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Datum: 21.12.2021

Prof. Mariele Evers spricht im Auswärtigen Amt zu Klimawandel und Wasser

Das Auswärtige Amt hat das FORUM WASSERDIPLOMATIE ins Leben gerufen, um der wichtigen Bedeutung des Themas Wasser für die Außen- und Sicherheitspolitik Rechnung zu tragen.

Prof. Dr. Mariele Evers_Foto-Sandra Koenig.jpgDie erste Veranstaltung in dieser Reihe fand am 10. Dezember 2021 in Form einer Onlineveranstaltung statt. An der Veranstaltung nahmen über 70 Gäste aus unterschiedlichen Referaten des AA sowie Ländervertretungen aus allen Kontinenten teil.  Im Rahmen dieser Auftaktveranstaltung skizzierte Frau Prof. Dr. Mariele Evers, Professorin für Ökohydrologie und Wasserressourcenmanagement am Geographischen Institut und Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats des deutschen Nationalkomitees des International Hydrological Programme der UNESCO, in ihrem Vortrag wesentliche Auswirkungen des globalen Klimawandels sowie sich verändernder Nutzungsbedingungen auf den Wasserkreislauf und Veränderungen hinsichtlich der Verfügbarkeit von Süßwasserressourcen. Prof. Evers verdeutlichte, dass Wassermangel in zahlreichen Regionen bereits alltäglich ist und auch Starkregenereignisse sowie Dürren zunehmen. Darüber hinaus spielten Wasserressourcen eine wachsende Bedeutung als regenerative Energiequelle (Gewinnung von Energie durch Wasserkraft), was jedoch oft mit ökologischen, sozialen und auch politischen Risiken verbunden sei. Beide Entwicklungen verstärkten den Druck auf Wasserressourcen und könnten, abhängig von weiteren Faktoren wie institutionellen Kapazitäten, Konflikte zwischen Nutzergruppen innerhalb sowie zwischen Staaten schüren.

Zur steigenden Bedeutung von Wasser aus sicherheitspolitischer Sicht referierte anschließend Dr. Hinrich Thölken, Beauftragter für Energie, Klima und digitale Transformation im AA. Herr Thölken betonte, dass die Bedeutung des Themas Wasser in der Außenpolitik weiterhin unterschätzt bleibe. Dies sei mit Blick auf die bestehende Klimakrise, welches sich hauptsächlich über den Wasserkreislauf manifestiere und immenses Konfliktpotential berge, nicht gerechtfertigt. Für das AA seien Wasserressourcen daher ein wichtiges Thema im Kontext des Klima- und Sicherheitsnexus. Deutschland sei daher bereits seit dem Jahr 2007 im Bereich der Wasserdiplomatie tätig, insbesondere am Nil sowie in Zentralasien (Green Central Asia).

Für das erste Quartal 2022 ist eine Folgeveranstaltung des Forums Wasserdiplomatie geplant, an dem sich Frau Evers wieder beteiligen wird.

Foto: Sandra Koenig

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