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Datum: 24.03.2021

ERASMUS Teaching Mobility in Island – eine Auszeit von Corona im März 2021

von Britta Klagge

Als Ende Februar die ersten Meldungen über mittelstarke Erdbeben in Island nach Deutschland kamen, stand mein ERASMUS-Aufenthalt doch noch auf der Kippe. Alter_Leuchtturm_Landspitze_Garður.jpgWährend ich die Wochen zuvor immer wieder besorgt die dortigen – extrem niedrigen – Corona-Inzidenzen auf mögliche Anstiege geprüft hatte, sollte nun die Seismik und nicht Corona die lang ersehnte Reise gefährden? Nach einem negativen Corona-Test in Deutschland und zwei weiteren vor Ort, dazwischen eine fünftägige Quarantäne in einem Cottage in der isländischen Lavalandschaft, konnte ich dann zum Glück doch meinen ERASMUS-Aufenthalt an der University of Iceland in Reykjavík antreten.

An der Uni wurde ich als erste Besucherin nach langer Zeit sehr herzlich empfangen und absolvierte neben meiner Lehre einen hybriden Gastvortrag mit mehr als 60 – allerdings überwiegend digitalen – Teilnehmer*innen zu dem in Island aktuell kontrovers verhandelten Thema Windenergie. Es war schön, wieder in persönlichem Kontakt mit Kolleg*innen und Studierenden zu arbeiten und zu diskutieren, obwohl auch in Island Einschränkungen und Distanzregeln gelten (siehe Hörsaal-Foto). Isländische_Studierende_im_Corona-gesicherte n_Horsaal.jpg

Angesichts von 14-Tages-Inzidenzen unter 10 war das Leben dort jedoch viel lockerer als in den vergangenen Monaten in Deutschland und erlaubte sogar Museums-, Restaurant- und Konzertbesuche. Besonders genossen habe ich außerdem die Zeit in den zahlreich vorhandenen – und ganzjährig geöffneten – Freibädern, die aufgrund der reichlich vorhandenen geothermischen Wärme mit 28 Grad Wassertemperatur in den großen Becken lockten. Dazu gehören außerdem immer mehrere kleinere Hot Pools mit deutlich heißerem Wasser, die der Entspannung und Kommunikation dienen.
Meine Kontaktpartner*innen an der Uni, die Geographie-Professor*innen Benjamin Hennig, Karl Benediktsson und Magnfríður Júlíusdóttir vermittelten mir einen umfassenden Einblick in ihr Institut und die Bachelor- und Master-Studiengänge. Diese decken das volle Spektrum der Geographie ab und weisen Schwerpunkte in den Bereichen Tourismus, Umweltforschung und Biogeographie auf. Für Bonner Studierende stellen sie damit eine gute und empfehlenswerte Ergänzung zu unserem Angebot am GIUB dar. Hinzu kommt ein – nicht nur in Corona-Zeiten – schönes Land mit vielen spannenden Facetten, zu denen neben einer außergewöhnlichen Natur mit Vulkanen und Erdbeben (Stichwort aus der physischen Geographie: Mittelatlantischer Rücken) auch sehr nette Leute und eine lebendige Kulturszene gehören.

Fotos: Britta Klagge

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