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Datum: 08.06.2018

Bonner Geographie beim CHE-Ranking 2018 weit vorne

Das neue CHE-Hochschulranking 2018 bescheinigt der Bonner Geographie einen sehr guten Ruf. Aus einer Reihe von 40 Geographischen Instituten belegt das GIUB bundesweit vorderste Plätze bei den meisten Kriterien. Die Aussagekraft eines Rangplatzes wird immer wieder kritisch diskutiert, deshalb ist eine differenzierte Betrachtung notwendig.

GIUB 2015-BFC_2680_a.jpgBesonders positiv fällt das GIUB bei den Themen rund um die Ausbildung auf. Die Bonner Geographie erreicht bei dem Thema der Studiensituation im engeren Sinne bundesweit Platz zwei hinter Erlangen/Nürnberg, und der spezielle Praxisbezug in der Ausbildung belegt sogar den ersten Rang. Ebenfalls auf Platz zwei (hinter FU Berlin) landet Bonn bei den Kriterien der internationalen Ausrichtung. Diese guten Rangplätze zeigen deutlich auf, dass die Anstrengungen in der Lehrplanung, das Engagement der Lehrenden, der Einsatz von Lehrbeauftragten aus der Praxis und die Ausrichtung der Berufs- und Praktikumsbörse sowie des Internationalen Tages und die Ausweitung der internationalen Kooperationen Früchte tragen.

GIUB 2015-BFC_2790_a.jpgDas Studierendenurteil des CHE-Rankings brachte zu den Aspekten der Ausstattung im GIUB den dritten Rang ein. Im Detail zeigt sich, dass insbesondere die bereits identifizierten Defizite in der IT-Ausstattung (C-Pool) das ansonsten recht positive Bild (Bibliotheksausstattung) etwas beeinträchtigen.
 
Weitaus schwieriger als Ausstattungsmerkmale zu messen, ist der komplexe Bereich der Forschung. In der Summe nimmt das GIUB hier den Rangplatz 11 für die bewerteten Aspekte ein, hinter Würzburg und Aachen. Es fällt auf, dass die quantitativen und generalisierten Kriterien wie z.B. Forschungsgelder oder Veröffentlichungen ungünstiger ausfallen als die von Fachkollegen eingestufte Forschungsreputation. Bei dieser hält sich Bonn auch in der Spitzengruppe auf. Allein die jüngste erfolgreiche Einwerbung eines Sonderforschungsbereiches wird die künftige Platzierung des GIUBs deutlich positiv beeinflussen.

Überraschend, aber erklärbar ist der Platz 26 in der Gruppe Studienergebnis. Dieser Rang sollte jedoch nicht allzu sehr beunruhigen. Die Studiendauer in Relation zur Regelstudienzeit ist in Bonn zweifelsfrei überdurchschnittlich. Begründung hierfür ist unter anderem, dass die Studierenden zu einem Auslandsjahr ermuntert werden und ebenso zu praktischen Erfahrungen durch Berufspraktika. Das verlängert die Studienzeit zweifelsfrei, dient aber auch dem Erwerb wichtiger Kompetenzen im Geographiestudium. Dieser Aspekt wird sehr positiv bewertet, wie Rangplatz eins beim Thema Arbeitsmarkt- und Berufsbezug belegt.
 
Fotos: Barbara Frommann/Uni Bonn
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