Sie sind hier: Startseite Pressemitteilungen Aktionstag zu Barrierefreiheit im Geographischen Institut: Spannende Aktivitäten und Erkenntnisse
Datum: 15.01.2019

Aktionstag zu Barrierefreiheit im Geographischen Institut: Spannende Aktivitäten und Erkenntnisse

Foto_bearbeitet_Pauk.PNG Am 6. Dezember 2018 fand am Geographischen Institut (GIUB) der Aktionstag „GIUB barrierefrei?!“ statt, der erste Aktionstag dieser Art an der Bonner Universität. Eröffnet wurde die Veranstaltung am „Büdchen“ vor dem Institut durch Prof.  Britta Klagge, stellv. Geschäftsführende Direktorin des GIUB, und Prof. Klaus Sandmann, Prorektor für Hochschulplanung und Chancengleichheit. „Eigentlich sollte heute die Sonne scheinen“, so Herr Sandmann, „Teilhabe an Bildung ist zentrale Aufgabe der Universität und damit von uns allen. Ich bin den Kolleginnen und Kollegen wie den Studentinnen und Studenten sehr dankbar, dass sie sich mit dem Aktionstag zu Barrierefreiheit konstruktiv für dieses spannende und lohnende Thema einsetzen. Sicherlich hat Barrierefreiheit viel mit baulichen Herausforderungen zu tun, aber ebenso mit unserer Haltung. Ich wünsche mir, dass wir uns alle gemeinsam auf diesen bereichernden Weg begeben.“

Ein großes Zelt vor dem Gebäude lud BesucherInnen dazu ein, selbst zu erleben, auf welche Barrieren Menschen mit körperlicher Einschränkung im GIUB und im Umfeld stoßen. Hierzu wurden Utensilien wie Altersanzüge, Rollstühle, Gehhilfen, Sehbehinderungsbrillen und Langstöcke zur Verfügung gestellt. Versehen mit verschiedenen Aufgabenstellungen versuchten die zahlreich teilnehmenden Studierenden und Gäste Problemstellen innerhalb des Institutsgebäudes zu identifizieren und vorhandene Barrieren zu erkennen.

GIUB_barrierefrei_II_BK.jpg        GIUB_barrierefrei_III_BK.jpg

Ziel des Aktionstages war es, „Bewusstsein für die Herausforderungen von mobilitätseingeschränkten Menschen zu schaffen und exemplarisch auf das Problem der Barrierefreiheit in einem Altbau der Uni Bonn hinzuweisen“, so Prof. Klagge. Konkret sollten die im GIUB vorhandenen Barrieren erkundet und damit Anstöße gegeben werden, das Geographische Institut zukünftig offen und für jeden zugänglich zu gestalten. Auf Lageplänen des Gebäudes konnten daher die Teilnehmenden die selbst erfahrenen Barrieren eintragen. Besonders auffällig waren die häufig aufgezeigten Problemstellen im Erdgeschoss sowie der allgemeine Zugang zum Gebäude, der sich trotz vorhandenem Aufzug schwierig gestaltet.

Neben dem Mitmach- und Erfahrungsangebot wurden einige Kurzfilme zum Thema Barrierefreiheit und Studieren mit Behinderung gezeigt. Außerdem hielt Frau Marion Becker, Beauftragte für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung, als Gastreferentin zwei gut besuchte Vorträge zur Situation an der Universität Bonn.

Das Resümee des Aktionstages fällt durchweg positiv aus. Eine Vielzahl an Studierenden und weiteren Personen nutzten das Angebot und lieferten Erkenntnisse zur behindertengerechte(re)n Gestaltung des Geographischen Institutes. Und: "Diese tolle Aktionsidee und die rege Beteiligung leisten einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung für die spezifische Situation der Studierenden mit Handicap, und es wäre sehr erfreulich, wenn sich auch weitere Bereiche hiervon inspirieren lassen würden“, so Frau Becker.

An der Organisation waren neben den beiden Initiatorinnen Prof. Britta Klagge und Prof. Nadine Marquardt weitere Mitglieder der Wirtschafts- und Sozialgeographie sowie insbesondere der Fachschaftsrat Geographie beteiligt. Unterstützung kam außerdem von der Schwerbehindertenvertretung der Uni Bonn, Frau Sippel und Frau Hitschler, der Beauftragten für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung, Frau Becker sowie vom Blinden- und Sehbehindertenverband (BSV) Bonn, der mit Frau Karpe sogar eine Vertreterin entsandt hatte, die den Gebrauch der Blindenstöcke erläuterte. Allen Beteiligten und UnterstützerInnen sei an dieser Stelle sehr herzlich gedankt!

Foto 1: F. Pauk

Fotos 2 und 3: Prof. B. Klagge

Artikelaktionen