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Plagiate

 


 

„Wissenschaft ist die Suche nach Wahrheit. Sie lebt von Originalität und Eigenständigkeit. Der redliche Umgang mit Daten, Fakten und geistigem Eigentum macht die Wissenschaft erst zur Wissenschaft. Plagiate erschüttern die Glaubwürdigkeit von Wissenschaft.“

(http://www.hochschulverband.de/cms1/879.html, 24. August 2015)

 

In den Richtlinien der Universität Bonn zu guter wissenschaftlicher Praxis heißt es: „Als Forschungsuniversität sieht sich die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn besonders der Forschung und forschungsgeleiteten Lehre verpflichtet. Gute wissenschaftliche Arbeit beruht auf dem Grundprinzip der Ehrlichkeit gegenüber sich selbst und anderen und setzt die Einhaltung der Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis voraus.“ (Der Rektor der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (Hrsg.): Richtlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn vom 1. Sept. 2014, in: Amtliche Bekanntmachungen, 44. Jg. (26/2014), S.4)

Gute wissenschaftliche Praxis und Techniken wissenschaftlichen Arbeitens sind insofern zentrale Bestandteile der wissenschaftlichen Ausbildung der Studierenden. Redlichkeit im Umgang mit verwendeten Quellen ist dabei die erste Grundlage, auf der Wissenschaft und Forschung beruhen, und die daher ab dem ersten Semester von allen Studierenden einzufordern ist.

Diese Handreichung enthält wichtige Hinweise für Studierende zum Thema Plagiate und informiert über Lehr- und Beratungsangebote zum Thema Gute wissenschaftliche Praxis und Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens.

 

Was ist ein Plagiat?
Unter einem Plagiat versteht man jede unrechtmäßige Übernahme von Texten, Gedanken, Erkenntnissen o.Ä. Dritter, in vollständiger oder partieller Form, und deren Wiedergabe als vermeintlich eigene wissenschaftliche Leistung. D.h., jede nicht genau gekennzeichnete Übernahme eines fremden Gedanken ist ein Plagiat, da sie dem Leser nicht vermittelt, wer der wirkliche Urheber ist. Dabei ist unerheblich, ob ein Plagiat absichtlich oder unabsichtlich, z.B. durch ungenaues wissenschaftliches Arbeiten, entstanden ist, es fällt immer unter den Tatbestand der Täuschung.

Plagiate können in verschiedener Form vorliegen (Aufstellung orientiert sich am Merkblatt für Studierende zum Thema Plagiat der ETH Zürich, erlassen im November 2008 von der Rektorin der ETH Zürich):

  • Vollplagiat: eine Arbeit eines Dritten, die unter eigenem Namen eingereicht wird
  • Selbstplagiat: das (wiederholte) Einreichen einer eigenen Arbeit (oder von Auszügen davon) zu verschiedenen Prüfungszwecken
  • Übersetzungsplagiat: eine Arbeit, für die ein fremdsprachiger Text (oder Auszüge davon) übersetzt und nicht durch Quellenangaben als Fremdtext kenntlich gemacht wird
  • Textplagiat: die wörtliche Übernahme fremder Texte oder Textpassagen ohne Quellenangabe
  • ungekennzeichnetes Paraphrasieren: die sinngemäße Übernahme fremder Texte oder Textpassagen ohne Quellenangabe

Weitere Formen der Täuschung:

  • Ghostwriting: eine Arbeit, die von einem anderen Verfasser auftragsweise erstellt wurde und unter eigenem Namen eingereicht wird
  • Datenfälschung: „frisieren“ von eigen- oder fremderhobenen Daten und Forschungsergebnissen zugunsten der eigenen Forschungsziele
  • Abschreiben: von anderen Studierenden während einer Klausur
  • Nutzung nicht erlaubter Hilfsmittel: in Klausuren, z.B. Bücher, Notizen, elektronische Geräte (sofern keine anderslautenden Vorgaben durch den Prüfer gemacht wurden)

 

Wie kann man Plagiate vermeiden?
Um gar nicht erst Gefahr zu laufen zu plagiieren, ist es entscheidend, dass Sie sich gleich zu Beginn ihres Studiums mit den Grundsätzen des wissenschaftlichen Arbeitens vertraut machen. Essentiell ist dabei das Erlernen der Techniken wissenschaftlichen Arbeitens und insbesondere auch der Zitationsregeln, da mit ihrer Hilfe fremde Gedanken eindeutig und sicher von eigenen unterschieden werden können.

Die Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens erlernen Sie in den Aufbau Modulen B2 und B4.

Die Zitierregeln des geographischen Instituts finden Sie hier.

Institutsübergreifende Angebote
Hier sind die Kurse des Schreiblabors zu empfehlen, die auch als Vorkurs vor dem eigentlichen Studienbeginn besucht werden können (Angebot des Schreiblabors: www.schreiblabor.uni-bonn.de). Außerdem organisiert die Fakultät jährlich im Frühjahr die Lange Nacht des Schreibens (mehr Informationen finden Sie unter: http://www.philfak.uni-bonn.de/studium/veranstaltungen) mit Workshops und Beratungsangeboten.

Bei Unklarheiten sollten sich Studierende immer an den jeweiligen Dozenten und das Studiengangsmanagement wenden und um Beratung bitten.

 

(In Anlehnung an: https://www.philfak.uni-bonn.de/studium/handreichungen-und-leitfaeden/taeuschungsversuche-und-plagiate-2013-handreichung-fuer-studierende)

 

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