Lehre
NEU: Themen für Abschlussarbeiten
Lehrveranstaltungen im WS 2011/2012
Bachelorveranstaltungen
B.Sc. Modul 4: Unterseminar Humangeographie
641004112 - Mo, 12 bis 14 Uhr, Ü III und Di, 14 bis 16 Uhr, Ü IV
mit Prof. Dr. Schenk und J.-E. Steinkrüger
Im Unterseminar werden anhand ausgewählter Themen zentrale Konzepte der Humangeographie vorgestellt und die Kenntnisse aus der Einführungsvorlesung vertieft.
Nach einem Einführungsblock zum wissenschaftlichen Arbeiten werden gleichermaßen aktuellere theoretische Konzepte und angewandte Fragestellungen aus den verschiedenen Bereichen der Humangeographie vorgestellt. Neben Fragen der Siedlungs- (städtische und ländliche Siedlungen), Wirtschafts-, Bevölkerungs- und Sozialgeographie werden speziell auch Fragen der Historischen Geographie, Religionsgeographie und Freizeit- und Tourismusgeographie aufgegriffen.
Ein Ziel des Seminars ist es, wissenschaftliche Arbeitsweisen in vertiefender Weise einzuüben. Dazu zählen unter anderem das eigenständige Recherchieren und Lesen wissenschaftlicher Texte, das Verfassen eigener Texte und die Konzeption und Präsentation von Vorträgen. Die Referate der Teilnehmenden, die vorbereitenden Textlektüren und Materialien im Seminar bilden die Grundlage für die Diskussionen im Seminar sowie die abschließende Klausur. Letztere ist Basis der Endnote.
- Anmeldung: zentral, es findet keine Vorbesprechung statt.
- Teilnahmevoraussetzung: erfolgreicher Abschluss der Vorlesung Humangeographie Basis
- Anforderungen: schriftliche Ausarbeitung und Präsentation eines Referates
- Leistungsnachweis: Klausur am Ende des Semesters
- Anmeldung: zentral, es findet keine Vorbesprechung statt
B.Sc. Modul 4: Zwischenstadt St. Augustin (Geländepraktikum)
641004208 - 06.02.2012 bis 15.02.2012
mit J.-E. Steinkrüger
Seit den 1990ern rückt die Zwischenstadt in den Fokus der raumwissenschaftlichen Forschung. Dieser Raum zwischen Stadt und Land erlebt eine hohe Dynamik und soll heute Wohnraum für 2/3 der deutschen Bevölkerung sein. Aber nicht nur Wohn-, sondern auch Arbeits-, Freizeit- und Konsumfunktionen finden sich inzwischen hier.
Das Geländepraktikum will am Beispiel St. Augustins sich mit dem Phänomen "Zwischenstadt" näher beschäftigen. Dies erfolgt mit Hilfe einer standartisierten Befragung, die gemeinsam im Rahmen der Lehrveranstaltung vorbereitet, durchgeführt und interpretiert wird. Das Thema im Detail wird gegenwärtig noch mit der Stadt St. Augustin abgesprochen.
Neben aktiver Teilnahme in der Vorbereitung und Durchführung wird von den Teilnehmenden eine eigenständige Interpretation der Ergebnisse und Aufbereitung in einem gemeinsamen Abschlussbericht erwartet.
Die Lehrveranstaltung findet als Blockseminar vom 06.02.2012 bis 15.02.2012 statt. Details werden den Teilnehmenden rechtzeitig vor der Veranstaltung mitgeteilt.
B.Sc. Modul 11: Kulturlandschaft der Zwischenstadt (Projektseminar)
641011004 - Do, 13 bis 15 Uhr
mit W. Schenk, J. Pohl, T. Kötter, J. Löffler, C.-C. Wiegandt , S. Schetke & J.-E. Steinkrüger
Das Forschungsprojekt wird sich mit der aktuellen Renaissance des Kulturlandschaftsbegriffs und seiner Aufweitung auch auf nicht-ländliche Räume beschäftigen. Damit wird die Debatte zur Kulturlandschaft auf das Phänomen der Zwischenstadt bezogen, das seit dem Erscheinen des gleichnamigen Buchs des Bonner Stadtforschers Thomas Sieverts Mitte der 1990er Jahre den nationalen und internationalen stadtentwicklungspolitischen Diskurs bestimmt. Es geht dabei u.a. um die Gemengelagen von Tankstellen und Einfamilienhäusern, agrarischen Restflächen und Gewerbegebieten, Lärmschutzwällen und Autobahnen, Logistikzentren und Diskotheken, die die Ränder unserer Verdichtungsräume zunehmend bestimmen.
In dem Forschungsprojekt wird es darum gehen, eigene Problem- und Fragestellungen für die fünf Bereiche „Geschichte/kulturelles Erbe“, „Identität“, „Baukultur“, „Governance und Planung" und „Ökologie“ zu diesem Raumtyp zu entwickeln und an konkreten eigenen empirischen Vorhaben im rechtsrheinischen zwischenstädtischen Raum zwischen Bonn und Köln ( mit Blick in Richtung Bergisches Land) dann auch zu bearbeiten. Dabei sollen
- spezifische kulturlandschaftliche Qualitäten im Raumtyp der Zwischenstadt identifiziert,
- ihre Strukturen und Entwicklungsdynamiken herausgearbeitet werden und
- Schlussfolgerungen für Governance im Allgemeinen sowie die räumliche Planung im Besonderen entwickelt werden.
In dem Forschungsprojekt werden projektbezogene Kleingruppen aus je drei Studierenden gebildet, die die fünf eigenen Teilprojekte entwickeln. Eine Bereitschaft zur „Feldarbeit“ im rechtsrheinischen Raum zwischen Bonn und Köln (Exkursionen, Beobachtungen vor Ort, eigene Umfragen usw.) wird über die gesamte Vorlesungszeit des Wintersemesters vorausgesetzt.
- Teilnehmerzahl: 18
B.Sc. Modul 5: Freizeit- und Tourismusgeographie
641005007 - Mi, 8 bis 10 Uhr, Ü IV
mit J.-E. Steinkrüger
Das Vertiefungsseminar will anhand ausgewählter Themen der Freizeit- und Tourismusgeographie Einblicke in dieses sehr spannenden und vielseitige Forschungsfeld gewähren. Auch wenn die Freizeit- und Tourismuswissenschaften häufig als theoriefern und rein anwendungsorientiert gelten, sind in ihnen in den letzten Jahren eine Reihe spannender sozial- und kulturwissenschaftlicher Konzepte und Theorien diskutiert worden. Die Fragen, warum Menschen reisen, aber auch, wie sich Freizeitverhalten und Tourismus historisch entwickelt haben, stehen heute neben den klassischen Anwendungsfragen des Destinationsmanagements. Entsprechend wird sich auch das Seminar nicht rein auf Anwendungsbeispiele beschränken, sondern vor allem ebendiese konzeptionellen Überlegungen versuchen nachzuzeichnen. Teilnehmende sollten sich dessen bewusst sein und entsprechend bereit sein, sich auch mit Theorien zu beschäftigen. Ein Schwerpunkt wird auch auf Freizeit- und Erlebniswelten liegen, anhand derer viele Diskussionen über Authentizität, Inszenierung etc. ergaben.
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Anforderungen: Neben der regelmäßigen, engagierten Teilnahme wird als Studienleistung ein 30 minütiges Referat erwartet.
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Leistungsnachweis: Zum Erhalt des Leistungsnachweises ist eine Hausarbeit von 15 Seiten 6 Wochen nach dem jeweiligen Referat abzugeben.
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Diplom- / Masterveranstaltungen
Vorlesung: Aktuelle Forschung der Humangeographie
641091200 - Di, 17.01., 24.01. und 31.01.2012, 14 bis 16 Uhr, Hörsaal
mit Prof. Dr. Schenk u.a.
Die Vorlesung will aktuelle Forschungsprojekte aus der Humangeographie vorstellen, die in jüngerer Zeit bearbeitet wurden bzw. auch aktuell noch bearbeitet werden. Sie ist als eine gemeinschaftliche Veranstaltung von fünf Professoren konzipiert.
- Teilnahmebedingungen: Regelmäßige Teilnahme (Anwesenheit wird geprüft) und Nacharbeiten der Vorlesung.
- Leistungsnachweis: ohne
Master Modul 3: Die EU als raumwirksame Institution
641093002 - Do, 8 bis 10 Uhr, ÜIV
mit Prof. Dr. Schenk
Gemäß dem Bonner politischen Geographen Klaus Achim Boesler sind Staaten raumwirksame Institutionen von herausragender Bedeutung. Seit der Gründung der EWG 1957 haben viele europäische Staaten souveräne staatliche Rechte teilweise oder ganz an die EU übertragen. Sie hat daher in etlichen Bereichen deren Rolle übernommen. Das Seminar analysiert die EU als raumwirksame Institution. Dazu werden in einem ersten Teil die geschichtlichen Hintergründe und die Ideengeschichte, die rechtlichen Grundlagen sowie die Institutionelle Entwicklung der EU analysiert. In einem zweiten Teil wird an ausgewählten Politikfeldern die Raumwirksamkeit der EU untersucht. Neben der Agrarpolitik stehen dabei die Struktur- und Raumordnungspolitik der EU im Vordergrund. Das Seminar wird getragen von den Vorträgen der TeilnehmerInnen. Jedes Referat sollte etwa 35 Minuten dauern. Eine Woche vor dem Vortragstermin ist mir eine Literaturliste und eine Gliederung des Referats vorzulegen; im Seminar ist eine Kurzfassung mit den wichtigsten Inhalten und Literaturtiteln zu verteilen. Die schriftliche Fassung des Referats im Umfang von 15-20 Textseiten soll sechs Wochen nach dem jeweiligen Vortragstermin abgegeben werden. Es ist die Grundlage für die Benotung.
Die Veranstaltung kann dem Schwerpunkt Governance und Raum zugeordnet werden.
B.Sc. Modul 8: Digitale Inventarisierung von Kulturlandschaft am Beispiel Bonns
641008002 - Do, 10 bis 12 Uhr, Ü VI
mit Prof. Dr. Schenk
Ein Aufgabenfeld der Kulturlandschaftspflege ist die Erfassung und Bewertung von Elementen der Kulturlandschaft als Basis für einen nachhaltigen Umgang damit in Planungsprozessen. Dazu betreibt der Landschaftsverband Rheinland mit KulaDig (www.kuladig.de). ein internetbasiertes landschaftliches Kulturportal. Es ist ein Fachinformationssystem für die Verwaltung und zugleich ein an die interessierte Öffentlichkeit gerichtetes Portal zur Vermittlung des Kulturellen Erbes im Rheinland. Das Seminar führt in dieses System ein und bietet die Möglichkeit zur Eingabe von Objekten aus dem Stadtgebiet Bonn mit Nennung des Autors. Dazu ist es notwendig, sie aufzusuchen, zu beschreiben, Hintergrundinformationen zu beschaffen, sie zu fotografieren und eine Geometrie in der Datenbank zu zeichnen. Zur Einstellung der Daten ins System erhalten die Teilnehmenden ein befristetes Passwort; technische Voraussetzung ist ein Rechner mit dem Browser Mozilla Firefox und die Installation von Silberlight für die Eingabe.
Die Einführung und Betreuung erfolgt in enger Kooperation mit Mitarbeitenden der Redaktion von KulaDIG.
Ziel des Seminars ist die Vermittlung der Fähigkeit zur Erstellung von beschreibenden Texten für einen Datenbankeintrag mit entsprechenden Datenfeldern und der Autopsie vor Ort.
Master Modul 3: Geschichte der Kulturlandschaft in Mitteleuropa
641093001 - Mo, 16 bis 18 Uhr, Ü VI
mit Prof. Dr. Schenk
Kulturlandschaft ist das Schlüsselkonzept der Historischen Geographie. Das Seminar diskutiert in einem ersten Teil verschiedene Zugänge zu Kulturlandschaft in einer historisch-geographischen Perspektive und fragt nach den sich daraus ergebenden methodischen Konsequenzen für die Forschung. In einem zweiten Teil werden ausgewählte Themenfelder der historisch-geographischen Kulturlandschaftsforschung vor allem mit Blick auf Forschungsdefizite und Wege zu deren Behebung diskutiert.
Das Seminar wird als eine Mischung aus Kurzvorträgen der Teilnehmenden und Übungen an kulturlandschaftlichen Quellen angeboten. Jeder Teilnehmende hat sich an beiden Aspekten zu beteiligen. Die Note ergibt sich aus einer schriftlichen Ausarbeitung, deren Thema im Laufe des Seminars entwickelt wird.
Die Veranstaltung kann dem Schwerpunkt Governance und Raum zugeordnet werden.
Forschungskolloquium zur Kulturlandschaft
641000001 - Do, 13 bis 15 Uhr und nach Vereinbarung, Roter Saal
mit W. Schenk, J. Pohl, T. Kötter, J. Löffler, C.-C. Wiegandt , S. Schetke & J.-E. Steinkrüger
Im Forschungskolloquium werden aktuelle Fragen zum Thema „Kulturlandschaft“ diskutiert. Die Teilnahme ist nur auf Einladung möglich.
