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Aktuelles Programm

 

Alle Veranstaltungen beginnen, so weit nicht anders angegeben, um 18 Uhr c.t. im Alfred-Philippson-Hörsaal des Geographischen Instituts der Universität Bonn, Meckenheimer Allee 166.



Für kurzfristige Mitteilungen und Informationen können Sie in den Email-Verteiler aufgenommen werden. Hierfür bitten wir um eine kurze Mitteilung.

  

 

Vorträge im Wintersemester 2016/17

 

Migration und Flucht
 

Wie kein anderes Thema bestimmen Migration und Flucht derzeitig Medien und Politik. Noch nie waren weltweit so viele Menschen auf der Flucht. Dabei findet entgegen der medialen Wahrnehmung ein Großteil der Migrationsbewegungen innerhalb der Länder des Globalen Südens statt und nur ein Bruchteil an den Grenzen Europas. Während Teile des medialen und politischen Diskurses in Europa nach schnellen und einfachen Lösung ruft und sich vor allem um die politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Folgen für Europa sorgt, steht diesem ein komplexes Netz an Gründen und Ursachen gegenüber, dem eben nicht mit politischen Schnellschüssen begegnet werden kann und sollte. Unsere Vortragsreihe will Einblicke in dieses komplexe Themenfeld geben, indem wir uns der räumlichen Dimension von Flucht auf verschiedenen Maßstabsebenen nähern und Einblicke in die Lage und Beweggründe der Flüchtenden gewähren.
 

 

  • 26.10.2016, 18:15 Uhr

Dr. Benjamin Etzold, Geographisches Institut der Universität Bonn

Geographien der Flucht - Räumliche Dimensionen der „Flüchtlingskrise“

Der Vortrag setzt sich aus einer humangeographischen Perspektive mit der aktuellen Krise der Flüchtlingspolitik  auseinander.  Er  zeigt  auf,  dass  die  gegenwärtige 
politische  Debatte  in  einer  euro-zentristischen  Logik der nationalstaatlichen Territorialität gefangen ist. Um den  zweifelsohne  großen  Herausforderungen,  die  mit 
der  Zunahme  von  Unsicherheit,  prekären  Lebensumständen und Fluchtbewegungen weltweit einhergehen, angemessen zu begegnen, ist es sinnvoll sich von der Fokussierung auf eine statische territoriale Ordnung zu lösen  und  die  soziale  Konstruktion  von  Raum  grundsätzlich  in  den  Blick  zu  nehmen.  Eine  Auseinander-
setzung    mit    humangeographischen    Kernbegriffen wie  Territorialität,  relationalen  Räumen,  Netzwerken, Orten,  räumlichen  Imaginationen  und  Mobilität  als räumlicher  Praxis  ist  zum  einen  hilfreich  um  Fluchtbewegungen  in  ihrer  Entstehung, Eigenlogik  und  Dynamik  besser  zu  verstehen.  Zum  anderen  kann  eine kritische  Geographie  dazu  beitragen,  alternative  Perspektiven  der  gesellschaftlichen Integration  von  neu Zugewanderten zu entwickeln und Geflüchteten neue
Handlungsräume zu eröffnen.

 

 

  • 09.11.2016, 18:15 Uhr

entfällt

Bashar Abdo und Nidal Rashow

Flucht aus Syrien, Ankommen in Deutschland: Zwei Geflüchtete berichten über ihren Weg

 

 

  • 23.11.2016, 18:15 Uhr

Jun.-Prof. Dr. Birgit Glorius, Institut für Europäische Studien, TU Chemnitz

Zwischen Inklusion und Exklusion: Lokale Praktiken der Flüchtlingsaufnahme in Deutschland

Die  Aufnahme  von  Asylsuchenden  ist  eines  der  prägendsten  Ereignisse  des vergangenen  Jahres.  Durch die föderale Verteilungslogik sind nicht nur klassische
Zuwanderungsregionen   betroffen,   sondern   zunehmend  auch  periphere  und strukturschwache  Regionen. Die aufnehmenden Kommunen werden dabei vor verschiedenste Problemlagen gestellt, angefangen bei den lagebedingten und baulichen Voraussetzungen für die Aufnahme von Asylsuchenden, über Fragen der sozialen Integration bis hin zur Akzeptanz innerhalb der lokalen Bevölkerung. Der Vortrag beleuchtet die aktuelle Problematik aus einer sozialgeographischen Perspektive und vergleicht Integrationspraktiken und damit zusammenhängende räumliche und soziale Konfliktfelder anhand von Fallbeispielen aus ländlichen Kommunen  in  Ost- und  Westdeutschland.  Im  Mittelpunkt wird dabei die Frage stehen, wie die Anwesenheit der Asylsuchenden vor Ort reflektiert wird, welche Diskurse  und Verhaltensmuster  zu  Tage  treten,  und  wie  sie von  Akteuren  aus  dem  Bereich  des  Integrationsmanagements reflektiert und in die eigene Handlungspraxis aufgenommen werden.

 

 

  • 21.12.2016, 18:15 Uhr

Studierende des Geographischen Instituts, Bonn

Bericht über die große Exkursion nach Namibia
 

 

  • 25.01.2017, 18:15 Uhr

Dr. J. Olaf Kleist, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien, Universität Osnabrück

Flüchtlingsschutz - eine Herausforderung für Europa?

Die Flüchtlingskrise, der sich Europa gegenüber sieht, ist eine vielfache. Sie ist eine globale, eine der EU, eine gesellschaftliche und nicht zuletzt eine der Flüchtlinge selbst. Doch die zugrundliegenden Probleme sind kein Resultat  der  in  Europa  schutzsuchenden  Flüchtlinge. Vielmehr  legt  ihr  Anspruch  auf  Schutz  politische  Probleme  offen.  Die  EU  reagiert  aber konservativ,  indem sie versucht, bestehende flüchtlingspolitische Ordnungen und Politiken aufrecht zu erhalten. Hierzu gehören insbesondere eine flüchtlingspolitische Arbeitsteilung zwischen dem globalen Norden und Süden, die Regionalisierung von Migrationspolitik und Externalisierung von  Grenzschutz  sowie  die  Widersprüchlichkeit  von souveräner Verantwortung in der EU selbst. Die gesellschaftlichen Erwartungen, dass es einfache Lösungen im Flüchtlingsschutz geben könnte, reißen zudem europäische  Gesellschaften  auseinander.  Eine  Anerkennung der  grundsätzlichen  Schwierigkeiten  sollte  Ausgangspunkt  für eine  politische  Auseinandersetzung über Flüchtlingsschutz in Europa sein.

 

Für den offiziellen Programm-Flyer zum Ausdruck klicken Sie hier.


Die Vorträge finden jeweils im Alfred Philippson Hörsaal des Geographischen Insti-tuts der Universität Bonn (Meckenheimer Allee 166) statt. Der Eintritt zu den Vorträ-gen ist für Mitglieder der Bonner Geographischen Gesellschaft frei. Nichtmitglieder zahlen 3,00 Euro, Schüler und Studierende 2,00 Euro an der Abendkasse. Für Schulklassen und deren Lehrpersonal ist nach vorheriger Anmeldung der Eintritt frei.
 

 

Vorschau der Vorträge im Sommersemester 2017

 

Gesundheit und Raum

 

In der Vortragsreihe wird die Medizinische oder Gesundheitsgeographie als vielfältiges und perspektivenreiches Teilgebiet der Geographie vorgestellt. Diese wendet geographische Theorien, Paradigmen und Methoden auf medizinische und gesundheitswissenschaftliche Fragestellungen und Probleme an. Dabei geht es nicht nur um räumliche Zusammenhänge von Krankheiten und Risikofaktoren (Krankheitsökologie), sondern auch um räumliche Strukturen der Gesundheitsversorgung sowie gesundheitsfördernde physische, soziale und kulturelle Prozesse und Erfahrungen im Raum. Sie erweist sich damit in doppelter Hinsicht als verbindender Hybrid, indem sie nicht nur medizinische und geographische, sondern auch physisch- und kulturgeographische Aspekte zusammenbringt.

 

  • 26.04.2017, 18:15 Uhr

Prof. Dr. Thomas Kistemann, Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit, Universität Bonn

Geographische Medizin, Medizinische Geographie,
Gesundheitsgeographie: Wie Raum und Gesundheit zusammenhängen

 

 

  • 17.05.2017, 18:15 Uhr

Prof. Dr. Jürgen Schweikart, Beuth Hochschule für Technik Berlin

Analyse von Geoinformation als Schlüssel zur Versorgungsforschung

 

 

  • 31.05.2017, 18:15 Uhr

Dr. Christina Frank, Robert Koch-Institut, Berlin

Die räumliche Ökologie großer Infektionskrankheitsausbrüche

 

 

  • 21.06.2017, 18:15 Uhr

Dr. Carsten Butsch, Geographisches Institut, Universität zu Köln

Urbane Gesundheit in Schwellenländern – das Beispiel Pune

 

 

Die Vorträge finden jeweils im Alfred Philippson Hörsaal des Geographischen Instituts der Universität Bonn (Meckenheimer Allee 166) statt. Der Eintritt zu den Vorträgen ist für Mitglieder der Bonner Geographischen Gesellschaft frei. Nichtmitglieder zahlen 3,00 Euro, Schüler und Studierende 2,00 Euro an der Abendkasse. Für Schulklassen und deren Lehrpersonal ist nach vorheriger Anmeldung der Eintritt frei.

 

 

Kontakt

BONNER GEOGRAPHISCHE GESELLSCHAFT e.V.
Geographisches Institut der Universität Bonn
Meckenheimer Allee 166
53115 Bonn

 

Vorstand

Vorsitzender: Prof. Dr. Winfried Schenk

Stellvertretender Vorsitzender: Arnulf Marquardt-Kuron

Geschäftsführer: Dr. Jan-Erik Steinkrüger

Beisitzer: Adelheit Farid, Marcus Mogk

 

Telefon: +49 (0)228 73-5871 (Vors.), 73-3690 (GF)
Fax: +49 (0)228 73-7650
E-Mail: [Email protection active, please enable JavaScript.]

Bankverbindung:

Sparkasse KölnBonn
BLZ 370 501 98
Kto.-Nr. 67959

Eintritt
Studenten: 2 Euro
Nichtmitglieder: 3 Euro
Freier Eintritt für Mitglieder sowie angemeldete Schulklassen und begleitende Lehrkräfte

 

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