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Studierende des GIUB erforschen die Kontinuität kolonialer Geographien

Die deutsche Kolonialgeschichte ist nicht nur relevant durch die aktuelle Medienpräsenz des Völkermordes an den Herero und Nama durch deutsche Schutztruppen im Jahr 1904 im damaligen Deutsch-Südwestafrika. Zeichen des Kolonialismus sind an vielen Orten zu finden. Das Grab des Kommandeurs des Völkermordes, Lothar von Trotha, findet sich z.B. auf dem Poppelsdorfer Friedhof, direkt neben dem Soldatenehrenmal. In der Nähe liegt auch Carl Troll begraben, der vor seiner langjährigen Tätigkeit in Bonn in den Jahren 1930-1935 Professor für Kolonial- und Überseegeographie in Berlin war. Dessen umfangreichen Nachlass Bachelorstudierende in der Institutsbibliothek als Material für ihre Forschungsarbeiten im Projektseminars „Koloniale Geographien“ unter Leitung von Dr. Sybille Bauriedl genutzt. Die Disziplingeschichte der deutschen Geographie ist eng verbunden mit der deutschen Kolonialgeschichte. Koloniale_Geo

Im Rahmen des Seminars wurden Studienprojekte zu Ressourcen, Infrastrukturen, Kulturaustausch und Arbeitsteilung in "Deutsch-Ostafrika" und "Deutsch-Südwestafrika" während der deutschen Kolonialzeit und in postkolonialen Entwicklungsphasen bearbeitet. Teil des Projektseminars waren drei Exkursionen zur Steyler-Mission in St. Augustin mit ihrer ethnologischen Ausstellung und zudem fand eine dreitägige Exkursion nach Hamburg, der ehemaligen „Kolonialmetropole des Kaiserreiches“ statt. Mehr...

Fotos & Text: S. Bauriedl 

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