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Soziale Ungleichheit, Exklusion und urbane Marginalität

Regieren der Wohnungslosigkeit

Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Forschungsprojekt im Rahmen des Projektverbunds "Neuordnungen des Städtischen im neoliberalen Zeitalter" an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. (abgeschlossen)

Das Forschungsprojekt untersucht, welche Kontinuitäten und Verschiebungen sich den gegenwärtigen, vermeintlich neoliberalen Gouvernementalitäten der Wohnungslosigkeit finden lassen. Es zeichnet nach, wie sich das städtische Regieren von Wohnungslosigkeit in einem Feld von veränderten stadtentwicklungspolitischen Dynamiken, neueren Sozialreformen und lokal gewachsenen Kräfteverhältnissen konkret vollzieht. Entwickelt wird ein Zugriff, der nicht so sehr die marginalisierte Gruppe der Wohnungslosen selbst zum Thema macht, sondern vielmehr das komplexe Netz der Regierungsweisen der Wohnungslosigkeit - das sowohl repressive und fürsorgliche Sozialpolitiken als auch die Selbsttechniken der Wohnungslosigkeit umfasst - in den Mittelpunkt rückt.
 

Die Intersektionalität von race, class und gender in der quartiersbezogenen Sozialpolitik. Das "Stadtteilmütter"-Projekt in Berlin-Neukölln.

Förderprogramm "Frauen- und Genderforschung" der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, mit Verena Schreiber. (abgeschlossen)

Das Forschungsprojekt untersucht, wie geschlechtlich-kulturelle Differenz durch neue sozialpolitische Programme auf Quartiersebene produziert und gleichzeitig zur Grundlage wie auch zum Problem von "Integration" erklärt wird. Empirisch fokussiert das Projekt auf das "Stadtteilmütter"-Programm in Berlin-Neukölln, um die (Re)Produktion geschlechtlich-kultureller Differenz als zentralen Effekt sozial-integrativer und kriminalpräventiver Programme auf Quartiersebene nachzuzeichnen. Theoretisch-konzeptionell greift die Forschungsarbeit auf Ansätze der Intersektionalität zurück.

 

Publikationen:

2017: Delinquenzmilieu. Armut und Gefängnis am Beispiel der Ersatzfreiheitsstrafe. WestEnd. Zeitschrift des Frankfurter Instituts für Sozialforschung 2, S. 124-139. (mit Il-Tschung Lim, Daniel Loick und Felix Trautmann)

2017: Zonen infrastruktureller Entkopplung. Urbane Prekarität und soziotechnische Verknüpfungen im öffentlichen Raum. In: Flitner, M., Lossau, J. und Müller, A. (Hg.): Infrastrukturen der Stadt. Wiesbaden: VS Verlag, S. 89-104.

2016: Tents. In: Salter, M. (Hg.) Making Things International II: Catalysts and Reactions. Minneapolis: University of Minnesota Press. S. 63-78. (mit Andreas Folkers)

2016: Zwischen Aneignung und Abwehr. Städtische Integrationspolitik im Blick ihrer Adressat_innen. Geographische Zeitschrift 104, S. 239-265. (mit Verena Schreiber)

2016: Learning to feel at home. Governing homelessness and the politics of affect. Emotion, Space and Society 19, S. 29-36.

2016: Counting the Countless. Statistics on homelessness and the spatial ontology of political numbers. Environment and Planning D: Society and Space 34(2), S. 301-318.

2015: Das Regieren von Emotionen in Räumen des betreuten Wohnens. Geographica Helvetica 70(1), S. 175-184.

2015: Mothering urban space, governing migrant women: the construction of intersectional positions in area-based interventions in Berlin. Urban Geography 36(1), S. 44-63. (mit Verena Schreiber)

2013: Räume der Fürsorge. Regieren der Wohnungslosigkeit im betreuten Wohnen. Geographische Zeitschrift 101(3/4), S. 148-165.

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