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Aktuelles Programm

 

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Einladung
zu den Vorträgen
im

Sommersemester 2021

 

Verwobene Geographien der Sicherheit und Unsicherheit

 

Aufgrund der aktuellen COVID-19 Lage finden die Vorträge im Sommersemester 2021 virtuell als Zoom-Veranstaltungen statt (live).

 

Zoom QR-Code Mittwochs am GIUB

 

Mittwoch, 16.06., 18 Uhr c.t.

Verwobene Geographien der Sicherheit und Unsicherheit. Kulturgeographische Beiträge zu einer multiperspektivischen Sicherheitsforschung

Prof. Dr. Kathrin Hörschelmann, Dr. Anna Schliehe, Dr. Elisabeth Kirndörfer, Dr. Juliane Dame, Mauricio Estrada & Lotte Hiller (AG Kulturgeographie, Geographisches Institut Bonn)

Was kann kulturgeographische Forschung zu einem besseren Verständnis verwobener Geographien der Sicherheit und Unsicherheit beitragen? Die Beantwortung dieser Frage ist zentral für die Forschung der neuen AG Kulturgeographie am Geographischen Institut der Uni Bonn. In der ersten von insgesamt drei Veranstaltungen zu dieser Thematik stellen wir uns als Arbeitsgruppe vor und geben einen Einblick in die Zugänge, die wir in unseren Projekten zur Beantwortung dieser – und damit verbundener – Fragen entwickeln. Unser Augenmerk richtet sich hierbei vor allem auf raumbezogene Wahrnehmungen, Erfahrungen und Aushandlungen verwobener Formen von (Un)Sicherheit. Die Projekte, die wir in kurzen Vorträgen vorstellen, untersuchen Verzahnungen sozialer, politischer, wirtschaftlicher und ökologischer Aspekte von (Un)Sicherheit aus kulturgeographischer Perspektive. Sie nehmen erstens den Zusammenhang zwischen Migration, ontologischer Unsicherheit, Identität und gesellschaftlicher Zugehörigkeit in den Blick. Zweitens untersuchen wir Zusammenhänge zwischen persönlichen Gewalterfahrungen und institutionellen Geographien der (Un)Sicherheit, zum Beispiel im Rahmen von Forschung zu Militarisierung und zu den „closed spaces“ von Gefängnissen. In einem dritten Forschungsfeld thematisiert die Arbeitsgruppe translokale Aspekte sozioökologischer Ungleichheit und Ernährungssicherheit, welche wir ebenfalls in ihrer Relevanz für ein besseres Verständnis verwobener Geographien der Sicherheit und Unsicherheit kurz vorstellen.

 

Mittwoch, 30.06., 18 Uhr c.t.

Geographische Imaginationen von Sicherheit und Unsicherheit im internationalen Vergleich

Janina Dobrusskin, Dr. Carolin Genz & Lucas Pohl (Humboldt Universität Berlin)

Prozesse der Globalisierung verändern nicht nur Orte, räumliche Praktiken und Wahrnehmungen, sondern auch die Art und Weise, wie diese imaginiert werden und welche Gefühle sie auslösen. In unserem Vortrag widmen wir uns räumlichen Vorstellungsweisen im Kontext der Globalisierung und verdeutlichen, wie sie zu existenziellen Verunsicherungen sowie zu alltäglichen Praktiken der Versicherung führen können. Zentraler Ausgangspunkt unserer Untersuchung ist die Annahme, das subjektiv erlebtes Raumwissen eine hohe Bedeutung für das individuell empfundene Vertrauen in die eigene Positionierung in der Welt hat. Theoretisch orientiert sich der Vortrag an dem Konzept der „ontologischen Sicherheit“ (Robert D. Laing), welches wir über den Ansatz der „geographischen Imagination“ (David Harvey) um eine räumliche Perspektive erweitern. Anhand dreier Fallstudien in Berlin, Vancouver und Singapur untersuchen wir, wie subjektives Raumwissen innerhalb unterschiedlicher geopolitischer Kontexte ausgebildet und darüber ontologische (Un)Sicherheit verhandelt wird. Unser empirisches Material speist sich aus 169 qualitativen Interviews, die zwischen 2018 und 2020 mit der bild-gestützen Methode der Foto-Elizitation durchgeführt wurden. Unsere Untersuchung zeigt, welche unterschiedlichen Strategien von Subjekten in einer zunehmend komplexer erscheinenden Welt herangezogen werden, um sich geographisch zu positionieren und darüber ein Gefühl von Sicherheit zu verhandeln: Räumliche Vorstellungen konkreter Orte (wie das Zuhause), sozialräumliche Bezüge (wie Sichtbarkeit und Zugehörigkeit) oder eine raumzeitliche Verbundenheit (über geopolitische Zäsuren) werden hierbei zu Garanten für die Verhandlung ontologischer Sicherheit sowie zu möglichen Ausgangspunkten für ontologische Verunsicherungen.

 

Mittwoch, 14.07., 18 Uhr c.t.

Generation Citizen? UK Youth and Crafting a „Character Nation“

Dr. Sarah Mills (Loughborough University)

This talk examines the geographies of youth citizenship and young people’s (in)securities. It charts recent shifts in the United Kingdom by the state and in civil society to foster ‘generation citizen’ and craft a ‘character nation’ through formal and informal education. The talk focuses on state politics surrounding citizenship, character and values, but also emphasises the political agency of children and young people themselves. To do so, the talk draws on recent research and fieldwork on ‘National Citizen Service’ (NCS) – a state-funded youth programme for 15–17-year-olds in England and Northern Ireland. The talk outlines the framing of the individual ‘good’ young citizen alongside wider attempts to label young volunteers as a generation of citizens embedded within civil society. The talk also focuses on some social aspects of insecurities, in relation to the social action projects of NCS graduates and the scheme’s wider geographies and geopolitics. Furthermore, the talk outlines the wider moral geographies of these debates through new research on character education, demonstrating the entangled geographies of (youth) citizenship and values.

 

Für Interessierte an unserer Vortragsreihe

Für die digitale Reihe erheben wir keinen Eintritt. Vielleicht möchten Sie in diesem Semester stattdessen aber eine der nachfolgenden Organisationen mit einer kleinen Spende unterstützen. Das würde uns freuen.

Medico International - https://www.medico.de/spenden

Seebrücke - https://seebruecke.org/spenden/

Sea-Watch - https://sea-watch.org/spenden/

Exit Deutschland - https://www.exit-deutschland.de/spenden/

 

Kontakt

BONNER GEOGRAPHISCHE GESELLSCHAFT e.V.
Geographisches Institut der Universität Bonn
Meckenheimer Allee 166
53115 Bonn

Vorstand

Vorsitzende: Prof. Dr. Nadine Marquardt
Stellvertretender Vorsitzender: Arnulf Marquardt-Kuron
Geschäftsführerin: Dr. Julia Poerting

Beisitzer: Dr. Hans Baumgarten, Dr. Marcus Mogk


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