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Datum: 02.05.2018

Sommerschule in Kampala, Uganda: Sustainability in the FOOD-WATER-ECOSYSTEM Nexus in Sub Saharan Africa in support of the SDG’s: Sustainable wetland use

35 WissenschaftlerInnen aus Forschungseinrichtungen und Universitäten in Subsahara Afrika, Deutschland, Niederlande und England diskutierten im Rahmen einer Sommerschule Möglichkeiten und Herausforderungen einer nachhaltigen Nutzung von Feuchtgebieten in Subsahara Afrika.

Was sind die neusten Ansätze und Erkenntnisse im Diskurs über die nachhaltige Nutzung von Feuchtgebieten? Wo sollte der Schwerpunkt zukünftiger Forschungsprojekte liegen? Wie kann das nachhaltige Management von Feuchtgebieten zur Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen beitragen?
Mit diesen und anderen Fragen beschäftigten sich junge WissenschaftlerInnen im Rahmen einer von der Volkswagenstiftung finanzierten und unter der Federführung der Geographischen Institute von Bonn und Kampala organisierten Sommerschule vom 12.-18.3.2018 in Kampala, Uganda.
Die TeilnehmerInnen kamen von Universitäten und Forschungseinrichtungen aus Algerien, Äthiopien, Benin, Deutschland, England, Kenia, Madagaskar, den Niederlanden, Nigeria, Norwegen, Südafrika, Tansania, Uganda und Zimbabwe. 
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Im Rahmen von Impulsvorträgen und Posterpräsentationen wurden aktuelle Forschungsansätze in der Feuchtgebietsforschung vorgestellt. Dabei wurden im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung von Ökosystemen sowohl Arbeiten aus der Sozialgeographie, der Ökonomie, Agronomie sowie grundlegendere Forschungsfragen aus der Hydrologie, Pedologie und Vegetationsökologie aber auch neue Ansätze der Fernerkundung vorgestellt.
Im Rahmen von drei World Cafés wurde die Rolle von Feuchtgebieten für die Umsetzung von SDG 2 (kein Hunger), 5 (sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen) und 15 (Leben an Land) kritisch betrachtet. Dabei setzten sich die TeilnehmerInnen mit relevanten Indikatoren und Fragen des Monitorings hinsichtlich der entsprechenden Entwicklungsziele, aber auch mit Synergien und Zielkonflikten im Rahmen eines nachhaltigen Managements von Feuchtgebieten auseinander. Gleichzeitig wurde die Rolle der Forschung für die Umsetzung der SDGs sowie für den Erhalt von Ökosystemen reflektiert und über eine bessere Kommunikation und Umsetzung von Forschungsergebnissen diskutiert.

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Abgerundet wurden die theoretischen Diskussionen durch eine Exkursion und einen Feldarbeitstag. Dabei wurden zwei unterschiedliche Arten von Feuchtgebieten näher betrachtet: ein kleines Talbodenfeuchtgebiet im Großraum Kampala und eine mesoskalige Überschwemmungsebene im Nordosten Ugandas bei Mbale. Im Rahmen der Exkursion ins Talbodenfeuchtgebiet in Namulonge wurden die Feldversuche des GlobE-Wetlands in East Africa Projektes vorgestellt, sodass die Teilnehmer_innen einen tiefen Einblick in ein laufendes Forschungsprojekt bekamen. In der Überschwemmungsebene bei Mbale hingegen lag der Fokus auf eigenständiger Feldarbeit. Während der vorausgegangenen Tage erarbeiteten die TeilnehmerInnen Forschungsfragen für Untersuchungen, während derer sie sich mit charakteristischen Prozessen und Herausforderungen des Feuchtgebietes beschäftigten.
Die Sommerschule bot neben einschlägigen Vorträgen auch vielfältige Möglichkeiten zum interdisziplinären Austausch, sodass diverse Ideen für zukünftige Zusammenarbeit entstanden.
 
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Die Sommerschule wurde von Dr. Constanze Leemhuis, Geofrey Gabiri und Prof. Dr. Diekkrüger (Geographisches Institut Bonn) in Kooperation mit PD Dr. Yazidhi Bamutaze vom Geographischen Institut der Makerere University in Kampala organisiert. Vom Geographischen Institut nahmen zudem Dr. Konrad Hentze, Britta Höllermann, Kristian Näschen, Claudia Schepp und Stefanie Steinbach teil.
 
Foto 1: Mukasa Hamuza
Foto 2: Sander Zwart
Foto 3: Kristian Näschen
Foto 4: Kristian Näschen
Foto 5: Kristian Näschen
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