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Datum: 04.09.2018

Prof. Dr. Schenk hält Rede auf "Rein-Fest" in Shiramine, Japan zum 100. Todestag von Prof. Rein

Anlässlich des 100. Todestages von Herrn Prof. Justus Rein lud die "Dr. Rein Honoring Society" Herrn Prof. Dr. Winfried Schenk nach Japan ein. Das sogenannte Rein-Fest fand am 28.08.2018 in der Stadt Shiramine statt, die heute administrativ zu der Stadt Hakusan gehört. IMG_20180827_095005.jpgHerr Prof. Dr. Schenk hielt eine Rede vor dem Denkmal zur Erinnerung an Prof. Rein, der den Lehrstuhl am Geographischen Institut der Universität Bonn von 1883 bis 1910 ausführte. Ihm wird unter anderem die Einführung der Bezeichnung „Geographisches Institut“ zugeschrieben. Am Tag zuvor hielt Prof. Dr. Schenk im Rathaus von Hakusan einen Vortrag mit dem Titel "Zur Wiederentdeckung von Johannes Justus Rein in der deutschen Geographie" vor etwa 80 Zuhörern.


Während Rein in Deutschland kaum mehr rezipiert wird, da sein methodischer Zugang ein eher lexikalischer war, ist er in Japan noch recht bekannt. Prof. Rein hatte in Shiramine nach der zwangsweisen Öffnung Japans nach 1854 die ersten Fossilien in Japan bestimmt und erstmals die chemische Zusammensetzung des Wassers der dortigen Quellen, die für Bäder (Onsen) genutzt werden, untersucht. Er hat u.a. in der Region um den "Heiligen Berg Hakusan" das Handwerk und die Sozial- und Siedlungsstruktur dieser Gegend beschrieben. Dies ging in die beiden Bände seiner Landeskunde „Japan nach Reisen und Studien“, die 1881 („Natur und Volk des Mikadoreichs“; 1905 in zweiter Auflage) und 1886 („Das japanische Volk“) erschienen, ein. Die beiden Werke gelten als erste wissenschaftliche Landeskunde von Japan. Sie wurden auf der Basis seiner Forschungsreisen nach Japan in den Jahren 1873 bis 1875 verfasst. Reins Reisen nach Japan erfolgten im Auftrag der preußischen Regierung, die besonders an Kenntnissen zum japanischen Kunsthandwerk interessiert war, vor allem zur Herstellung von Lacken. Zudem besuchten japanische Geographen Prof. Rein in Bonn, woraus Professoren für Geographie in Japan hervorgingen.

Foto: S. Kusune
 

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