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Promotion

Vorbemerkung

Die Promotion im Fach Geographie ist in der Regel erst nach dem erfolgreichen Abschluß eines Vollstudiums (Lehramt, Magister, Diplom) möglich. Einzelheiten regeln die Promotionsordnungen der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen bzw. der Philosophischen Fakultät (bei Fragen bitte die zuständigen Dekanate kontaktieren). Die Fachrichtung Sozial- und Wirtschaftsgeographie ist nur als Nebenfach, nicht aber in Verbindung mit dem Hauptfach Geographie zugelassen.


Leitfaden

Eine Promotion dient dem Nachweis einer über das allgemeine Studienziel der beruflichen Qualifikation hinausgehenden Befähigung zur selbstständigen wissenschaftlichen Arbeit, die durch einen signifikanten Zuwachs an wissenschaftlicher Erkenntnis in einer Dissertation ihren Ausdruck findet.

Promotionsberechtigte am GIUB bieten die Möglichkeit zum Erwerb des

  1. Dr. rer. nat. gemäß der Promotionsordnung  der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät im Fach Geographie; alle Professoren, Honorarprofessoren und Privatdozenten am Geographischen Institut können dazu als Betreuer gewählt werden.
  2. Dr. phil. gemäß der Promotionsordnung der Philosophischen Fakultät in den Promotionsfächern Geographie und Historische Geographie durch die in der Philosophischen Fakultät kooptierten Professoren (siehe Auflistung unten); das Fach Historische Geographie wird nur von Professor Schenk betreut und setzt im Regelfall das Latinum voraus.

 

Zwei Formen der Themenfindung für das Dissertationsprojekt sind üblich:

  1. Der zukünftige Doktorand hat schon eine erste Projektidee entwickelt und sucht sich einen fachlich und menschlich passenden Betreuer, der das Arbeitsthema der Dissertation mit ihm abspricht. Der Betreuer geht dabei für gewöhnlich keine Verpflichtungen zur Alimentierung des Doktoranden während der Bearbeitungszeit ein. Das ist die vornehmliche Zielgruppe dieses Leitfadens.
  2. Promotionsberechtigte bieten im Rahmen eines Forschungsprojekts oder eines Ausbildungsprogramms (z.B. Graduiertenkolleg) eine in der Regel dotierte Stelle als Doktorand an, worauf sich entsprechend Qualifizierte bewerben können; für gewöhnlich erfolgt die Auswahl in einem Bewerbungsgespräch. Die Themenfindung ist in dieses Programm eingebunden, für welches spezielle Regeln für die Betreuung von Doktoranden erlassen werden können.               

In jedem Fall muss ein Betreuungsvertrag mit dem Betreuer nach den Regeln der jeweiligen Fakultät geschlossen werden, um offiziell als Doktorand zu gelten. Daraus ergibt sich u.a. eine Berichtspflicht des Doktoranden über den Stand des Dissertationsprojekts in bestimmten Zeitabständen. In diesem Vertrag werden zudem die spezifischen Anforderungen an den Doktoranden festgeschrieben sowie ein Zweitbetreuer genannt.

Obgleich jeder Promotionsberechtigte im Rahmen der genannten Promotionsordnungen individuelle Anforderungen an den Doktoranden stellen kann, orientieren sich die Betreuer am GIUB an folgenden Leitlinien zur Sicherstellung einer intensiven Betreuung der Dissertationsprojekte und einer breit gefä­cherten, methodisch anspruchsvollen Forschungsausbildung mit berufsvorbereitenden Elementen:

  1. Das  Geographisches Institut bietet auch außerhalb eines Projekts und Doktorandenprogrammes Doktorierenden einen Rahmen für Promotionsvorhaben ohne thematische oder theoretische Festlegung.
  2. Den Doktoranden soll die Möglichkeit gegeben werden, ihre eigenen Ideen und Vorstel­lungen in der fruchtbaren Atmosphäre interdisziplinären wissenschaftlichen Austausches zu ent­wickeln. In Forschungskolloquien erhalten die Doktoranden daher Gelegenheit, ihre Dissertationsprojekte in verschiedenen Bearbeitungsphasen der Institutsöffentlichkeit  vorzustellen.
  3. Um die Doktoranden zur selbstbewussten Teilnahme an der internationalen Wissenschaft zu befähigen, bemühen sich die Betreuer um die Einbindung der Doktoranden in die relevanten wissenschaftlichen Diskurse; Studien- und Lesegruppen können einen Beitrag dazu leisten.
  4. Das Promotionsstudium zielt auch auf eine Stärkung der berufsbezogenen Kompeten­zen. Es sollte daher ergänzende Veranstaltungen zu Theo­rien und Methoden einschließen, die es dem Doktoranden ermöglichen, Schlüsselqualifikationen zu erwerben, die über den engeren fachlichen Rahmen hinausgehen. Dazu können Doktoranden entsprechende Angebote des GIUB einschließlich des Mentorenprogramms der konsekutiven Studiengänge (BSc und MSc in Geographie) wahrnehmen.

Insgesamt sollen die Doktoranden ermutigt werden, einen aktiven Beitrag zum intellektuellen Leben des Instituts zu leisten.

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