Messkonzept des Geographischen Institutes

Auf dem Gelände des Gut Frankenforst wurden seit 1999 verschiedene physisch-geographische Messstationen der Teilbereiche Klima, Hydrologie, Geomorphologie, Boden und Vegetation eingerichtet. Die hydrologischen und klimatologischen Messgeräte (Abflusspegel, Bodenwasserstation, Klimastationen) erfassen die verschiedenen Parameter kontinuierlich in einer hohen zeitlichen Auflösung. An den weiteren Messpunkten (Erosionsmessanlage, Bodenprofile, Vegetationsplots) werden nur bei Bedarf Messungen oder Aufnahmen durchgeführt. Die Messdaten werden sowohl in den Geländepraktika, als auch in Diplom- und Doktorarbeiten verwendet.


Übersicht der durchgeführten Messungen


Durchgeführte Messungen Standorte Messrhythmus
Klimatologie
2 voll ausgestattette Campbell Klimastationen

3 mobile Logger in Wetterhütten

Wald und Wiese

Trockental, Acker (Auf dem Scheid), Forstbach
10-min., ganzjährig

10-min., April-Oktober
Hydrologie 1 Thompson-Wehr mit Multiparametersonde
 (Wasserstand, elektr. Leitfähigkeit, Temperatur)

1 Schwimmerpegel im Forstbach

Wöchentliche Wasserprobennahme zur Anlayse der Wasserqualität

Hydraulischer Versuchskanal

Eichenbach



Forstbach


Eichen- und Forstbach


Hühnerstall
10-min., ganzjährig


10-min., ganzjährig


wöchentlich



bei Bedarf
Geomorphologie
Erosionsparzelle (derzeit stillgelegt)
Acker "Am Melkstall"
bei Bedarf
Böden
3 offene Profilgruben

Transekt mit 5 offenen Profilgruben
Wiese

Trockental
bei Bedarf

bei Bedarf
Vegetation
4 markierte Vegetations-Plots mit erfassten Arten
Trockental
bei Bedarf

Die erfassten Daten können unter dem Menüpunkt Daten Download heruntergeladen werden. Die Karte gibt einen Überblick über die vorhandenen Messstationen.
luftbild


Klima:klima

Auf dem Gut befinden sich zwei Campbell-Klimastationen, die an zwei geländeklimatologisch unterschiedlichen Standorten installiert sind: auf einer Wiese östlich des Betriebsgeländes des Gutes und auf einer Lichtung in einem Buchenwald. Es werden an beiden Stationen die folgende Parameter gemessen: Luftfeuchte, Lufttemperatur, Windrichtung und Windgeschwindigkeit (in 30cm, 2m, 4m und 8m Höhe), Niederschlag, Luftdruck (nur Station Wiese), Bodenwärmestrom, Bodentemperatur, Strahlungsbilanz, Global- und Reflexstrahlung. Die Messdaten werden über den Datalogger in einem 10min. Intervall gespeichert und zusätzlich über eine Funkverbindung an einen Rechner übertragen. Die aktuellen Messwerte sind hier dargestellt. Alle 14 Tage werden die Daten ausgelesen und hier zur Verfügung gestellt. Es befinden sich weitere Klimahütten auf dem Gelände, wo bei Geländepraktika nach Bedarf Messgeräte untergebracht werden können.


Geomorphologie und Böden:

Über das Gelände sind diverse Aufschlüsse verteilt, an denen bodenkundliche Erhebungen durchgeführt werden können. Eine kleine Catena verläuft nordöstlich des Gutsgebäudes bis zum Forstbach (Parabraunerde, Pararendzina, Kolluvium). In der Nähe des Messwehrs am Eichenbach befindet sich ein Gley. Des Weiteren wurde v.a. für Geländepraktika eine Catena mit fünf Profilen im Trockental angelegt.

Die Erosionsanlage am Melkstall wurde 2008 stillgelegt, kann jedoch bei Bedarf jederzeit wieder aktiviert werden. Die Bodenerosionsanlage "Auf dem Scheid" wurde im Frühjahr 2009 komplett zurückgebaut.


Hydrologie:

Das Gebiet des Gut Frankenforst wird durch den Eichen- und den Forstbach entwässert. Die beiden Bäche fließen am nordöstlichen Rand des Geländes zusammen. Hinter dem Zusammenfluss wurde ein Wehr errichtet, wo eine Multiparametersonde (Orpheus, Firma Ott) installiert ist. Hier werden neben dem Wasserstand zur Ermittlung der Durchflussmenge auch die elektrische Leitfähigkeit und die Temperatur in einem 10-min Intervall gemessen. Die Daten sind hier abrufbar. Des Weiteren ist im Forstbach ein Schwimmerpegel installiert, der den Wasserstand misst.

Neben der Klimastation "Wiese" befindet sich eine Bodenwassermessstation mit 12 TDR-Sonden und 12 Tensiometern in verschiedenen Tiefen. Aufgrund von technischen Problemen wird die Bodenwasserstation in Kürze jedoch abgebaut.

Des Weiteren befindet sich auf dem Gut ein hydraulischer Versuchskanal, der von der Arbeitsgruppe von Prof. Herget für Lehr- und Forschungszwecke genutzt wird.


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