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Datum: 03.09.2019

Sommerschule des SFB-TRR 228 „Future Rural Africa“ in Kenia

summerschool-1In einem Sonderforschungsbereich promovieren zu dürfen hat viele Vorteile. Eines davon sind die regelmäßigen Sommer- (oder Winter-)Schulen, bei denen die Promovierenden für Spezialkurse und Arbeitsgruppen zusammenkommen. Vom 29. Juli bis 2. August 2019 veranstaltete der am GIUB beheimatete Sonderforschungsbereich seine diesjährige Sommerschule in Kenia. Neben 15 Promovierenden und Postdocs aus Bonn und Köln nahmen auch noch einmal ebenso viele Doktorandinnen und Doktoranden von afrikanischen Partneruniversitäten des SFB an der Veranstaltung teil.
Die Eröffnungsveranstaltung fand in den Räumlichkeiten des British Institute in East Africa in Nairobi statt, wo auch die interessierte Öffentlichkeit Einblicke in die SFB-Arbeit nehmen konnte. Das Rahmenthema lautete „Exploring socio-ecological transformation through the lens of Future Studies“. Diese Thematik wurde durch eine von Dr. Christiane Stephan (GIUB) moderierte Podiumsdiskussion eingeführt, an der sich neben Prof. Christian Borgemeister (ZEF Bonn) auch Dr. Alice Kaudia, eine ehemalige Staatssekretärin aus dem kenianischen Umweltministerium, und Dr. Eric Kioko, Ethnologe an der Kenyatta University, beteiligten. summerschool-2 Nach einem gemeinsamen Mittagessen im Garten des Instituts erfolgte der Transfer der Gruppe in ein Tagungszentrum in Naivasha im kenianischen Rift Valley ungefähr zwei Fahrstunden nordwestlich von Nairobi.
Die Abgeschiedenheit des eindrucksvoll auf einer Klippe oberhalb des Naivasha-Sees gelegenen Tagungshotels bot eine ideale Umgebung, um sich in den nachfolgenden vier Tagen auf die Verknüpfung von Theoriedebatten und empirischer Forschung zu konzentrieren. Grundlage waren die frischen Forschungserfahrungen der Doktorandinnen und Doktoranden, die gerade mitten in ihrer Feldarbeit in verschiedenen Landesteilen von Kenia und Tansania stecken. Es wurde in einem Wechsel von Vorträgen, Textdiskussionen und Kleingruppentreffen intensiv daran gearbeitet, die empirischen Erfahrungen der Beteiligten im Zusammenhang mit ausgewählten theoretischen Ansätzen zu diskutieren. Zentral war dabei das Konzept der „Politics of anticipation“, das durch einen Vortrag von Prof. Detlef Müller-Mahn eingeführt und mit Fallstudien der Projektpartner Prof. Kennedy Mkutu und Eric Kioko aus Nairobi illustriert wurde. Weitere Vorträge von kenianischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern lieferten fachliche Inputs zum Forschungsstand in der sozial-ökologischen Forschung. Besonders anschaulich wurde das Thema dann noch einmal am letzten Tag behandelt. Bei einer geführten Wanderung durch den Hell´s Gate Nationalpark konnten alle Beteiligten der Sommerschule erproben, wie schwindelfrei und trittsicher sie sind.

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Mehr Informationen über den Sonderforschungsbereich finden sich auf www.futureruralafrica.de
 

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