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Studentische Initiativen

 


Derzeit gibt es folgende studentische Initiativen am Geographischen Institut:

Hinweise zu studentischen Initiativen:

Studierende, die eine selbstorganisierte Veranstaltung anbieten möchten, müssen einen Antrag dazu an die Studienkommission stellen. Um den Antrag inhaltlich zu prüfen und in der Lehrplanung berücksichtigung zu finden, sollte dieser mindestens 14 Tage vor der ersten Sitzung des Prüfungsausschusses des vorhergehenden Semesters vorliegen. Der Antrag sollte Folgendes beinhalten:

  • Welches Modul / Lehrveranstaltung?
  • Wer sind die verantwortlichen Studierenden (maximal 2-3)?
  • Konzept der Lehrveranstaltung / Exkursion?
  • Falls nicht im Modulhandbuch festgelegt: welche Prüfungs- oder Studienleistung sollen erbracht werden?
  • Welche Dozent*innen betreuen die Veranstaltung und nehmen die Prüfungs-/Studienleistung ab?
  • Wann soll die Lehrveranstaltung / Exkursion stattfinden?
  • Bei Exkursionen: welche Kosten fallen für die Studierenden und welche Kosten für eine eventuelle Vorexkursion an?

 

Selbstorganisierte 3-Tages-Exkursion

Braunkohle in NRW: 10.10. 2018

Der Themenkomplex „Braunkohle in NRW” bietet eine Vielzahl von Anknüpfungspunkten für die physische und die Humangeographie. Das Rheinische Braunkohlerevier im Städtedreieck Köln-Aachen-M'gladbach besteht aus den drei Tagebauen Inden, Garzweiler und Hambach sowie den dazugehörigen Kraftwerken und Kohletransportinfrastrukturen. Mit der bergbaulichen Inanspruchnahme gehen vielschichtige räumliche Prozesse einher: Beispielsweise muss die materielle Bebauung der Erdoberfläche raumzeitlich „vor” dem Tagebau abgetragen werden, wofür Eigentum an Grund und Häusern enteignet, Menschen umgesiedelt, Infrastruktur verschoben werden müssen. Als physische Folgen wird Grundwasser großflächig abgesenkt und Flora und Fauna müssen neue Habitate besiedeln. Diese Prozesse sind durch multiskalare Planungsverfahren legalisiert, jedoch gesellschaftlich nicht unumstritten. Im Tagebau selber kommt es zu Auswaschungen der Braunkohle ins Grundwasser, zur Freisetzung von (teils radioaktiven) Feinstäuben und Hangrutschungen. Durch die immensen Schutthalden und die Kraftwerke kommt es zu Veränderungen des Mikroklimas, auf der Sophienhöhe zu neuen touristischen und freizeitlichen Nutzungen der renaturierten Flächen. Das Rheinische Braunkohlerevier ist in seiner Gesamtheit Europas größte CO2-Quelle, was durch Klimaaktivist*innen bei der COP23 in Bonn und im Hambacher Forst thematisiert wird.

Auf der selbstorganisierten Exkursion wollen wir uns diesem komplexen Thema von verschiedenen Perspektiven annähern. Wir werden - geführt von RWE - Kohleinfrastruktur besichtigen, mit Umsiedlungsbetroffenen ins Gespräch kommen und den Hambacher Forst als symbolisch aufgeladenen Ort erfahren. Darüber hinaus haben wir Raum für Selbstorganisation - Ablauf und Inhalt der Exkursion hängen also auch von euch ab! Wir als Vorbereitende haben einige Themenvorschläge für Referate auf der Exkursion, freuen uns aber über weitere Inhalte und Formate! Beim Vortreffen werden wir neben inhaltlichen und organisatorischen Inputs die Themen entscheiden und verteilen.

 

 

AG Grüne Infrastruktur

 

Die Arbeitsgruppe Grüne Infrastruktur ist eine studentische Initiative an der Universität Bonn und besteht seit dem Sommersemester 2017. Die AG richtet sich an Studierende und Doktorand*innen aller Fachrichtungen. Sie möchte jungen Nachwuchswissenschaftler*innen den Raum bieten, sich für grüne Stadtentwicklung einzusetzen. Die Mitglieder der AG bieten Exkursionen und Vorträge für alle Interessierten an und setzen praktische Projekte um.


Unter Grüner Infrastruktur wird ein Netzwerk von natürlich und künstlich geschaffenen urbanen und ruralen Vegetations- und Wasserflächen verstanden. Dieses beeinflusst das Ökosystem, die Artenvielfalt und die Resilienz der Gebiete positiv und stärkt die Gesundheit von Flora und Fauna sowie vom Menschen (NAUMANN et al.: 2011). Darüber hinaus können auch technische Infrastrukturen mit eindeutigem Nachhaltigkeitsziel als Grüne Infrastruktur bezeichnet werden (FLITNER: 2017). Die Themenschwerpunkte der Arbeitsgruppe umfassen folgende Bereiche:

 

  • Vegetations- und Wasserflächen
  • Nachhaltiger Verkehr
  • Energetische Sanierung
  • Klimaschonende Energieerzeugung und -versorgung
  • Abwasser- und Abfallentsorgung
  • Freiraumstrategien

 

Aktuell wird die Organisation der AG Grüne Infrastruktur ehrenamtlich von Bachelor-, Master-, sowie Promotionsstudierenden der Institute „Geographie“ und „Geodäsie und Geoinformation“ übernommen. Für das kommende Semester werden Exkursionen und eine Veranstaltungsreihe vorbereitet, mit denen am Standort Bonn beispielhaft die Themenschwerpunkte der Grünen Infrastruktur behandelt werden. Ein regelmäßig stattfindender Stammtisch bietet die Möglichkeit, eigene studentische Projekte im Bereich Grüne Infrastruktur zu realisieren. Mit Hilfe einer Vernetzung der AG mit aktiven Akteuren wie der Stadtverwaltung oder lokale Initiativen soll die Lehre nachhaltig im Hinblick auf den Praxisbezug erweitert werden.

 

Für weitere Informationen und Kontakt:
E-Mail: gruene-infrastruktur[at]web.de
Facebook-Seite: https://www.facebook.com/AgGrueneInfrastruktur/

 

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Feministische Geographien am GIUB

In den Sommersemestern 2016 und 2017 hat am Geographischen Institut der Universität Bonn ein von Studierenden organisiertes Seminar zu Feministischen Geographien stattgefunden. Dabei wurden die genauen Inhalte von den Studierenden selbst bestimmt und gestaltet. Es wurden alternative didaktische Methoden aufgezeigt und verwendet.

Die zugehörige Pressemitteilung ist hier zu finden.

In der forsch-Ausgabe Herbst/Winter 2017 ist ein interessanter Artikel erschienen, der einen Einblick in das Seminar gibt.

 

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