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Datum: 20.07.2020

Zwei Lehrende des Geographischen Instituts mit dem Lehrpreis der Universität Bonn 2020 ausgezeichnet

Die Universität Bonn hat auch im Jahr 2020 wieder Lehrkräfte für hervorragende Lehre beziehungsweise besondere Verdienste um die Lehre ausgezeichnet. Die Verleihung der Lehrpreise wurde durch die Prorektorin für Studium und Lehre, Prof. Dr. Karin Holm-Müller, im Argelandergarten des Rektorates vorgenommen. Mit Prof. Dr. Nadine Marquardt und Dr. Nils Thönnessen erhielten gleich zwei Lehrende des Geographischen Instituts die hohe Auszeichnung.

Die Lehrpreise der Universität Bonn werden Fakultäten übergreifend vergeben. Jede Fakultät hat ein nach der Studierendenzahl und Fakultätsgröße berechnetes Kontingent. Die Benennung der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch die Fakultäten; voraus gehen fakultätsinterne Nominierungen auf der Basis studentischer Lehrevaluationen oder durch Gremien unter wesentlicher Beteiligung der Studierenden.

Prof. Dr. Nadine Marquardt wurde vom Geographischen Institut vorgeschlagen und von der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät nominiert. Die Fachschaft Lehramt hat Herrn Dr. Nils Thönnessen vorgeschlagen und das Bonner Zentrum für Lehrerbildung hat ihn für den Lehrpreis 2020 nominiert. Beide fallen durch ein überdurchschnittlich großes Engagement für die Lehre und den Einsatz für die Studierenden auf, so dass es keine Überraschung ist, dass die Ergebnisse der Lehrevaluation äußerst positiv sind.

Für Frau Marquardt steht sicherlich die didaktische Gestaltung der Lehrveranstaltungen und Weiterentwicklung von Lehrformaten an oberster Stelle. Das Ziel ihrer Lehre ist es, Studierende sowohl auf Tätigkeiten in der universitären und außeruniversitären Forschung als auch in anderen Berufsfeldern vorzubereiten. Deswegen geht es Frau Marquardt in ihren Veranstaltungen stets vor allem darum, die Kernkompetenzen geographischen Denkens und Arbeitens zu vermitteln: d.h. sowohl die Fähigkeit, komplexe gesellschaftliche Sachverhalte zu durchdringen und kritisch zu reflektieren, wie auch robuste Methodenkenntnisse, um soziale Phänomene jenseits von Vorannahmen und weltanschaulichen Meinungen objektivieren zu können. Um ihre Lehre lebendig zu gestalten und den Studierenden vertiefte Einblicke in aktuelle sozialgeographische Arbeitsgebiete zu gewähren, legt Frau Marquardt großen Wert auf die Integration von Lehre und Forschung. Dabei legt sie nicht nur Wert auf den Einsatz „innovativer“ eTeaching-Elemente, sondern greift auch umfassend auf die bewährten Medien und „klassischen“ Instrumente universitärer Lehre zurück, um zum Nachdenken über Kernfragen der Sozialgeographie anzuregen: intensive Textlektüre und gemeinsame Diskussionen sowie rahmende Tafelbilder und kurze Lehrvorträge.

Herrn Dr. Nils Thönnessen wird von den Studierenden die Fähigkeit bescheinigt, ausgesprochen kreativ zu motivieren, einen intensiven Kontakt zu den Studierenden zu pflegen und durch konstruktive Feedbacks eine Wertschätzung für das studentische Arbeiten zu vermitteln. Seine Berufserfahrungen und innovativen Ideen für den Geographieunterricht wecken Begeisterung für das Fach, wodurch sich die Studierenden auf das Referendariat gut vorbereitet fühlen. Gerade der Übergang von der Universität zu Schule liegt ihm besonders am Herzen. So hat sich Herr Thönnessen stark dafür eingesetzt, den Gedanken das Service Learning in das forschende Lernen im Praxissemester zu integrieren. Über die AG der Fachdidaktiken und Bildungswissenschaften hat er diesen im Lehramtsstudium Geographie bewährten Ansatz auch den Kolleg*innen anderer Fächer für die Anlage ihrer Projekte forschenden Lernens im Praxissemester nahegebracht.

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Mit der Lehrpreisverleihung 2020 erhielten Lehrende der Geographie bereits zum vierten Mal in der Geschichte des Lehrpreises der Universität Bonn dies höchste Anerkennung für gute Lehre im GIUB. 2015 war Frau Prof. Dr. Mariele Evers Preisträgerin, 2017 Apl. Prof. Dr. Manfred Nutz Preisträger der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät.

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