Sie sind hier: Startseite Studium Im Studium Masterstudiengänge M.Sc. Geographie Master-Exkursionen 2019

Master-Exkursionen 2019

Die Vorstellung aller Master-Exkursionen im SoSe 2019 findet am Mittwoch, den 10. Oktober 2018 um 12 Uhr c.t. im Alfred-Philippson-Hörsaal am GIUB statt.

Die Exkursionsleiter*innen informieren dabei über Exkursionsziel, Inhalte, Anforderungen und Kosten.

Hier finden Sie die Präsentation zur Vorstellung der Master-Exkursionen am 10.10.2018 zum Nachlesen.

 

Die Anmeldung zu den Exkursionen erfolgt vom 11. bis 19. Oktober 2018 über BASIS

Das aktuelle Poster zu den Master-Exkursionen 2019 finden Sie hier.

 

Mexiko

unter Leitung von Dr. Nadine Reis

 

Fachlicher Zugang: Wirtschafts- und Entwicklungsgeographie

Leitfrage: Welchen Einfluss haben globale Märkte und lokale Akteur*innen auf Entwicklungsprozesse in einem „Schwellenland“  („emerging economy“)?

Voraussichtliche Themen: Stadtentwicklung und Gentrifizierung; Exportindustrie, Umweltdegradation und Wassermanagement; Extraktivismus und Agrarwirtschaft.

 

Mexiko

 

Die Exkursion

Mexiko zählt laut IWF und Weltbank zu den sogenannten „emerging economies“ und ist Mitglied der OECD sowie des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA). Große Teile Mexikos sind geprägt von industriellen Fertigungsanlagen, hochtechnisierter Landwirtschaft und moderner Verkehrsinfrastruktur. Mexiko-Stadt ist eine moderne, kosmopolitische Stadt, die sich in vielen Aspekten (Sitz internationaler Finanz- und Wirtschaftsunternehmen; Präsenz transnationaler Mode-, Einzelhandels- und Restaurantketten; Zentrum für Kunst- und Kulturschaffende etc.) wenig von anderen Weltmetropolen unterscheidet. Doch gleichzeitig prallen in Mexiko Gegensätze aufeinander. Circa die Hälfte der Bevölkerung lebt in Armut und die wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte resultierte in massiver Umweltverschmutzung und Ressourcendegradation.

Ziel der großen Exkursion ist eine Verbindung entwicklungs- und wirtschaftsgeographischer Herangehensweisen zur Analyse des Einflusses globaler Märkte und lokaler Akteur*innen auf Entwicklungsprozesse vor Ort. Die Exkursionsroute verläuft voraussichtlich von Mexiko-Stadt und Toluca über San Miguel de Allende, Guanajuato und Morelia, und endet in Mexiko-Stadt. Auf der Exkursion werden wir Themen wie Stadtentwicklung und Gentrifizierung (Mexiko-Stadt), Industrialisierung und Umweltproblematik (Toluca), Extraktivismus in der Kolonialzeit (Guanajuato) und exportorientierte Agrarwirtschaft (Morelia) behandeln. Hierfür sind Gespräche mit Wissenschaftler*innen, staatlichen Behörden, Industrieunternehmen und anderen Expert*innen vor Ort geplant. In Mexiko-Stadt werden wir zu Fuß und mit ÖPNV unterwegs sein, im Rest des Landes mit einem eigenen Bus. Die An- und Abreise von Deutschland nach Mexiko-Stadt wird selbständig erfolgen.

 

Zeitraum
Exkursionstermin: 22.02. bis 09.03.2019 (insgesamt 12 Tage)
Vorbereitungsseminar: 04. bis 08.02.2019

Anforderungen
Spanischkenntnisse sind vorteilhaft und erwünscht. Sind keine Spanischkenntnisse vorhanden, empfiehlt sich die Belegung eines Sprachkurses im WS; z.B. beim Sprachlernzentrum der Uni Bonn oder die kostenfreie Nutzung der Sprachsoftware Rosetta Stone;
Impfsprechstunde beim betriebsärztlichen Dienst obligatorisch

Kosten
etwa 150 € (exklusive An-/Abreise)

 

weitere Informationen und Anmeldung hier

 

Wien - Budapest

unter Leitung von Prof. Dr. Britta Klagge

Fokus auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten der städtischen, wirtschaftlichen, sozialen, politischen Entwicklung in Wien & Budapest bzw. Österreich & Ungarn. Die Studierenden recherchieren vor Ort eigenständig zu Wirtschaft, Wohnen, Stadtentwicklung, Gesellschaft & Politik, Bildung & Forschung, Verkehr & Infrastruktur.

 

Die Exkursion

Als ehemalige k.u.k.-Hauptstädte weisen Wien und Budapest historisch und städtebaulich viele Gemeinsamkeiten auf. Durch die unterschiedliche politische Einbindung nach dem zweiten Weltkrieg – Ungarn als Teil des Ost-Blocks und Österreich als neutraler Staat am Rande des Ostblocks – haben sich die beiden Städte jedoch ab 1945 wirtschaftlich, sozial und auch baulich unterschiedlich (weiter)entwickelt. Der Fall des „Eisernen Vorhangs“ (1989/90) und später der EG- bzw. EU-Beitritt Österreichs (1995) und Ungarns (2004) stellten Einschnitte dar, die nicht nur die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen erneut grundlegend veränderten, sondern auch eine Wiederannäherung befördert haben. Beide Städte – und mit ihnen die Länder Österreich und Ungarn – haben von der Öffnung und dem EG-/EU-Beitritt wirtschaftlich profitiert. Gleichzeitig ist die aktuelle politische Entwicklung durch eher problematische Trends geprägt. Dies betrifft u.a. den Umgang mit Flüchtlingen und allgemein ausländischen Personen sowie in Ungarn auch die Meinungs- und Pressefreiheit. Dennoch sind beide Metropolen heute wichtige touristische Destinationen, und Wien gilt als eine der lebenswertesten Metropolen Europas und sogar der Welt.

Auf der Exkursion wollen wir uns mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der städtischen, aber auch der allgemeinen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Entwicklung in Wien und Budapest bzw. Österreich und Ungarn beschäftigen. Zur Einstimmung werden wir im Vorbereitungsseminar neben aktuellen Themen auch die historische Entwicklung behandeln, da sie für das Verständnis von Gemeinsamkeiten und Unterschieden wichtig ist. Auf der Exkursion selbst werden die Studierenden zu selbst ausgewählten Themen vor Ort eigenständig recherchieren. Ein besonderer Fokus soll darauf gelegt werden, das Handeln staatlicher Akteur*innen und ihre Kooperationen mit privaten und zivilgesellschaftlichen Akteur*innen genauer zu untersuchen und für Wien und Budapest bzw. Österreich und Ungarn vergleichend zu betrachten. Mögliche

Themen sind:

  • Wirtschaft: Kreativ-/Kulturwirtschaft, Tourismus/Festivalisierung, Gründungen/Innovationen, (Wirtschafts-)Förderpolitik, Cluster, ausländische Direktinvestitionen/multinationale Unternehmen, Wien/Budapest als „Hubs“ für Ost(mittel)europa, Finanzsektor/-zentrum
  • Wohnen: kommunaler/genossenschaftlicher/sozialer/privater Wohnungsbau, Wohnungsnot, Segregation, innovative Wohnprojekte, ökologische Sanierung
  • Städtebauliche Entwicklung und Stadtentwicklungspolitik: Stadt-Umland-Beziehungen, neue Stadtteile, andere städtebauliche Großprojekte (z.B. Bahnhöfe, Konversionsprojekte), Smart und/oder Creative City-Strategien, Nachhaltigkeitsstrategien, Denkmalschutz und Umgang mit historischem Erbe, Rolle der Donau für Stadtentwicklung
  • Gesellschaft und Politik: (Stadt)politische Strukturen und -entwicklungen (z.B. Partizipation) Integration/“Multikulti“, „Ausländerpolitik“ und Umgang mit Flüchtlingen, soziale Stadtteilentwicklung, zivilgesellschaftliche Initiativen, Repression und Meinungsfreiheit, LGBTI*
  • Bildung und Forschung: Schulsystem und -politik, Studieren und Universitäten, Forschungspolitik, Beteiligung an internationalen Forschungsverbünden (z.B. im EU-Kontext), weitere Bildungseinrichtungen und -initiativen
  • Verkehr und Infrastruktur: ÖPNV, Fahrradnetz/-politik, Energieversorgung, Schwimmbäder, Parks und Grünflächen

Auf der Exkursion wird es ausreichend Zeit für Recherchen in beiden Städten geben. Die Ergebnisse werden am Abend bzw. an ausgewählten Terminen tagsüber der Gesamtgruppe vorgestellt und diskutiert. Hinzu kommen weitere gemeinsame Aktivitäten wie Stadtführungen, der Besuch von interessanten Organisationen und ExpertInnen etc.pp. Die Details und die Verantwortung für deren Organisation werden im Seminar diskutiert und beschlossen. Die Exkursion lebt somit stark vom Interesse und der Eigeninitiative der Studierenden. Das vorgestellte Konzept basiert auf Forderungen der Studierenden, den Ablauf und die thematische(n) Ausrichtung(en) einer großen Exkursion stärker mitzubestimmen und vor Ort eigenständig Themen zu erarbeiten und zu präsentieren.
Die Anforderungen für eine erfolgreiche Teilnahme umfassen neben Präsentationen im Vorbereitungsseminar und auf der Exkursion außerdem die literaturbasierte Einarbeitung im Vorfeld, die eigenständige Durchführung von Recherchen vor Ort sowie die Anfertigung eines Posters mit den Ergebnissen im Anschluss an die Exkursion.

 

Zeitraum
12-14 Tage im Zeitraum August/September 2019 mit Seminar (tba)

Anforderungen
Gute Englischkenntnisse, Bereitschaft eigenständig Termine zu organisieren und vor Ort zu recherchieren

Kosten
etwa 500 € (exklusive An-/Abreise)
inkl. Fahrtkosten vor Ort und Transfer Budapest-Wien; Übernachtung voraussichtlich mit Frühstück

 

weitere Informationen und Anmeldung hier

Südwesten der USA

unter Leitung von Prof. Dr. Jürgen Herget

Die Wüste entwickelt(e) sich -
Vielfalt und Dynamik der Wüsten im Südwesten der USA

Die Exkursion

Wüst, doch nicht flächenhaft leer und leblos, präsentieren sich weite Teile des Südwestens der USA. Sonnenschein und Trockenheit, verbunden mit zahlreichen neuen Arbeitsplätzen in der modernen Hightechindustrie machen die offensichtlich lebensfeindliche Region zu einer der wichtigsten Wachstumsregionen der USA mit teils explosivem Städtewachstum und weit um sich greifender Zersiedlung. Noch ist der Naturraum der Wüsten im Südwesten der USA in seiner Vielfalt und den Spuren ehemals deutlich feuchteren Klimas weitgehend intakt, doch der laufende Klimawandel wird dazu führen, dass die Verhältnisse noch extremer werden, eine Herausforderung für die aktuelle Boomregion (Herget, J. (2016): Die Wüste entwickelt(e) sich.  Geographische Rundschau 12/2016, 4-11).

Physisch- und humangeographische Themen in gleicher Gewichtung zur Geographie und Landeskunde des Südwestens der USA: Geologie, Geomorphologie, Klima, Ökologie der Wüsten, Geschichte und archäologische Funde, Stadtgeographie, Wirtschaftsgeographie.

Rundreise von / nach Los Angeles über Las Vegas, Flagstaff, Navajo-Reservat, östliches Colorado, Flagstaff, Tucson und Yuma in Pkw als Selbstfahrer*innen; Unterkunft in Mehrbettzimmern in Motels; mehrere halbtägige Wanderungen und Spaziergänge ohne besondere Anforderungen; gemeinsame An- und individuelle Rück- bzw. Weiterreise

 

Zeitraum
März 2019

Anforderungen
keine

Kosten
etwa 1500 € (inklusive An-/Abreise)

 

weitere Informationen und Anmeldung hier

 

Skandinavien

unter Leitung von Prof. Dr. Jörg Löffler

Landschaftsökologische Problemräume des Nordens.Regionische Differenzierung Skandinaviens.

Biogeographische Muster. Ökosystemare Funktionen. Natur und Gesellschaft.

 

Die Exkursion

 

Zeitraum
ca. 07. bis 24.06.2019

Anforderungen
Führerschein und Fahrerfahrung; Regensachen/Wanderschuhe; Tagesrucksack; Zelt/Schlafsack/Kocher.

Kosten
< 1300 € (inklusive An-/Abreise)

 

weitere Informationen und Anmeldung hier

 

Namibia

unter Leitung von Dr. Frank Thonfeld & Dr.  Konrad Hentze

"Land" ist eines der zentralen Themen der Geschichte, Wirtschaftspolitik und Ökologie des südlichen Afrika. Die Namibia-Exkursion bietet Studierenden die Möglichkeit, rund um diese Fragestellungen einen umfassenden Einblick in die human- und physisch-geographischen Aspekte der Region zu erhalten.

 

Die Exkursion

"Land" ist eines der zentralen Aspekte in der Geschichte, der Wirtschaftspolitik und der Ökologie des südlichen Afrika. Die Namibia-Exkursion bietet Studierenden deshalb die Möglichkeit, sich mit den übergeordneten und für die Region spezifischen Themenkomplexen "land use" - "land tenure" - "land degradation" auseinanderzusetzen. An diesen orientieren sich viele der Fachgespräche mit relevanten Akteur*innen aus der Zivilgesellschaft, in Behörden und der Wirtschaft sowie die vor Ort von Studierenden gehaltenen Impulsreferate. Die Exkursionsroute entlang naturräumlicher Gradienten erlaubt es zudem, generelle Aspekte der Physischen Geographie, der Regional- und der Anthropogeographie zu behandeln. Von der Apartheidstadt über einen Vergleich von Landwirtschaft auf Grundbesitz und Landwirtschaft auf Allmende, nachhaltigem Management von natürlichen Ressourcen in Trockenräumen, nachhaltigem Tourismus, ariden Verwitterungsprozessen und Ökologie bis hin zu Abflussregimen von ephemeren Flüssen: die geplante Route durch Zentral-und Nordnamibia deckt ein breites Feld geographischer Fragestellungen ab. In einem Vorbereitungsseminar im Sommersemester werden einführende Referate von Studierenden gehalten sowie organisatorische Notwendigkeiten erledigt. Die Anforderungen an die Studierenden umfassen somit: Ein umfangreiches Themenreferat im Vorbereitungsseminar, ein Impulsreferat vor Ort sowie das Verfassen eines Kapitels des Exkursionsberichts.

 

Zeitraum
ca. 15.09. bis 10.10.2019

Anforderungen

Englischkenntnisse notwendig, Tropentauglichkeit, Impfsprechstunde beim betriebsärztlichen Dienst obligatorisch; Schlafsack und Bereitschaft für 18 Nächte Camping

Kosten
etwa 1000 € (exklusive An-/Abreise)
inklusive Übernachtung und größtenteils Mahlzeiten

 

weitere Informationen und Anmeldung hier

Artikelaktionen