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Aktuelles Programm

 

Alle Veranstaltungen beginnen, so weit nicht anders angegeben, um 18 Uhr c.t. im Alfred-Philippson-Hörsaal des Geographischen Instituts der Universität Bonn, Meckenheimer Allee 166.



Für kurzfristige Mitteilungen und Informationen können Sie in den Email-Verteiler aufgenommen werden. Hierfür bitten wir um eine kurze Mitteilung.

  

Vorträge im Wintersemester 2019/2020

Digitalisierung
und Stadtentwicklung

 Quelle: www.bmwi.de

Die Digitalisierung hat mittlerweile fast alle Bereiche der Gesellschaft erreicht. So verspricht beispielsweise die „Smart City“ neben erhöhter Effizienz auch eine Verbesserung der Lebensqualität von Stadtbewohnerinnen und -bewohnern. Im Handel und Verkehr hat Digitalisierung das Einkaufsverhalten verändert, was sich auf die Stadtzentren und den Verkehr auswirkt. Zudem verstärkt Digitalisierung Wachstumstrends, wie etwa im Städtetourismus, während sich gleichzeitig Interessen und Aktivitäten der Reisenden verändern. Im Rahmen der Vortragsreihe werden verschiedene Aspekte der Digitalisierung beleuchtet und kritisch reflektiert.

Wir freuen uns auf rege Beteiligung und eine angeregte Diskussion mit dem Publikum.

 

  • 30.10.2019, 18:00 c.t. Uhr

Prof. Dr. Anke STRÜVER, Karl-Franzens-Universität Graz
Eva SCHWEITZER,
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Smart City – kritische Perspektiven auf die Digitalisierung deutscher Städte

Weltweit wächst die Zahl der Städte, die sich selbst als „smart“ bezeichnen. In der gesellschaftlichen Debatte wird das Konzept der Smart City meist mit positiven Veränderungen assoziiert, wie etwa der Steigerung von Lebensqualität oder der effizienteren Gestaltung von Verwaltungsabläufen. Die zunehmende Digitali-sierung wird darüber hinaus als Chance für die Teilhabe von Bürgerinnen und Bürgern an politischen Prozessen gesehen.
Konzepte der Smart City können jedoch auch kritisch hinterfragt werden: Da Städte heute einerseits in einem globalen Wettbewerb miteinander stehen, an-dererseits aber mit schwindenden finanziellen und personellen Ressourcen umgehen müssen, stellen Public-Private-Partnerships ein häufig genutztes Mo-dell der Stadtentwicklung dar. So kann es zu einer Auslagerung öffentlicher Aufgaben kommen, die nicht selten mit dem Verlust staatlicher Kontrollfunktionen einhergeht. In der Folge gewinnen insbesondere große IT-Konzerne Einfluss auf die Stadtentwicklung und die Bewohnerinnen und Bewohner der Städte. Die Viel-schichtigkeit der Digitalisierung erfordert daher einen intensiven Diskus darüber, wie Smart Cities ausgestaltet werden sollen.
  

  • 13.11.2019, 18:00 c.t. Uhr

Prof. Dr. Cordula NEIBERGER, RWTH Aachen
Arnulf MARQUARDT-KURON,
Amt für Wirt-schaftsförderung der Stadt Bonn
Frank OSTERHAGE,
ILS Dortmund Frederic OSTERMANN, Bonn

Digitalisierung und Einzelhandel – Wirkungen auf städtische Zentren (Podiumsdiskussion)

Einzelhandel findet heute zunehmend im Internet statt. Der Onlinehandel erreicht seit Jahren hohe Wachstumsraten und lag im Jahr 2017 bei rund 10 Prozent, im Non-Food-Segment sogar bei 14 Prozent. Die Umsätze des stationären Handels stagnieren hingegen, was nicht zuletzt auf die Digitalisierungstendenzen im Handel zurückgeführt wird. Dabei stehen stationärer und digitaler Handel sich nicht grundsätzlich konträr gegenüber. Vielmehr nutzen Händler und Käufer ver-schiedene Vertriebs- bzw. Einkaufskanäle für unterschiedliche Warengruppen, sodass Online- und Offline-handel zunehmend verschwimmen.
Auch wenn der Onlinehandel regional Trading-Down-Prozesse begünstigen kann, ergeben sich auch neue Aufgaben für Innenstädte. Sie werden dabei zunehmend zu Bühnen, auf denen Waren präsentiert werden, während Informationsbeschaffung und Kauf ins Internet verlagert werden. Die Herausforderungen, die sich hieraus für die Stadtentwicklung ergeben, sollen bei der Podiumsdiskussion aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden.

 

  • 18.12.2019, 18:00 c.t. Uhr

Dr. Annika BUSCH-GEERTSEMA, Goethe-Universität Frankfurt a.M.
Mario RIEDEL,
T-Systems International GmbH, Smart City Unit

Digitalisierung und Mobilität – Verkehrsvermeidung, Verkehrsverlagerung, Verkehrsoptimierung?

Unter den Schlagworten der Vermeidung, Verlagerung und Optimierung soll Stadtverkehr nachhaltiger gestaltet und die Lebensqualität gerade in Innenstäd-ten verbessert werden. In Zeiten knapper werdender Ressourcen und globalem Umweltwandel könnte die Digitalisierung eine große Chance darstellen. Mit ihr war und ist insbesondere die Hoffnung auf die Reduzierung und Optimierung des physischen Verkehrs in Städten verbunden. Umgekehrt stellt sich die Frage, ob neue Informations- und Kommunikationstechnologien nicht vielmehr neue Verkehrsströme generieren, etwa weil sie dazu verleiten, Arbeitsprozesse räumlich immer weiter zu verteilen.
Auch wenn noch unsicher scheint, ob die Digitalisierung langfristig physische Mobilität reduziert oder verstärkt, ist absehbar, dass sie das Verkehrsverhalten nachhaltig verändern wird. Bereits heute werden insbesondere Smartphones genutzt, um städtische Mobilität zu planen und zu organisieren. Dabei werden zunehmend intermodale Konzepte genutzt, die verschiedene Verkehrsmittel intelligent miteinander verknüpfen und dadurch Wege optimieren und bequemer gestalten.

 

  • 15.01.2020, 18:00 c.t. Uhr

Prof. Prof. Dr. Tim FREYTAG, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Städtetourismus im Zeitalter der Digitalisierung

Einzelhandel

Der europäische Städtetourismus verzeichnet seit mehreren Jahrzehnten ein starkes Wachstum. In Barce-lona, Berlin, Paris und anderen Zentren des Städtetou-rismus führt die Präsenz von immer mehr Reisenden in der Stadt zu einer Verschärfung von Belastungen und Konflikten. Zahlreiche städtische Quartiere sehen sich einer fortschreitenden Touristifizierung ausge-setzt. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie viel Tourismus urbane Räume vertragen können und wie dieser Tourismus für Einheimische und Reisende gleichermaßen verträglich gestaltet werden kann. Der Vortrag beleuchtet wechselseitige Verknüpfungen von Digitalisierung und Städtetourismus. Zunächst wird aufgezeigt, wie der aktuelle Wachstumstrend im Städtetourismus durch die Digitalisierung beflügelt wird. Weiterhin wird anhand ausgewählter Beispiele herausgearbeitet, wie sich die Interessen und Akti-vitäten der Reisenden im Zeitalter der Digitalisierung verändern und zur Herausbildung eines „New Urban Tourism“ beitragen.

 

Für den offiziellen Programm-Flyer zum Ausdruck klicken Sie hier

 

Die Vorträge finden jeweils im Alfred Philippson Hörsaal des Geographischen Instituts der Universität Bonn (Meckenheimer Allee 166) statt.

Der Eintritt zu den Vorträgen für Mitglieder der Bonner Geographischen Gesellschaft ist frei. Nichtmitglieder zahlen 3,00 Euro, Schüler und Studierende 2,00 Euro an der Abendkasse. Für Schulklassen und deren Lehrpersonal ist nach vorheriger Anmeldung der Eintritt frei. 

 

Kontakt

BONNER GEOGRAPHISCHE GESELLSCHAFT e.V.
Geographisches Institut der Universität Bonn
Meckenheimer Allee 166
53115 Bonn

 

Vorstand

Vorsitzender: Prof. Dr. Winfried Schenk

Stellvertretender Vorsitzender: Arnulf Marquardt-Kuron

Geschäftsführer: Dr. Jan-Erik Steinkrüger

Beisitzer: Dr. H. Baumgarten, Marcus Mogk

 

Telefon: +49 (0)228 73-5871 (Vors.), +49 (0)228 73-3690 (GF)
Fax: +49 (0)228 73-7650
E-Mail: [Email protection active, please enable JavaScript.]


Bankverbindung:

Sparkasse KölnBonn
IBAN: DE09 3705 0198 0000 0679 59
BIC: COLSDE33XXX

Eintritt

Studenten: 2 Euro

Nichtmitglieder: 3 Euro


Freier Eintritt für Mitglieder sowie angemeldete Schulklassen und begleitende Lehrkräfte

 

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