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Aktuelles Programm

 

Alle Veranstaltungen beginnen, so weit nicht anders angegeben, um 18 Uhr c.t. im Alfred-Philippson-Hörsaal des Geographischen Instituts der Universität Bonn, Meckenheimer Allee 166.



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Vorträge im Wintersemester 2018/19

STADT IM WANDEL
Neue geographische Perspektiven

Städte sind seit jeher Schauplatz und Kristallisationspunkt gesellschaftlichen Wandels. Auch heute bestimmen vielfältige Herausforderungen die Diskussion um die Stadt von morgen. Megatrends wie die Digitalisierung und Fragen der Gesund-heitsversorgung in einer alternden Gesellschaft treffen dabei auf bekannte Probleme städtischen Wachstums wie die Frage nach bezahlbarem Wohnraum und sozialräumliche Ungleichheiten. In dieser Vorlesungsreihe laden wir Forsche-rinnen und Forscher ein, die diese Fragen mit innovativen Ansätzen untersuchen. Dabei sollen Ihre Forschungen und Ergebnisse mit Praxis-Perspektiven aus der Bonner Stadtent-wicklung zusammen diskutiert werden. Wie lassen sich neue Herausforderungen erklären? Und was bedeutet das für Lösungen in der Praxis?

Im Wintersemester 2018/19 treffen mittwochs im GIUB Wissenschaftler*innen auf Praktiker*innen, d.h. auf einen wissenschaftlichen Inputvortrag folgen ein Praxiskommentar aus der Region und eine angeregte Diskussion mit dem Publikum.
 

  • 24.10.2018, 18:15 Uhr

Prof. Dr. Samuel Mössner, Universität Münster

Green City? Städtische Nachhaltigkeitsansätze aus Sicht des Umlands

Ziel nachhaltiger Stadtpolitik ist es, eine saubere Umwelt, wach-sende Wirtschaft und harmonische Gesellschaft bei gleichzeiti-ger Reduzierung von CO2 und anderen Treibhausgasen umzu-setzen. Dabei dominiert häufig eine Vorstellung von Transformati-on, die die Stadt nur innerhalb ihrer administrativen Grenzen begreift. Der Vortrag schlägt eine alternative Sichtweise vor. Am Beispiel der Green City Freiburg wird nachhaltige Stadtentwick-lung aus Sicht des Umlands betrachtet und der Blick damit auf die regionale Einbettung der städtischen Nachhaltigkeitsansätze gerichtet. Durch Widersprüche und Kontroversen zwischen der Stadt Freiburg und ihrem Umland werden neue Fragen der Steuerung und Planung überörtlicher Nachhaltigkeitsansätze aufgeworfen.

 

  • 07.11.2018, 18:15 Uhr

Dr. Sebastian Schipper, Universität Frankfurt

Die Rückkehr der Wohnungsfrage und wohnungspolitische Konflikte in deutschen Großstädten

Die Beweidung durch Rentiere ist eine ökologische Schlüsselkomponente arktisch-alpiner Landschaften und gleichzeitig eng mit der sozio-kulturellen Identität der indigenen sàmischen Bevölkerung Skandinaviens verbunden. Als ursprünglich nachhaltige Wirtschaftsform steht die Rentierbeweidung jedoch aktuell vor vielseitigen Herausforderungen, unter anderem sind hier Landnutzungskonflikte, die Degradation verbleibender Weideflächen sowie der Klimawandel und dessen
Folgen zu nennen. Im Vortrag werden Ergebnisse aus 50 Jahren Forschung in diesem Kontext reflektiert. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Ökologie Beiträge zu Lösungsansätzen liefern kann, oder ob die komplexe Gemengelage aus Ökologie, SozioÖkonomie, Kultur und Politik, in die Rentierbeweidung eingebunden ist, andere, weitergehende Ansätze zur
Problemlösung erfordert.    
 

 

  • 14.11.2018, 18:15 Uhr

Prof. Dr. Simon Marvin, University of Sheffield

Urban Automation and Robotics – A Case for Geography?

 

The digital transformation is changing the ways we work and live, but also how cities are developing. Data on urban flows are
gathered and processed in real-time, supported by smart algorithms to make decisions for complex situations. On the hardware side, robotics are potentially transforming the workplace, but also the
delivery of urban services such as cleaning and security. This
International Lecture will discuss the role Geography as a discipline can and should play for understanding and making sense of these ongoing processes. What is the specific contribution geographers can make for understanding digital urban transformations?

 

 

  • 28.11.2018, 18:15 Uhr

Dr. Stephanie Föbker, Universität Bonn

Zwischen Willkommensdiskurs und Brennpunktrhetorik. Migration und Stadtentwicklung in Deutschland

Die Energiewende hat den Lebensbereich des Wohnens zu einem wichtigen Schauplatz der Förderung klimafreundlicher, postfossiler Lebensstile erhoben.
Dem Wohnen werden enorme Potenziale für die Umgestaltung der Energieversorgung und die Etablierung einer neuen Kultur der Nachhaltigkeit zugeschrieben. Der Vortrag untersucht aktuelle ökologische und digitale
Experimente in sogenannten smart homes und stellt eine Reihe von Strategien vor, die gegenwärtig am Wohnraum und seiner Gestaltung ansetzen, um
die Transformation hin zur „klimaverträglichen Gesellschaft“ zu initiieren. Dabei handelt es sich um eine neuartige Mischung aus technologischen Innovationen
einerseits und edukativen Strategien zur Förderung von Verhaltensänderungen andererseits. Ökologische Nachhaltigkeit soll im Haushalt zunehmend mithilfe
digitaler Technologien realisiert werden, die das eigene Verbrauchsverhalten sichtbar machen, für dessen ökologische Effekte sensibilisieren und nachhaltigere Verhaltensoptionen nahelegen.

 

  • 12.12.2018, 18:15 Uhr

Dr. Anika Duveneck, Universität Berlin

Kommunale Bildung & Städtische Ungleichheiten Möglichkeiten & Grenzen

Obwohl Bildung Ländersache ist, sind Städte heute Kristallisations-punkte und Motoren bildungspolitischer Umstrukturierungen. Kommu-naler Jugendarbeit, Kultur und Sport wird zugesprochen, die Effekte herkunftsbedingter Benachteiligung gezielt zu mindern. Andersherum entdecken Städte die Bedeutung von Bildung als Standortfaktor und haben Interesse an mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Doch gleichzei-tig zur Kommunalisierung von Bildung ist eine Gegenbewegung zu verzeichnen: durch Infrastruktur-Investitionsprogramme wie die Berliner Schulbauoffensive werden die Zuständigkeiten für Schulge-bäude auf die Landesebene übertragen. Der Vortrag stellt aktuelle Entwicklungen vor und diskutiert diese mit Blick auf Ungleichheiten in und zwischen Städten.
 

  • 16.01.2019, 18:15 Uhr

Dr. Anne Vogelpohl, Universität Hamburg

Wer macht Stadt? Beteiligung und Expertise als (vermeintliche) Gegensät-
ze der Stadtpolitik

eteiligung aller Bürgerinnen und Bürger wird gefordert, wenn Ex-pertisen aus Planung, Architektur oder Politik die Stadtpolitik als
„von oben“ bestimmt erscheinen lassen. Doch auch Beteiligung hat ihre Grenzen: Oft melden sich nur jene zu Wort, die ihrer Stimme ohnehin politisch Gewicht verleihen können; oder wesentlicher Kritik wird im Lauf des Verfahrens der Wind aus den Segeln genommen, ohne dass es wesentliche Änderungen geben würde. An den Bei-spielen von Management-Beratungen von McKinsey und Roland Berger, und  des Hamburger Recht-auf-Stadt-Netzwerks verdeutlicht der Vortrag die Ambivalenzen stadtpolitischer Expertisen und von Beteiligung. Am Schluss werden Eckpunkte für eine wirkungsvolle und sozial gerechte Beteiligung vorgeschlagen.

 

  • 30.01.2019, 18:15 Uhr

Dr. Iris Dzudzek, Universität Münster

Gesundheitsgerechtigkeit in der Stadt

Immer mehr Menschen in Deutschland fallen durch das Netz der Gesundheitsversorgung. Menschen in armen Stadtteilen leben im Schnitt zehn Jahre kürzer als in reichen. Gesundheit ist nicht nur ein medizinisches, sondern ein soziales und zutiefst räumliches Problem. „Thinking cities through elsewhere“ – der Vortrag nimmt diese Forderung der global urban studies auf und fragt, was die  Stadtgeographie des globalen Nordens von Ansätzen der kri-tischen Sozialepidemiologie Lateinamerikas lernen kann. Am Beispiel stadtteilbezogener, aktivistischer Angebote im Bereich unbürokratischer Gesundheitsversorgung diskutiert der Vortrag die Fragen urbaner Gesundheitsgerechtigkeit im Kontext des
„Rechts auf Stadt“ und der „Solidarity City“.
 

Für den offiziellen Programm-Flyer zum Ausdruck klicken Sie hier.

 

Die Vorträge finden jeweils im Alfred Philippson Hörsaal des Geographischen Instituts der Universität Bonn (Meckenheimer Allee 166) statt. Der Eintritt für die Vorträge des Wintersemesters 2018/19 ist frei.

 

Sonst: Der Eintritt zu den Vorträgen für Mitglieder der Bonner Geographischen Gesellschaft frei. Nichtmitglieder zahlen 3,00 Euro, Schüler und Studierende 2,00 Euro an der Abendkasse. Für Schulklassen und deren Lehrpersonal ist nach vorheriger Anmeldung der Eintritt frei. 

 

Kontakt

BONNER GEOGRAPHISCHE GESELLSCHAFT e.V.
Geographisches Institut der Universität Bonn
Meckenheimer Allee 166
53115 Bonn

 

Vorstand

Vorsitzender: Prof. Dr. Winfried Schenk

Stellvertretender Vorsitzender: Arnulf Marquardt-Kuron

Geschäftsführer: Dr. Jan-Erik Steinkrüger

Beisitzer: Adelheit Farid, Marcus Mogk

 

Telefon: +49 (0)228 73-5871 (Vors.), 73-3690 (GF)
Fax: +49 (0)228 73-7650
E-Mail: bgg@giub.uni-bonn.de


Bankverbindung:

Sparkasse KölnBonn
BLZ 370 501 98
Kto.-Nr. 67959

Eintritt

für das Wintersemester 2018/19 ist der Eintritt frei

Sonst:

Studenten: 2 Euro
Nichtmitglieder: 3 Euro
Freier Eintritt für Mitglieder sowie angemeldete Schulklassen und begleitende Lehrkräfte

 

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