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Aktuelles Programm

 
Alle Veranstaltungen beginnen, so weit nicht anders angegeben, um 18 Uhr c.t. im Alfred-Philippson-Hörsaal des Geographischen Instituts der Universität Bonn, Meckenheimer Allee 166.

Für kurzfristige Mitteilungen und Informationen können Sie in den Email-Verteiler aufgenommen werden. Hierfür bitten wir um eine kurze Mitteilung.
 

Parkplätze stehen am Geographischen Institut zur Verfügung.

 

Vorträge im Sommersemester 2012

Bonner Geographische Gesellschaft in Kooperation mit der VHS


Rahmenthema:

DEUTSCHLAND NACH DEM

ATOMAUSSTIEG

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NEUE CHANCEN, NEUE RISIKEN?

 

 

Mittwoch, 18. April 2012, 18 Uhr c.t.

Hörsaal des Geographischen Instituts der Universität Bonn, Meckenheimer Allee 166

Dr. THOMAS BREUER, Cankaya/ Ankara

Energiewende - Zurück in die Zukunft? Energie und gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland und im globalen Kontext

Energie ist Macht. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts bedeutete dies: Macht = Flächenbesitz. Dann be­gann der Siegeszug der fossilen Energieträger und die Grenzen des solarbasierten Wachstums wurden durchbrochen. Ein in der Menschheitsgeschichte nie da gewesener Bevölkerungszuwachs, Wohl­stand und Ernährungsstand wurde erreicht. Das Erdöl bescherte der Welt Globalisierung im Waren- und Personenverkehr. Zur Bekämpfung des Klima­wandels und letztlich mit der Nuklearkatastrophe von Fukushima hat sich Deutschland als erstes In­dustrieland der Welt auf den Weg zur Energiewende hin zu erneuerbaren Energien gemacht. Dies be­deutet letztlich wieder mehr Flächenverbrauch für die Energieerzeugung. Damit treten neue Konflikte auf: Naturschutz vs. erneuerbare Energien, Anwoh­ner vs. erneuerbare Energien, Tank vs. Teller. Wie sieht die Zukunft mit erneuerbaren Energien aus? Was ist in Deutschland bzw. in Europa möglich? Was geschieht in den Schwellen- und Entwicklungs­ländern?

 


Mittwoch, 9. Mai 2012, 18 Uhr c.t.

Hörsaal des Geographischen Instituts der Universität Bonn, Meckenheimer Allee 166

PD Dr. THOMAS SCHMITT, Göttingen

Das Desertec-Projekt: Erneuerbare Energien für Europa und Nordafrika?

2009 wurde von mehreren, großenteils deutschen Unternehmen die Desertec-Industrie-Initiative ge­gründet. Die Initiative verfolgt das Ziel, in Nordafri­ka und dem Nahen Osten große Solarkraftwerke zu errichten. Der dort erzeugte Strom soll nicht nur zur Versorgung der Region, sondern auch europäischer Länder dienen. Die Unterstützer und Befürworter von Desertec sehen in dem Projekt eine Möglich­keit zur Sicherung der europäischen Energieversor­gung und eine Entwicklungschance für Nordafrika und den Nahen Osten. Kritiker warfen Desertec vor, den heimischen Ausbau erneuerbarer Energien blockieren zu wollen. Die Atomkatastrophe von Fu­kushima, aber auch der arabische Frühling haben die Rahmenbedingungen zur Realisierung von De­sertec verändert. Der Vortrag möchte das Deser­tec-Konzept vorstellen und seine Realisierung aus verschiedenen Blickwinkeln der Humangeographie diskutieren.


 

Mittwoch, 13. Juni 2012, 18 Uhr c.t.

Hörsaal des Geographischen Instituts der Universität Bonn, Meckenheimer Allee 166

HEIKE DRILLISCH, Potsdam

Chancen und Risiken der Energiege­winnung aus Wasserkraft

Das Beispiel des Ilisu-Projekts in der Türkei und weitere Beispiele

Wasserkraft gilt als saubere Alternative zu fossi­len Energieträgern und erlebt derzeit einen neu­en Boom. Weltweit existieren bereits über 50.000 Großstaudämme, an mehr als der Hälfte der Flüsse der Erde befinden sich ein oder mehrere Dämme. Tausende weitere Staudämme und Wasserkraft­werke sind geplant, z. B. in der Türkei, Brasilien und Südostasien. Im Zuge der Debatte um die Green Economy werden sie als alternativlos dargestellt. Doch auch wenn die Energie „erneuerbar“ ist, ist Wasserkraft häufig weder umweltfreundlich noch sozialverträglich. In vielen Fällen ist sie nicht einmal klimafreundlich und Menschenrechtsverletzungen im Zuge großer Staudammbauten sind an der Ta­gesordnung, wie die Beispiele des Ilisu-Staudamms in der Türkei und des Belo Monte-Staudamms in Brasilien zeigen. Und selbst kleine Wasserkraft­werke können gravierende Auswirkungen auf den Zugang zu Wasser der AnwohnerInnen und auf die Natur haben.

 

 

Mittwoch, 11. Juli 2012, 18 Uhr c.t.

Hörsaal des Geographischen Instituts der Universität Bonn, Meckenheimer Allee 166

Studierende des Geographischen Instituts, Bonn

Stadtentwicklung in Ostdeutschland

Bericht von einer großen Exkursion

Die große Exkursion befasste sich mit den jünge­ren Stadtentwicklungsprozessen in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung. Aktuelle Aspekte des Stadtumbaus und der Einzelhandelsentwicklung wurden auf der Reise ebenso thematisiert und veranschaulicht wie innerstädtische oder rand­städtische Phänomene der Cityentwicklung oder Suburbanisierung. Im Laufe der Exkursion wurden zahlreiche Gespräche mit Entscheidungsträgern „vor Ort“ geführt, die den Prozess der letzten 15 Jah­re aktiv gestaltet oder auch wissenschaftlich beglei­tet haben. Dadurch entstand ein neues Verständnis für die Entwicklungsprozesse in Ostdeutschland, das die Teilnehmer der Exkursion gerne weitergeben möchten. Die Exkursionsroute begann in Schwerin und führte die Gruppe weiter über Greifswald, Ber­lin, Eisenhüttenstadt, die Sächsische Schweiz und Leipzig bis nach Jena.


Kontakt

BONNER GEOGRAPHISCHE GESELLSCHAFT e.V.
Geographisches Institut der Universität Bonn
Meckenheimer Allee 166
53115 Bonn

 

Vorstand

Prof. Dr. Claus-Christian Wiegandt, Vorsitzender
Kontak: wiegandt@uni-bonn.de

Prof. Dr. Winfried Schenk, Stellvertretender Vorsitzender
Kontakt: winfried.schenk@giub.uni-bonn.de

Adelheit Farid, Marcus Mogk, Beisitzer

 

Telefon: +49 (0)228 73-7231 (Vors.), 73-7206 (GF)
Fax: +49 (0)228 73-5393
E-Mail: bgg@giub.uni-bonn.de

 

Bankverbindung:
Sparkasse KölnBonn
BLZ 370 501 98
Kto.-Nr. 67959


Eintritt
Studenten: 2 Euro
Nichtmitglieder: 3 Euro
Alle Mitglieder haben freien Eintritt.
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