Projekte
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Verbundprojekt "Integrated Landslide Early Warning System"
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Risikomanagement als Handlungsfeld in der Raumplanung
(Arbeitskreis der Akademie für Raumforschung und Landesplanung, ARL)
Ziel der Tätigkeit des Arbeitskreises „Risikomanagement als Handlungsfeld in der Raumplanung“ der ARL ist es, bestehende Wissens- und Verfahrenslücken im Umgang mit raum- und raumplanungsrelevanten Risiken in Umwelt und Technik zu identifizieren und entsprechende Lösungsmöglichkeiten bzw. Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, v.a. auch in bezug auf die räumliche Überlagerung unterschiedlicher Risiken. Insbesondere treten auch das Zusammenwirken von Fachplanung und Raumordnung sowie die Risikokommunikation in den Vordergrund des Interesses. Die Ergebnisse sollen sich vorwiegend an die raumplanerische Praxis auf den verschiedenen Ebenen richten.
Weitere Informationen:
Leiter:
Prof. Dr. Jürgen Pohl
Geschäftsführer:Dipl.-Geogr. Swen Zehetmair
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Verbundprojekt InterRISK
Die von Naturgefahren ausgehenden vielfältigen Auswirkungen erfordern eine integrative, von den unterschiedlichen Fachdisziplinen zu leistende Bearbeitung. Das InterRISK Bündelprojekt setzt sich das übergeordnete Ziel, die Kontaktbereiche der disziplingeleitenden Naturgefahren- und Naturrisikoforschung herauszuarbeiten und Vorschläge einer Verknüpfung der Teildisziplinen zu erarbeiten. Diese Verknüpfung muss in der Lage sein, der Praxis und hierbei vor allem der Raumplanung und Raumordnung Möglichkeiten der Integration der unterschiedlichen Ansätze aufzuzeigen. Das Bündelprojekt InterRISK zielt auf die Entwicklung einer Methodik, mit der eine gesamtheitliche Risikobetrachtung auf die gesetzlichen, planerischen und naturräumlichen Gegebenheiten in Deutschland abgestimmt werden kann und die sich in gegebene Strukturen integrieren lässt. Punktuelle, lokal begrenzte Messungen sollen dabei in regionale Analysen eingebunden werden.
Teilprojekt Perception: Wahrnehmung und Bewertung des Hangrutschungsrisikos in der Schwäbischen Alb und Reaktionen darauf durch die beteiligten Akteure
Dieses Teilprojekt stellt den
Menschen in den Mittelpunkt des Interesses.
Ausgehend von der Annahme, dass eine Natur- bzw.
Kulturlandschaft erst durch Menschen in Wert gesetzt wird, soll
untersucht werden, welche Rolle Hangrutschungen im Leben der Menschen in
der Schwäbischen Alb spielen. Konkret soll dabei die Wahrnehmung und
Beurteilung von Hangrutschungen untersucht werden. Weiterhin stellen wir
uns die Frage, auf welchen Wegen Informationen über Hangrutschungen
kommuniziert werden. Abschließend wird untersucht, ob es Reaktionen der
Betroffenen gibt und in welcher Art sich diese darstellen.
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Verbundprojekt "Verknüpfung von Hochwasservorsorge und -bewältigung in verschiedener regionaler und akteursbezogener Ausprägung"
Das Verbundprojekt "Verknüpfung von Hochwasservorsorge und -bewältigung in verschiedener regionaler und akteursbezogener Ausprägung" wird im Rahmen der Förderaktivität "Risikomanagement extremer Hochwasserereignisse (RIMAX)" durch das Bundesforschungsministerium (BMBF) für die Dauer von drei Jahren finanziert. Partner im Verbundprojekt sind die BTU Cottbus (Prof. Grünewald), sowie die Hochwasserschutzzentrale Köln (Reinhard Vogt).
Teilprojekt "Sozialwissenschaftliche Analyse und Raumordnung"
Ziel des Teilprojekts "Sozialwissenschaftliche Analyse und Raumordnung" ist das Aufzeigen von Problemen, Schwachstellen und Interessenkonflikte in der Hochwasservorsorge mit Methoden der qualitativen Sozialforschung. Dabei werden inhaltlich besonders die Möglichkeiten der Flächenvorsorge (insb. der Raumplanung) und deren Umsetzung in den Untersuchungsgebieten erforscht. Auf dieser Analyse aufbauend sollen für die Untersuchungsgebiete zusammen mit den beteiligten Akteuren Vorschläge für die Verbesserung der Hochwasservorsorge erarbeitet werden.
Als Untersuchungsgebiete wurde die Stadt Dresden, die Region Prignitz (ein Gebiet mit sieben Landkreisen in vier verschiedenen Bundesländern), sowie die Stadt Köln gewählt.
Weitere Informationen:
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Verbundprojekt "Integrated Landslide Early Warning System" - ILEWS
Gravitative Massenbewegungen treten in unterschiedlichen
Ausprägungen im
Naturraum auf und betreffen in vielfältiger Weise die Gesellschaft.
Initiiert werden diese Prozesse neben anthropogenen Ursachen meist durch
meteorologische und hydrologische Auslöser, sowie durch Erdbeben, bzw.
jegliche Kombinationen der Faktoren.
Gesellschaftlich bedeutsam sind gravitative Massenbewegungen durch ihr
großes, oft unbekanntes oder unterschätztes Schadenpotenzial. Dieses ist
abhängig von der räumlichen Verbreitung, der Häufigkeit und dem
Ausmaß
einzelner Schadenereignisse. Da die Einzelereignisse häufig einen
geringen
Umfang haben und dabei indirekte, nur schwer messbare Schäden
verursachen
oder sehr selten, dann aber mit großen Stärken und entsprechenden
Konsequenzen auftreten, werden die gesellschaftlichen Kosten von
gravitativen Massenbewegungen von Entscheidungsträgern und
Öffentlichkeit
gemeinhin unterschätzt.
Ziel ist die Konzeption und Umsetzung eines integrativen Frühwarnsystems
für
bekannte (reaktivierte) und neue Rutschungen und Muren, welches unter
Berücksichtigung lokaler und regionaler Vorgaben Informationen zu
zukünftigen Ereignissen bereitstellt.
Die Untersuchungsgebiete liegen auf der Schwäbischen Alb und in
Südtirol.
Teilprojekt Communication
Eine genauere Beschreibung des Teilprojekts "Communication" finden Sie hier.
Im Rahmen des Verbundprojektes ILEWS ist die folgende Veröffentlichung erschienen:
Bell, R., Mayer, J., Pohl, J., Greiving, S. und T. Glade (Hrsg.) (2010):
Integrative Frühwarnsysteme für gravitative Massenbewegungen (ILEWS).
Monitoring, Modellierung, Implementierung, Klartext Verlag, Essen.
Klappentext
"Jährlich fordern gravitative Massenbewegungen weltweit zahlreiche Todesfälle und verursachen enorme ökonomische Schäden. Um die Risiken und Konsequenzen von gravitativen Massenbewegungen zu verringern, stellen Frühwarnsysteme eine sehr gute Option dar. In der Vergangenheit kam es jedoch des Öfteren zum Versagen von Frühwarnsystemen. Oft resultierte dies daraus, dass die Frühwarnsysteme rein technischer Natur waren und die Belange von Akteuren und Betroffenen nicht ausreichend berücksichtigt wurden.
Daher sind integrative Ansätze gefordert, die nicht nur die unterschiedlichen Naturwissenschaften, sondern auch Ingenieurs-, Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftswissenschaften vereinen.
"Integrative Frühwarnsysteme für gravitative Massenbewegungen" zeigt einen solch integrativen Ansatz auf und stellt wissenschaftliche Hintergründe, methodisches Vorgehen, zentrale Ergebnisse sowie explizit den Mehrwert des integrativen Zusammenarbeitens dar. Die Ausführungen resultieren in einem Leitfaden zur Erstellung integrativer Frühwarnsysteme."
Eine pdf-Version dieser Veröffentlichung können Sie hier herunterladen (die Größe der Datei beträgt ca. 13 MB).
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Verbund-Projekt (BMBF): Erforschung eines Evakuierungsassistenten für den Krisenfall bei Großveranstaltungen
Ziel des Verbundprojektes Hermes ist es, die Sicherheit der Personen bei Großveranstaltungen mit Hilfe eines Evakuierungsassistenten zu verbessern. Dieser Assistent unterstützt die Entscheidungsträger (Betreiber, Sicherheitsdienst, Polizei und Feuerwehr) durch frühzeitige Stauprognosen, die Lage richtig einzuschätzen und somit das Sicherheitspersonal und die Rettungskräfe optimal einzusetzen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, schon im Vorfeld der Veranstaltungen mögliche Gefahrensituationen zu analysieren. Durch das Aufstellen angepasster Notfallpläne oder die gezielte Schulung der Sicherheitskräfte kann diesen Situationen begegnet werden. Das System des Evakuierungsassistenten soll 2011 in der ESPRIT arena in Düsseldorf (max. 66 000 Zuschauer) getestet werden.
Teilprojekt: Sozialwissenschaftliche Begleitforschung
Die Integration von sozialwissenschaftlichen Aspekten bei der Entwicklung von technischen Innovationen ist für ein optimales Produkt notwendig. So können die technischen Lösungen an den spezifischen Wünschen und Anforderungen der Nutzer ausgerichtet werden. Besonders wichtig ist dies bei Systemen, die von verschiednene Akteursgruppen mit unterschiedlichen Aufgaben, Arbeitsweisen und Logiken benutzt werden sollen. So können Abstimmungs- und Kooperationsbedarf bereits im Vorfeld abgeklärt werden und spätere Probleme bereits in der Entwicklungsphase vermieden werden. Für die Entscheidungsfindung im Gefahrenfall sind vorbereitete Prozesse von großer Bedeutung, da innerhalb von kürzester Zeit weit reichende Entscheidungen getroffen werden müssen. Hierbei treten jedoch nicht selten Konflikte zwischen den beteiligten Akteuren auf, denen bereits frühzeitig durch angepasste Kommunikation und Kooperation entgegengewirkt werden kann. Im Vordergrund der Arbeit stehen konkret zwei Aspekte: Zum Einen gilt es, ein Anforderungsprofil der Entscheidungsträger hinsichtlich der Nutzung des Evakuierungsassistenten mit sozialwissenschaftlichen Methoden zu erstellen und in der Testphase auch zu evaluieren. Zum Anderen ist es zweckdienlich, grundsätzliche Abstimmungsnotwendigkeiten zwischen verschiedenene Akteuren im Szenariofall zu erfassen, als auch Aspekte der Orientierung, Wahrnehmung und des Verhaltens betroffener Besucher zu untersuchen.
Weitere Informationen:
