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Abfalltransitionen im Globalen Süden – Dr. Sören Becker gewinnt „Starter-Kit PostDoc“-Förderung der Universität Bonn

Welche innovativen Ansätze existieren für die Lösung der Abfallkrise in den Städten Afrikas und Südamerikas? Wie hängen diese mit den Trends der Digitalisierung und der Globalisierung zusammen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Dr. Sören Becker in seinem Habilitationsvorhaben in der Arbeitsgruppe Wirtschaftsgeographie der Universität Bonn. Nun wurde er in das Förderprogramm „Starter-Kit PostDoc“ im Argelander-Programm der Universität Bonn aufgenommen. In diesem Zusammenhang erhält er eine Summe von knapp 10.000 Euro zur Unterstützung seiner Forschung.

Ziel seiner Arbeit ist es, technische und soziale Innovationen in der Abfallentsorgung, ihren Einfluss auf Rohstoffströme sowie Verbindungen zu historisch gewachsenen ungleichen Strukturen städtischer Ungleichheit zu erfassen. „Die Entsorgung und Verwertung von Abfall ist ohne Frage eine der größten globalen Herausforderungen für die Umwelt, für die Gesundheit, und indirekt auch für das Klima“, so Sören Becker. „Es geht mir jedoch auch darum, einen differenzierten und weniger pauschal negativen Blick auf den Abfallsektor in Städten des Globalen Südens zu richten“, führt er weiter aus. Es ist wichtig, jenseits von aktuellen Diskussionen um die Circular Economy konkrete Entwicklungen zu untersuchen, und zu verstehen, wie neue Technologien und (soziale) Unternehmensformen in die Welt kommen und wachsen können.

Die Förderung aus dem Argelander-Programm ermöglicht Sören Becker die Durchführung von Pilotstudien in den Städten Nairobi, Kigali und Buenos Aires. Eine erste Pilotstudie in Kenia hat bereits im März 2019 stattgefunden. Dort besichtige Becker verschiedene Recycling-Projekte und führte Expert*innen-Interviews mit Akteuren aus der Stadtverwaltung, Vertreter*innen von Unternehmen aus der Abfallwirtschaft und Nachbarschaftsinitiativen.

Das Argelander-Programm ist das Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Universität Bonn. Das „Starter-Kit PostDoc“ ist eine maximal zweijährige Förderung, die ein umfassendes Beratungsprogramm zur Vorbereitung auf eine wissenschaftliche Karriere und Unterstützung bei der Abfassung eines Drittmittelantrags beinhaltet. Es ist offen für Postdoktoranden der gesamten Universität Bonn, außer der Medizinischen Fakultät.

 

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