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Datum: 07.06.2021

Forschung zur Online Lehre: das Forschungsprojekt “Open Education Resources (OER)” in der Hydrologie

Nicht nur online lehren, sondern auch zur Online-Lehre forschen, das hat sich die Arbeitsgruppe Ökohydrologie und Wasserressourcenmanagement des GIUB mit dem Projekt HydroOER unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Evers, Inhaberin des UNESCO Chairs Human-Water-Systems, zur Aufgabe gemacht.

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CC-BY 3.0, Jonathas Mello

Hinter dem von der UNESCO geprägten Begriff OER („Open Education Resources“) stehen Bildungsmaterialien, die mit einer offenen Lizenz versehen und mit geringfügigen Einschränkungen zur kostenlosen Nutzung, Bearbeitung und Weiterverbreitung zur Verfügung gestellt werden.

Ziel des Projektes ist es demnach, gemeinsam mit den Verbundpartnern der RWTH Aachen und der FH Aachen zwei Kurse aus dem Bereich der Hydrologie und Wasserwirtschaft mit einer offenen Lizenz zur Verfügung zu stellen: Einen deutschsprachigen OER-Kurs zu “Grundlagen der Hydrologie” für Bachelormodule und einen englischsprachigen OER-Kurs zu “Flood Risk Management”.

Außerdem sollen Suchstrategien bzw. Suchmöglichkeiten zur Identifikation von geeigneten OER Inhalten ausgearbeitet werden, um den Einbau dieser in eigene Lehr-/Lernsettings zu ermöglichen. Im ersten Schritt wird in diesem Rahmen das bestehende Lehrmaterial der Arbeitsgruppe Ökohydrologie und Wasserressourcenmanagement rechtlich geprüft und inhaltlich sowie technisch erweitert, um es frei zugänglich in neuen Online-Modulen zu veröffentlichen.

Online-Lehre war in den vergangenen Semestern nicht nur am Geographischen Institut der Universität Bonn ein wichtiges Thema, um den regulären Studienverlauf zu gewährleisten. In den vergangenen Monaten hat sich gezeigt, dass mit Hilfe der Online-Lehre ein zuverlässiger Lehrbetrieb möglich ist. Gleichzeitig wurde deutlich, dass ein großes, ungenutztes Potential besteht, was Inhalte, Didaktik und Technik der Online-Lehre und den offenen Austausch von Online-Lehrmaterialien angeht.

Um dieses Potential auszuschöpfen und digitale Lehr- und Lerninhalte attraktiver zu gestalten sowie offen zur Verfügung zu stellen, hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen schon 2019 den Weg für ein landesweites Onlineportal geebnet. Um das Onlineportal mit Leben zu füllen, wird im dazugehörigen Förderprogramm „OERContent.nrw“ die hochschulübergreifende Produktion von modular konzipierten und kombinierbaren digitalen Lehr- und Lernangeboten sowie -kursen gefördert, die nach den Vorgaben des OER erstellt werden.

Die Verantwortlichkeit des Projektes HydroOER liegt bei Herrn Prof. Dr.-Ing. Heribert Nacken, der an der RWTH Aachen das Lehr- und Forschungsgebiet Ingenieurhydrologie leitet und den UNESCO Lehrstuhl für Hydrologischen Wandel und Wasserressourcen-Management innehat. Weitere Kooperationspartner sind Herr PD Dr. phil. Malte Persike als Wissenschaftlicher Leiter des Center für Lehr- und Lernservices (CLS) der RWTH Aachen und Prof. Dr.-Ing. Jörg Höttges im Lehrgebiet Wasserwirtschaft und Bauinformatik der FH Aachen University of Applied Science.

Gefördert wird das auf zwei Jahre angelegte Vorhaben vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen der landesweiten Digitalisierungsoffensive, die hochschulübergreifende Lehr- und Lernmaterialien für das Landesportal DH-NRW fördert.

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