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Dr. Christiane Tristl neue Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe Wirtschaftsgeographie

Willkommen am GIUB und herzlichen Glückwunsch zur Promotion in Frankfurt!

Dr. Christiane Tristl ist seit April 2021 Postdoktorandin in der Arbeitsgruppe Wirtschaftsgeographie des GIUB. Im Dezember 2020 hat sie ihre Dissertation mit dem Titel Automatic water dispensers – The private sector as development agent and the marketization of water at the ‚bottom of the pyramid‘ an der Universität Frankfurt a.M. erfolgreich verteidigt. Christiane hat sich in ihrer Forschung mit dem zunehmenden Einfluss privatwirtschaftlicher Unternehmen und philanthrokapitalistischer Stiftungen in der Entwicklungszusammenarbeit beschäftigt. Am Beispiel sogenannter „Wasserautomaten“ zeichnet sie die Verbreitung von mikrotechnischen Lösungen für die vermeintlichen Probleme der ärmeren Bevölkerung im globalen Süden nach und analysiert die lokalen Auswirkungen einer technisch-gestützten Kommodifizierung von Wasser in städtischen und ländlichen Kontexten Kenias.


Christiane studierte Humangeographie in München, Frankfurt a.M. und Groningen. Vor ihrer Promotion war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem vom BMBF finanzierten Projekt EuroGaps – Außenbeziehungen und Außenwahrnehmung der EU in Subsahara-Afrika und der Schwarzmeerregion an der Universität Frankfurt a.M. tätig. Eine lexikometrische Analyse von Zeitungsartikeln aus u.a. Kenia brachte sie hier bereits näher an ihre spätere Untersuchungsregion heran. Ihr Interesse für philanthrokapitalistische Stiftungen und im weitesten Sinne Infrastrukturen entdeckte Christiane bereits in ihrer Masterarbeit. Hier analysierte sie am Beispiel eines von der Bill und Melinda Gates Foundation finanzierten Projektes im Bereich der Müllentsorgung in Kairo Praktiken transnationaler und staatlicher Gouvernementalität (Link zur Mitarbeiterinnenseite).


An der Universität Bonn wird Christiane neben ihrer Lehrtätigkeit u.a. ihr Interesse für den zunehmenden Einfluss von Privatunternehmen und deren Stiftungen auf die globale Politikgestaltung und -umsetzung mit Blick auf Klima- und Nachhaltigkeitsdebatten weiterverfolgen.

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