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Datum: 07.11.2019

PD Dr. Olena Dubovyk übernimmt Vertretungsprofessur in der Fernerkundung

Foto_27.jpgOlena Dubovyk ist seit Oktober 2019 Vertretungsprofessorin für Fernerkundung am Geographischen Institut der Universität Bonn für zwei Jahre. Sie befasst sich in ihrer Forschung mit der Entwicklung und Anwendung von Fernerkundungsmethoden, um Umweltveränderungen in Bezug auf Landsysteme unter ökologischen und sozioökonomischen Belastungen auf verschiedenen räumlichen und zeitlichen Ebenen besser zu verstehen. Im weitesten Sinne konzentriert sie sich auf die Lösung von Fragen im Zusammenhang mit dem ökologischen und regionalen bis globalen Wandel, wie Bodendegradation, Entwaldung, Ertragsreduzierung und Dürrerisikominderung. Dies erfordert sowohl eine ausgeprägte Methodenkompetenz in der Fernerkundung und räumlichen Analyse, als auch ein Verständnis für das zu lösende geographische Problem. Die geographischen Gebiete, in denen sie gearbeitet hat, befinden sich hauptsächlich in den postsowjetischen Gebieten Zentralasiens, Afrikas und Europas, wobei der Schwerpunkt in jüngerer Zeit auch auf der Analyse auf globaler Ebene liegt. Die Prozesse globaler und regionaler Landnutzungs- und Landbedeckungsänderungen (LULC) und ihre Auswirkungen auf die Bereitstellung lokaler und regionaler Ökosystemdienstleistungen, wie z. B. Biodiversität, sind für ihre Forschungsfragen von Bedeutung.
Die Anwendung raumbezogener Informationen und Erdbeobachtung zur Unterstützung internationaler Abkommen stellt einen weiteren Schwerpunkt ihrer Forschung dar. Derartige Analysen sind auch im Rahmen internationaler Abkommen erforderlich, beispielsweise im Rahmen der Agenda für nachhaltige Entwicklung (SDG) zur Quantifizierung von SDG-Indikatoren, der UNCCD (Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung) oder des Sendai-Rahmenprogramms zur Reduzierung des Katastrophenrisikos.


Olena Dubovyk, geboren 1986 in Kiew (Ukraine), studierte den B.Sc. in Physischer Geographie sowie den M.Sc. in Humangeographie (mit der Spezialisierung auf Tourismus) in Taras an der Schevechenko National Universität Kiew. Anschließend studierte sie den Erasmus Mundus Joint Master of Science „Geo-Information Science and Earth Observation for Environmental Modelling and Management“ an der Universität Twente (Niederlande), University Lund (Schweden) und der Universität Southampton (Großbritannien).


Frau Dubovyk arbeitet seit 2010 an der Universität Bonn. 2013 promovierte sie am Geographischen Institut (GIUB) und Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn mit einer Arbeit zum Thema „Remote Sensing based assessment of degraded irrigated croplands and analysis of alternative sustainable use of the degraded cropland in the Aral Sea Basin of Uzbekistan“. Von 2013 bis 2014 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Nutzpflanzenwissenschaften und Ressourcenschutz (INRES) der Universität Bonn. Von Januar 2015 bis Oktober 2019 war sie als wissenschaftliche Koordinatorin am Zentrum für Fernerkundung der Landoberfläche (ZFL) der Universität Bonn beschäftigt. Der Schwerpunkt ihrer Habilitationsschrift (2018) lag auf dem Thema “Fernerkundung und Landdegradation“.

Foto: O. Dubovyk

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