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Datum: 25.05.2021

Untersuchungsmethode zu Mikroplastik im GIUB-Labor etabliert

Probenaufbereitung.jpgDie Belastung von Fließgewässersystemen durch Mikroplastik stellt ein zunehmendes Umweltproblem dar. Um Studierenden und Forscher*innen des GIUBs die Untersuchung von Mikroplastik in Gewässersystemen zu ermöglichen, wurde ein Analyseverfahren zur Erfassung von grobem Mikroplastik (500 µm bis 5 mm) in Gewässersedimenten im GIUB-Labor etabliert. 

Das Verfahren basiert auf einer Kombination aus Dichtetrennung von Plastikpartikeln und Sedimenten und der Identifikation der Mikroplastikpartikel mittels Digitalmikroskopie.

Das im letzten Jahr erworbene Digitalmikroskop Keyence VHX-7000 ermöglicht durch einen motorisierten Objekttisch eine automatische Aufnahme größerer Probenmengen und erleichtert damit die systematische Identifikation der Partikel. Bisher wurde die Methode in Abschlussarbeiten und im Projektseminar „Belastung von Gewässersystemen“ bei Simone Giertz genutzt. 

Im Rahmen des Projektseminars hat eine Studierendengruppe die Mikroplastikbelastung von Bachsedimenten des Bonner Hardtbachs untersucht.Digitalmikroskop.jpg  Insgesamt haben die Studierenden in ihren 13 Sedimentproben über 200 Mikroplastikpartikel gefunden, darunter v.a. Fasern aber auch Plastikbruchstücke und Folienstücke.

Die Untersuchungen zeigten, dass die Mikroplastikbelastung bachabwärts durch Akkumulation zunimmt und Zusammenhänge mit der Landnutzung erkennbar waren.

Fotos: Simone Giertz

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