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25.02.2021

Neuer UNESCO-Lehrstuhl am GIUB

Die UNESCO hat gemeinsam mit der Universität Bonn den UNESCO-Lehrstuhl für Wasser und Gesellschaft eingerichtet. Die Geographin Prof. Dr. Mariele Evers wird ihn besetzen. Damit tragen in Deutschland nun 14 UNESCO-Lehrstühle zur Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsagenda bei.

Evers_UNESCO_klein.jpgMit dem UNESCO-Lehrstuhl für Mensch-Wasser-Systeme am Geographischen Institut der Universität Bonn soll die nachhaltige Nutzung der Ressource Wasser aus inter- und transdisziplinärer Perspektive mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Beziehung zwischen Klima-, Wasser- und Ernährungsfragen sowie hydrologischer Extreme wie Dürre und Hochwasser in Südost-Asien sowie im östlichen und südlichen Afrika erforscht werden. Der neue Lehrstuhl wird von Prof. Dr. Mariele Evers geleitet, die auch dem deutschen wissenschaftlichen Beirat für die Wasserforschungsprogramme der UNESCO und der Weltorganisation für Meteorologie vorsitzt. Seit 2013 ist sie Professorin für Geographie mit dem Schwerpunkt Ökohydrologie und Wasserressourcenmanagement an der Universität Bonn.

„Die Forschung zu Mensch-Wasser-Systemen ist komplex, die inter- und transdisziplinären Zugänge sind zentral für ein besseres Verständnis und die nachhaltige Umsetzung von Wissen“, erläutert Lehrstuhlinhaberin Mariele Evers. „Jedoch mangelt es oftmals an methodischen Zugängen und der zielgerichteten Aufbereitung von Forschungsergebnissen. Genau hier wollen wir mit dem neuen Lehrstuhl ansetzen.“ Die Aktivitäten des Lehrstuhls umfassen Forschung, Lehre, Capacity Development und Generierung von entscheidungsrelevantem Wissen für und mit Praxisakteuren, die über ein Netzwerk von internationalen Kooperationen realisiert werden.
Als erste Amtshandlung hat Prof. Evers eine Vorlesung bei der Myanmar Water Academy zu Human-Water-Systems gehalten, in der Young Professionals aus Forschung, NGO und Ministerien ausgebildet werden. Hier besteht seit vielen Jahren eine enge Kooperation, die auch trotz der aktuellen politischen Unruhen aufrecht gehalten wird. Als nächstes wird ein Workshop in Ghana durchgeführt, bei dem im Rahmen des BMBF Forschungsprojekt PARADES Charakteristika und mögliche Maßnahmen zur Verringerung des dort herrschenden massiven Hochwasserrisikos zusammen mit regionalen Repräsentanten in einem transdisziplinären Ansatz in drei Fallstudiengebieten identifiziert werden. Außerdem laufen aktuell viele Aktivitäten zusammen mit dem Bonn Water Network, um gemeinsame Projekte auf den Weg zu bringen.

2017-06-30 11.23.06.jpg„Exzellente Forschung zur nachhaltigen Entwicklung weltweit ist ein zentraler Profilbereich der Universität Bonn – nicht zuletzt aufgrund unseres Standorts in der deutschen Stadt der Vereinten Nationen“, betont Rektor Prof. Dr. Dr. h. c. Michael Hoch. So fügt sich der Lehrstuhl inhaltlich in den Transdisziplinären Forschungsbereich (engl. Transdisciplinary Research Area, TRA) „Innovation und Technologie für eine nachhaltige Zukunft" ein, in dem Evers auch Mitglied ist.
„Der neue UNESCO Chair ist hierbei ein weiterer Leuchtturm, um insbesondere das wichtige Thema Wasserressourcen, das im Zeichen des Klimawandels eines der zentralen Herausforderungen des begonnenen Jahrzehnts bildet, zu stärken. Ich freue mich außerordentlich, dass mit Mariele Evers eine der international renommiertesten Kolleginnen in diesem Feld als Leiterin gewonnen werden konnte“, unterstreicht Hoch.

Das Profil des UNESCO-Lehrstuhls und geplante Aktivitäten können dem Profilpapier auf der Website der AG von Prof. Evers entnommen werden:
UNESCO-Lehrstuhl für Mensch-Wasser-Systeme / Human-Water-Systems

Foto: Sandra König
Gruppenbild: Mariele Evers
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