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Datum: 11.02.2020

Die SPEAR Initiative – Zwischenbilanz nach einem Jahr

Im Januar 2019 starteten am ZFL die Arbeiten zu SPEAR („Space based Earth observation Applications for Emergency Response and Disaster Risk Reduction”), welches gemeinsam mit dem UN Platform Space-based Information for Disaster Management and Emergency Response (UN-SPIDER) -Büro Bonn umgesetzt wird. Das Projekt ist zunächst auf 5 Jahre begrenzt, soll jedoch voraussichtlich als längerfristige Initiative fortgeführt werden. Gefördert wird es durch das Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Das Projekt dient der Unterstützung des UN-SPIDER Programms (http://www.un-spider.org/), dessen Kerntätigkeiten in den Bereichen Wissensmanagement, Vernetzung und technische Beratung hinsichtlich der Nutzung von Satellitentechnologie zur Unterstützung von Risiko- und Katastrophenmanagement, angesiedelt sind. Wichtige Komponenten sind das Ausrichten technischer Beratungsmissionen, speziell in Entwicklungsländern, sowie das Organisieren regelmäßiger Expertentreffen und Konferenzen im Disaster- und Risikobereich. Das SPEAR Projekt, welches durch das ZFL koordiniert wird, unterstützt diese Aktivitäten mit einem regionalen Fokus auf Afrika. Weitere Kerntätigkeiten im Projekt sind das Testen, Anwenden und Entwickeln von Erdbeobachtungsmethoden auf nationaler Ebene insbesondere in Bezug auf Disaster Management Aktivitäten, welche durch die wissenschaftliche Begleitung und Unterstützung von Missionen und Expertentreffen in Afrika vertieft und verbessert werden. Zudem ist es für die Mitorganisation von UN-SPIDER Veranstaltungen, sowie die Weiterentwicklung des UN-SPIDER Knowledge Portals gemeinsam mit dem Büro in Bonn zuständig.

Letztes Jahr (2019) fanden in diesem Rahmen zwei technische Beratungsmissionen statt. An einer Mission nach Kamerun vom 14.-19. Juli beteiligten sich drei Mitarbeiter des UN-SPIDER Programms sowie ein Experte aus Nigeria. Treffen mit mehreren Ministerien und Behörden in Kamerun dienten dazu, die stärkere Einbindung satellitenbasierter Informationen in das nationale Katastrophen- und Risikomanagement voranzutreiben. Außerdem wurde ein zweitätiger Workshop zum Thema „Emergency Operation Centers“ abgehalten. An einer weiteren Mission vom 26.-30. August nach Äthiopien nahm neben zwei UN-SPIDER Mitarbeitern auch Dr. Valerie Graw vom ZFL teil. Die Mission fand auf Nachfrage des Äthiopischen Instituts für Weltraumforschung und Technologie (ESSTI) statt. Neben einem Training-Element, trafen sich insgesamt 35 Experten in einem eintägigen Workshop zum Themenkomplex Dürre-Vorhersage und -Frühwarnung. Zusätzlich wurden Treffen mit Katastrophenmanagementbehörden und -institutionen, sowie mit der African Union (AU) in Addis Abeba durchgeführt. Zu beiden Mission trug das ZFL auch durch die Entwicklung und Bereitstellung von Risikoanalysen und Kartenprodukten bei, die basierend auf frei zugänglichen Satellitendaten aus dem europäischen COPERNICUS Programm generiert wurden.

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Eindrücke von der UN-SPIDER Bonn International Conference "Space-based Solutions for Disaster Management in Africa: Challenges, Applications, Partnerships". Quelle: DLR

Vom 6.-8. November 2019 fand die UN-SPIDER Bonn International Conference „Space-based Solutions for Disaster Management in Africa: Challenges, Applications, Partnerships“ mit rund 100 internationalen Teilnehmern am UN Campus Bonn statt. Das ZFL fungierte als Co-Organisator und unterstützte die Konferenz sowohl organisatorisch als auch inhaltlich. Valerie Graw und Adrian Strauch leiteten außerdem zwei der wissenschaftlichen Konferenz-Sessions als Session Chairs und Prof. Klaus Greve hielt eine Keynote Präsentation am Eröffnungstag der Konferenz. Außerdem wurden mehrere der Hands-on Trainingssessions am zweiten Tag durch das ZFL geleitet und unterstützt.

Für die kommenden Jahre sind ähnliche Veranstaltungen geplant und auch auf wissenschaftlicher Ebene wird das SPEAR Programm in den Bereichen der Erdbeobachtungsmethodenentwicklung sowie hinsichtlich der Weiterentwicklung des UN-SPIDER Knowledge-Portal vielfältige Beiträge leisten. Ansprechpartner zum SPEAR Projekt sind die wissenschaftlichen Koordinatoren des ZFL, Dr. Valerie Graw ([Email protection active, please enable JavaScript.]) und Adrian Strauch ([Email protection active, please enable JavaScript.]), sowie Prof. Klaus Greve, der Sprecher des Projekts ([Email protection active, please enable JavaScript.]).

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