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10.09.2020

Einpendler nach Bonn tragen erheblich zum CO2-Ausstoß bei

 

Einpendler nach Bonn, die für ihre Arbeit aus den Umland nach Bonn fahren, verursachen jährlich mehr als 68.000 Tonnen CO2-Emissionen. Damit gehören die Pendler zu den großen Treibhausgasverursachern.

Wiegandt_BN_2013_7_Verkehr (Mittel).JPGInsgesamt verursachen 118 604 Einpendler jährlich 60.197 t CO2 durch den motorisierten Individualverkehr (MIV) und 8.314 t CO2 durch den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), also insgesamt 68.511 t CO2/Jahr. Dies berechnete Prof. Claus-C. Wiegandt vom Geographischen Institut an der Universität Bonn gemeinsam mit seinen Mitarbeitern Jochen Burger und Max Butting sowie Thomas Pütz vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Hierfür wurden die Einpendler berücksichtigt, für die der Herkunftsort bekannt ist (Pendleratlas NRW von IT NRW, www.pendleratlas.nrw.de; Stand 2018). Sie verursachen jährlich 2 549 848 Gesamtkilometer (73% mit dem MIV, 26% mit dem ÖPNV, 1 % mit dem Fahrrad CO2-neutral; Mobilität in Deutschland MiD, www.mobilitaet-in-deutschland.de). Bei CO2-Emissionen von 147 g/km für den MIV und 57 g/km für den ÖPNV (TREMOD (Transport Emission Model) des Umweltbundesamtes) bedeutet dies insgesamt einen jährlichen CO2-Ausstoß von 68 511 Tonnen durch Einpendler nach Bonn.

Pro Einpendler entspricht dies ca. 0,58 Tonnen CO2 im Jahr – also mehr als 7% der jährlichen pro Kopf CO2-Emissionen (bezogen auf 7,9 t im Jahr 2019, Umweltbundesamt 2020).

Ein Grund für die hohen Einpendlerzahlen nach Bonn und die damit verbundenen hohen CO2-Emissionen sei der Wohnraummangel in der Stadt, so Prof. Wiegandt: „Bis 2040 sagen die Prognosen für Bonn ein weiteres Wachstum der Einwohnerzahl um rund 20 000 Menschen auf fast 365 000 voraus. Und gleichzeitig fallen jährlich weitere öffentlich geförderte Wohnungen aus der Bindung, sodass für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen, aber mittlerweile auch für die Mittelschicht besondere Engpässe entstehen. Bei all den Widerständen gegen Nachverdichtung muss die Wohnungsbaupolitik also erklärt werden, muss vermittelt werden, dass das Wohlergehen der gesamten Stadt auch von weiterem Wohnungsbau abhängig ist.“

Weitere Informationen zur verwendeten Methodik finden Sie hier.


Rückfragen an:
Prof. Claus-C. Wiegandt
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Foto: C.-C. Wiegandt

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