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Master

Der Masterstudiengang Geographie wird zum WS 2010/11 starten. Das Besondere des Masterstudiengangs in Bonn ist es, dass man sich spezialisieren kann, aber nicht muss. Das heißt, Sie können Ihr Studium möglichst eng thematisch ausrichten oder aber auch inhaltlich etwas breiter anlegen in Abhängigkeit der angebotenen Lehrveranstaltungen bzw. Ihrer Interessen. Im Masterstudiengang gibt es keine Nebenfächer, Sie können aber als Zusatzleistungen Module anderere Fächer belegen. Der Bonner Masterstudiengang Geographie bietet drei mögliche Studienschwerpunkte (siehe unten) an, die sich an den Forschungsaktivitäten des Instituts ausrichten. Alle Vertiefungsrichtungen verschreiben sich dabei der Verknüpfung von Theorie und Praxis.

 

Governance und Raum

Die Vertiefungsrichtung „Governance und Raum“ gewährleistet eine hochwertige akademische Ausbildung in den Feldern Raumanalyse, Raumentwicklung und Raumplanung. Unter Governance versteht man das ganze Ensemble von direkten und indirekten Steuerungen sowie die Selbststeuerung funktionaler Systeme. In diesem Schwerpunkt wird der Blick auf westliche urbane Räume gerichtet. Prozesse der Raumentwicklung werden im Schnittfeld von Gesellschaft, Wirtschaft und Planung behandelt. Hiermit wird die Ausbildung auf gesellschaftliches und politisches Handeln ausgerichtet. Neben den sozialwissenschaftlichen Methoden und einem Anwendungsbezug steht das Hinterfragen von Leitbildern und Paradigmen im Vordergrund.

 

Geographische Entwicklungsforschung

Im Mittelpunkt stehen die Entwicklungs- und Schwellenländer mit ihren krisenhaften und konfliktreichen Transformationsprozessen. Der Fokus liegt auf risikobehafteten Räumen und ihren verwundbaren Bevölkerungen, die durch Globalisierung und Umweltwandel besonders stark betroffen sind. Zu ihrer Analyse werden Konzepte von Verwundbarkeit, Anpassung, Resilience und menschlicher Sicherheit verwendet. Inhaltlich stehen Fragen von Umweltwandel, Gesundheit, Wasser und Nahrung in ländlichen und städtischen Räumen der Entwicklungs- und Schwellenländer im Fokus. Die Handlungsmöglichkeiten gesellschaftlicher Akteure und die zugrunde liegenden institutionellen Regelungen finden dabei besondere Beachtung.

 

Globaler Wandel und Umweltsystemforschung – Physische Geographie

Die Vertiefungsrichtung Schwerpunkt „Umweltsystemforschung“ liegt in der Erfassung und Analyse der im Erdsystem ablaufenden Prozesse sowie auf den Rückkopplungen zwischen physikalischen, chemischen und biologischen Systemkomponenten. Aktuelle Erfassungs- und Auswertungsmethoden, z.B. der Fernerkundung und geophysikalische Methoden, werden mit Modellen und Simulationen verbunden, um laufende und vergangene Entwicklungen zu verstehen und Szenarien abzuleiten. Die Ausbildung zielt einerseits auf das Verständnis komplexer, gekoppelter, nichtlinearer Systeme und andererseits auf die Vermittlung von Verfahren zur Beobachtung, Erfassung und Bewertung. Die Umweltsystemforschung ist Grundlage für die Beschäftigung mit dem Globalen Wandel. Sie schafft die naturwissenschaftliche Basis für ein Management der fundamentalen Ressourcen Wasser und Land.

 

Persönliches Profil anlegen

Grundsätzlich kann der Masterstudiengang individuell gestaltet werden. So ist es möglich, Vertiefungsrichtungen zu kombinieren oder bei speziellem Interesse einzelne Veranstaltungen auch aus einem anderen Schwerpunkt zu wählen. Somit ist eine persönliche Profilbildung immer gewährleistet.

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