonn. Das Gut gehört zum Stadtbereich Königswinter und liegt am Rande der Ortschaft Vinxel.

Geographische Länge:
7° 12´ 22´´ E

Geographische Breite:
50° 42´ 49´´ N

Zu erreichen ist das Gut mit dem PKW sowie mit dem ÖPNV (Buslinie 537, Haltestelle Vinxel Kapelle). Eine Anfahrtskizze finden Sie hier.

 

Physische Geographie des Gebietes

(aus Botschek 1999) Weitere Literaturhinweise finden Sie hier.

Lage

  • Nordwestabfall des Westerwaldes
  • Nördliche Abdachung des Siebengebirges
  • 130-197m über NN

Geologischer Untergrund

  • Devonischer Sockel des rheinischen Schiefergebirges bestehend aus feinkörnigen, meist glimmerhaltigen Tonschiefern
  • Trachyttuff überlagert die devonischen Schichten (Förderprodukt des tertiären Siebengebirgsvulkanismus, vor ca. 25-28 mio. Jahren); Vorkommen im Frankenforst von Sanidintrachyt sowie von hornblende- und augithaltigem Andesit
  • Zwischen 180 und 190 m über NN Reste der Hauptterrasse (älteste Diluvialschotter)
  • Lößdecken bis zu 10 m Mächtigkeit, dominierend v.a. im Pleiser Hügelland (nördlich)

Relief

  • stark zergliederte Landschaft
  • Vorfluter Eichenbach und Forstbach im Untersuchungsgebiet, dazu mehrere Trockentälchen mit lediglich episodischer Wasserführung
  • Z.T. starke Hangneigungen und Talasymmetrien

Bodenbildende Substrate

  • Großflächig Löß, z.T. bis 10m mächtig, meist bis in 2m Tiefe entkalkt
  • Bodenbildung z.T. auf Rohlöß, z.T. auf umgelagertem Material
  • Großflächig auch grusiger, sandig lehmiger Trachyttuff; tonreiches, graues, dichtes Substrat, wahrscheinlich im Periglazial solifluidal umgelagert
  • Exponierte Stellen: Basalt, Andesit

Bodenvariabilität, Bodeneigenschaften

  • Parabraunerden auf tiefgründigen Lößstandorten
  • Braunerden oder Pararendzinen in geneigten Hanglagen (im Prinzip erodierte Parabraunerden)
  • Braunerde aus Löß (Parabraunerde-Braunerde) mit hoher Verschlämmungsneigung
  • Pararendzinen aus Löß
  • Mächtige Kolluvien aus sedimentiertem Material auf Hangverebnungen und Unterhängen; Gley-Kolluvien auf vernässten Standorten, z.T. begrabene Niedermoorhorizonte
  • Pseudogleye auf verwittertem tonreichen Tuff und auf Fließerden, Stauwassersohle z.T. nur in 40-50cm Tiefe
  • Flachgründige Braunerden oder sogar Regosole über Fließerden aus verwittertem Trachyttuff, z.T. Löß-beeinflusst, terrassenhaltiges Material
  • Böden aus Basalt und Andesit nur auf kleine Flächen; pseudovergleyte Braunerden, je nach Lößbeimischung

Klima

  • Regionales Klima des Bonner Raumes: Übergang zwischen subozeanischem (norddeutsches Flachland) und eher kontinental geprägtem Klima (Mittelrheingebiet);
  • Bonn-Friesdorf: 9,5°C Jahresmitteltemperatur (1950-1981), 670 mm/a Niederschlag
  • N-Stationen in Bockeroth (2,3 km NE) und Heisterbacherrott (1 km S)
    Jahreswerte (1975-1994): Bockeroth: 773 mm/a (519-997)
    Heisterbachherrott: 819 mm/a (602-1075)
  • Deutliches Sommermaximum der Niederschläge
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