Summer term 2011
Lehrveranstaltung der Arbeitsgruppe
Die globale Nahrungskrise
Veranstalter: Prof. Dr. Hans-Georg Bohle
Art: Spezialseminar B
Zeit u. Ort: Donnerstag 14:00 - 16:00 Uhr Übungsraum III
Die weltweit explodierenden Nahrungspreise im Jahr 2008 waren für viele Entwicklungsländer ein Schock. Da die lange Zeit übliche Vorhaltung von beträchtlichen Nahrungsreserven in den meisten Ländern zurückgefahren oder gar aufgegeben worden war, bedeutete der Preisanstieg für Grundnahrungsmittel eine ganz neue Abhängigkeit von volatilen Weltmärkten. Besonders dramatisch war die Situation für Armutsgruppen, speziell in den Megastädten.
Das Seminar geht den Ursachen der Nahrungskrise auf den Grund, untersucht die sozialen und politischen Auswirkungen auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und geht der Frage nach, welche Anpassungs- und Bewältigungsmechanismen gegriffen haben bzw. inwieweit die Grenzen der Anpassung überschritten waren. Fallbeispiele aus unterschiedlichen politischen, sozialen und ökologischen Milieus sollen die Problematik veranschaulichen.
Geographische Entwicklungsforschung: Aktuelle Theorien, Konzepte und Themenstellungen
Veranstalter: Prof. Dr. Hans-Georg Bohle
Art: Oberseminar B
Zeit u. Ort: Dienstags 14:00 - 16:00 Uhr Übungsraum IV
In der Geographischen Entwicklungsforschung werden anstelle von Entwicklungstheorien zunehmend übergreifende Gesellschaftstheorien eingesetzt, um komplexe gesellschaftliche Entwicklungs- und Transformationsprozesse erklären und bewerten zu können. Dies ist u.a. eine Folgerung aus den Debatten um Post-Development und Post-Kolonialismus . Diese Hintergründe werden in dem Oberseminar zunächst aufgearbeitet. Dann werden verschiedene theoretische Ansätze behandelt, die in der Geographischen Entwicklungsforschung zum Einsatz kommen, z.B. Gesellschaftstheorien von Anthony Giddens, Pierre Bourdieu, Michel Foucault, Henri Lefebvre, Bruno Latour oder Zygmunt Baumann. Dabei werden konkrete Fallstudien vorgestellt, die auf entsprechenden gesellschaftstheoretischen Vorstellungen aufbauen, und es wird kritisch nach dem „Mehrwert“ der gesellschaftstheoretischen Fundierung gefragt.
Diplomandenkolloquium und Seminar zur Bachelorarbeit
Veranstalter: Prof. Dr. Hans-Georg Bohle
Art: Kolloquium
Zeit u. Ort: Donnerstag 16:00 - 18:00 Uhr Übungsraum III
Das Kolloquium verbindet als Forschungsseminar Forschung und Lehre mit Werkstattberichten aus laufenden Projekten und über Abschlussarbeiten sowie durch die gemeinsame Lektüre aktueller Literatur zu theoretischen Fragen.
Methoden der sozial-ökologischen Forschung
Veranstalter: Dipl. Geogr. Michael Eichholz
Art: Spezialseminar D
Zeit u. Ort: Mittwochs 14:00 - 16:00 Uhr Übungsraum IV
Eine Säule geographischer Forschung ist die Bearbeitung von Problemen, die sowohl soziale als auch ökologische Zusammenhänge berühren. Die Sozial-ökologische Forschung begreift solche Probleme als Krise der Verhältnisse zwischen Gesellschaft und Natur und hat diese in den vergangenen Jahren sowohl theoretisch als auch an empirisch angegangen. Dabei wurden eine transdisziplinäre Herangehensweise und spezifische Methoden (weiter-) entwickelt, bei der sich Menschen aus Wissenschaft und Praxis gemeinsam neues Wissen erarbeiten. Über eine enge Partizipation der Akteure sollen zum einen eine qualitative Verbesserung der Daten und Analysen erreicht werden sowie zum anderen die Umsetzbarkeit der generierten Konzepte erleichtert werden.
Das Seminar widmet sich einerseits exemplarisch der Konzeption transdisziplinärer Forschungsprozesse, andrerseits werden einige Methoden sozial-ökologischer Forschung vorgestellt und praktisch erlernt. Für die Arbeit auf der Akteursebene betrifft dies Interview-, Moderations- und Planungsmethoden sowie weiterführende partizipative Erhebungsmethoden (PRA, Participatory GIS). Darüber hinaus soll auch die Positionalität, d.h. die Machtbeziehungen und das Rollenverständnis von Forschern und Beforschten, besonders im Kontext der Geographischen Entwicklungsforschung kritisch beleuchtet werden.
Die Veranstaltung kann dem Schwerpunkt "Governance und Raum" oder "Geographische Entwicklungsforschung" zugeordnet werden.
Basisliteratur:
Hoffmann, V. / Thomas, A. / Gerber, A. (Hrsg.) (2009): Transdisziplinäre Umweltforschung. Methodenhandbuch. München: oekom.
Prüfungen / Module:
641392100 M2 SL1 Fo.methoden
641392200 M2 SL2 Fo.methoden
641392300 M2 SL3 Fo.methoden
Alltägliche Aneignung, Konflikte und Interaktionen in öffentlichen Räumen in Köln und Bonn
Veranstalter: Dipl. Geogr. Benjamin Etzold
Art: Geländepraktikum B,F
Zeit u. Ort: Mittwochs 14:00 - 18:00 Uhr Übungsraum V (Gelber Saal)
Öffentliche Räume werden sowohl in der geographischen Stadtforschung als auch in der kommunalen Praxis und Politikberatung vielfältig diskutiert. Diese Auseinandersetzung bewegt sich zumeist im Spannungsfeld zwischen einer Renaissance und dem Verfall öffentlicher Räume. In dem Geländepraktikum sollen verschiedene Aspekte dieses Diskurses durch eigenständig durchgeführte Forschungsprojekte in Köln oder Bonn beleuchtet werden. Dabei werden nicht nur öffentliche Räume in den zentralen Innenstadtlagen, sondern auch jene in marginalisierten Quartieren in den Blick genommen.
Im Mittelpunkt der Forschungsprojekte stehen Fragen zur Wahrnehmung und alltäglichen Nutzung von Plätzen, Straßen und Parks, wie die dort stattfindenden Interaktionen gesellschaftlich reguliert werden, und welche Konflikte es um die Aneignung öffentlicher Räume gibt. Neben den Nutzern stehen daher ebenso Akteure aus dem privaten und öffentlichen Bereich mit ihren Interessen und Ansprüchen an die öffentlichen Räume im Fokus.
In dem Geländepraktikum sollen die verschiedenen Schritte innerhalb eines Forschungsprozesses selbständig durchlaufen werden. Diese umfassen u.a. das Entwickeln eigener Fragestellungen, die praktische Anwendung von qualitativen Methoden sowie das Verfassen eines wissenschaftlichen Abschlussberichtes. Dies soll als Vorbereitung für die eigene Abschlussarbeit dienen.
Prüfungen / Module:
641397000 M7 SL Fo.projekt
Mittlere Exkursion: Migration und Grenzsicherung an der Festung Europa. Nordmarokko, Mellila, Ceuta und Südspanien
Dipl. Geogr. Benjamin Etzold
Art:Mittlere Exkursion
Zeit u. Ort: Mittwochs 8 Tage: 10.-18. Juni 2011
Die mittlere Exkursion (8 Tage: 10.-18. Juni 2011) beschäftigt sich mit der irregulären Migration von Afrika nach Europa und der Grenzsicherungspraxis an den Rändern der EU. Um die schwierige Thematik verständlich zu vermitteln folgen wir einer häufig genutzten Migrationsroute und besuchen wichtige Knotenpunkte im afrikanisch-europäischen Migrationssystem in Nordmarokko und Südspanien.
Nach einem Flug von Köln/Bonn ins nordmarokkanische Nador ist die algerisch-marokkanische Grenze der eigentliche Ausgangspunkt der Exkursion. Dort und in der marokkanischen Grenzstadt Oujda beschäftigen wir uns mit den Stationen und den Bedingungen der Transahara-Migration nach Marokko. Die spanischen Exklaven Melilla und Ceuta betrachten wir nicht nur in kulturhistorischer Sicht (wieso stehen hier europäische Städte auf afrikanischem Boden?), sondern nehmen auch die Grenzsicherungsanlagen selbst in den Blick. In Gesprächen mit Migrantenorganisationen besprechen wir die Vorfälle des Herbstes 2005 als Hunderte afrikanischer Migranten versuchten die 'Festung Europa´ zu stürmen und zahlreiche Migranten dabei ums Leben kamen, und diskutieren die aktuelle Menschenrechts-Lage an den EU-Außengrenzen und die Rolle Marokkos bei der europäischen Grenzsicherung. Falls möglich werden wir unterwegs immer wieder direkt das Gespräch mit Migranten aus Subsahara-Afrika, die auf dem Weg nach Europa sind oder in Marokko arbeiten, suchen um mehr über ihre Beweggründe, ihre alltägliche Lebenssicherung im Zwischenraum und ihre Migrations- bzw. Grenzüberwindungsstrategien zu erfahren. In Nordmarokko werden wir aber auch einen an der Küste gelegenen Nationalpark besuchen sowie das im Rif-Gebirge gelegene Städtchen Chefchaouen kennen lernen.
Mit der Fähre von Ceuta queren wir die Straße von Gibraltar - die ehemals wichtigste und kürzeste Route für Migrantenboote auf dem Weg in die EU - und landen in Algeciras/Spanien an. Im letzten Drittel der Exkursion machen wir uns in der Umgebung von Almeria ein Bild der Rolle der irregulären Migranten als Arbeiter in der südspanischen Agrarindustrie, in der Baubranche sowie im Tourismussektor an der Costa del Sol. Vom Flughafen in Malaga geht es schließlich zurück nach Köln/Bonn.
Auf der Exkursion werden wir in einfachen Hotels und Jugendherbergen schlafen. Die Wege zwischen den Stopps werden wir zum größten Teil mit Mietwagen oder Bussen zurücklegen. Von allen Teilnehmern wird neben Teamgeist, Flexibilität, Belastungsfähigkeit und Unkompliziertheit 'on the road´ vor allem auch die Bereitschaft erwartet sich schon vor der Exkursion intensiv mit der europäischen Migrations- und Grenzsicherungspolitik, mit den Migrationsrouten nach Europa und mit der Situation von internationalen Migranten in Transitländern auseinanderzusetzen.
Auf Grundlage einer mehrstündigen Blockveranstaltung zu Beginn des Sommersemesters werden die Teilnehmer sich selbst um die inhaltliche Ausgestaltung der einzelnen Exkursionstage kümmern und an den geeigneten Standorten Impuls-Referate zu relevanten Themen halten. Aus organisatorischen Gründen können insgesamt nur 22 Studierende an der Exkursion teilnehmen.
Prüfungen / Module:
641310200 B10 SL2 Regionale Geo. II
Große Exkursion: USA
Veranstalter: Dipl. Geogr. Sebastian Jülich
Art: Große Exkursion
Zeit u. Ort: 4 Wochen zwischen 23.7. und 31.8.2011
Oberziel der Exkursion ist es Amerika und sein Handeln zu verstehen. Da die Vereinigten Staaten von Amerika nicht nur aus den von Touristen häufig bereisten Küstenregionen im Osten und Westen bestehen, sondern eben auch aus dem weiten "Heartland" zwischen Ost- und Westküste, macht die Exkursion einen Transekt der USA. Start der Exkursion ist am Atlantischen Ozean in New York und Endpunkt ist Los Angeles am Pazifischen Ozean. Die Exkursionsroute führt mit einer Länge von etwa 8000 Kilometer durch 4 Zeitzonen und verläuft quer durch den Kontinent über: Philadelphia (Pennsylvania), Washington (District of Columbia), Maryland, Virginia, West Viginia, Kentucky, Cincinnati (Ohio), Indiana, Chicago (Illinois), Iowa, Nebraska, Mt. Rushmore (South Dakota), Denver (Colorado), Monument Valley (Utha), Grand Canyon und Bryce Canyon und Zion (Arizona), Las Vegas (Nevada), Death Valley und San Francisco (Kalifornien).
Inhaltlich werden alle Teilbereiche der Geographie sowie politische und wirtschaftliche Aspekte Berücksichtigung finden.
Anreise nach New York und Abreise von Los
Angeles erfolgt mit dem Flugzeug. Der Kontinent wird mittels 6 Mietwagen
(besetzt mit jeweils 4 Teilnehmern) durchquert um sicherzustellen, dass auch
entlegene Teile des Landes und Nationalparks erreicht werden können. Mindestens
5 der 22 Teilnehmer werden als Fahrer fungieren. Die Unterbringung erfolgt in
Motels in Doppelzimmern. Zur individuellen Verpflegung werden etwa 300 bis 500
Euro wieder an jeden Teilnehmer ausgezahlt.
Voraussetzung zur Teilnahme ist die Bereitschaft die Exkursion aktiv
mitzugestalten und die Teilnahme am Spezialseminar C: USA als Blockveranstaltung
im SS 2011.
Basisliteratur:
Die verzweifelten Staaten von Amerika. Eine Nation verliert ihren Optimismus. Der Spiegel 44/2010.
Enthüllt. Wie Amerika die Welt sieht. Die Geheim-Berichte des US-Außenministeriums. Der Spiegel48/2010.
Prüfungen / Module:
641396000 M6 SL Regionale Geo.
USA (Vorbereitung für Große Exkursion: USA)
Veranstalter: Dipl. Geogr. Sebastian Jülich
Art: Spezialseminar C
Zeit u. Ort: Mittwochs 10:00 - 12:00 Uhr Übungsraum II
Vorbesprechung zu Beginn des Sommersemesters nach Ankündigung. Bei der Vorbesprechung wird jedem Seminarteilnehmer ein kleines USA bezogenes Fachgebiet zugewiesen. Jeder Teilnehmer wird dieses bei dem Vorbereitungsblockseminar vorstellen und fungiert zusätzlich während der Exkursion als „Experte“ für sein Fachgebiet.
Oberziel der Exkursion ist es Amerika und
sein Handeln zu verstehen. Da die Vereinigten Staaten von Amerika nicht nur aus
den von Touristen häufig bereisten Küstenregionen im Osten und Westen bestehen,
sondern eben auch aus dem weiten "Heartland" zwischen Ost- und
Westküste, macht die Exkursion einen Transekt der USA. Start der Exkursion ist
am Atlantischen Ozean in New York und Endpunkt ist Los Angeles am Pazifischen
Ozean. Die Exkursionsroute führt mit einer Länge von etwa 8000 Kilometer durch
4 Zeitzonen und verläuft quer durch den Kontinent über: Philadelphia
(Pennsylvania), Washington (District of Columbia), Maryland, Virginia, West
Viginia, Kentucky, Cincinnati (Ohio), Indiana, Chicago (Illinois), Iowa,
Nebraska, Mt. Rushmore (South Dakota), Denver (Colorado), Monument Valley
(Utha), Grand Canyon und Bryce Canyon und Zion (Arizona), Las Vegas (Nevada),
Death Valley und San Francisco (Kalifornien).
Inhaltlich werden alle Teilbereiche der Geographie sowie politische und
wirtschaftliche Aspekte Berücksichtigung finden.
Dieses Seminar können Sie nicht als einzelnen Veranstaltung belegen. Eine Teilnahme ist nur in Verbindung mit der Teilnahme an der dazugehörigen Großen Exkursion möglich. Die Anmeldung läuft dementsprechend über die Anmeldung zur Großen Exkursion.
Anpassung an den globalen Umweltwandel
Veranstalter: Dipl. Geogr. Johanna Kram
Art: Vertiefungsseminar B
Zeit u. Ort: Mittwochs 12:00 - 14:00 Uhr Übungsraum III
Der Klimawandel wird häufig als eines der größten Probleme unserer Zeit bezeichnet. Neben der Diskussion über Maßnahmen zum Klimaschutz (Treibhausgas-Minderungen etc.), wird zunehmend thematisiert wie eine Reaktion auf Veränderungen des Klimas (Meeresspiegelanstieg oder zunehmenden Extremwetterereignissen) gestaltet werden kann. Gesellschaften und Menschen müssen sich auf die unterschiedlichen Auswirkungen der Klimaveränderungen bestmöglich einstellen und anpassen. Der Begriff der „Anpassung“ ist inzwischen, sowohl im wissenschaftlichen wie auch im entwicklungspolitischen Kontext, zu einem beliebten Schlagwort geworden. Die Veranstaltung beleuchtet die konzeptionellen Dimensionen von Anpassung. Die unterschiedlichen Ebenen des Anpassungsfelds werden kritisch beleuchtet und in Bezug zueinander gesetzt: Der globale Anpassungsdiskurs, nationale Anpassungspolitiken ausgewählter Länder und lokale Anpassungsmaßnahmen mit aktuellen Beispielen aus dem ländlichen und städtischen Raum.
Prüfungen / Module:
641305200 B5 SL2 Vertiefung
641305100 B5 SL1 Vertiefung
Einführung in die Arbeitsmethoden der Humangeographie
Veranstalter: Dr. Jörn Brinkmann
Art: Seminar D
Zeit u. Ort: Freitags 12:00 -
14:00 Uhr Übungsraum II
Die Veranstaltung setzt sich mit grundlegenden Arbeitsmethoden der Humageographie auseinander. Dabei geht es im Speziellen um die Frage, wie man eine systematische Erfassung, Analyse und Interpretation ausgewählter Daten zu sozialen und sozial-ökologischen Prozessen erzielt. Neben der Planung des Forschungsablaufs, werden die Entwicklung von Hypothesen, die Ableitung entsprechender Forschungsfragen und die Erfassung bzw. Messung von Zusammenhängen mittels ausgewählter quantitativer und qualitativer Methoden diskutiert. Ein gewisser Schwerpunkt wird dabei auf semi-quantitative und quantitative Methoden gelegt. Darüber hinaus wird die Triangulation verschiedener Methoden und unterschiedlicher theoretisch-konzeptioneller Perspektiven in der Auseinandersetzung mit einem Problemphänomen thematisiert. Insgesamt soll die Veranstaltung zu einem sichereren Umgang mit ausgewählten Arbeitsmethoden der Humangeographie beitragen - insbesondere im Kontext der Entwicklung von Bachelorarbeiten.
Prüfungen / Module:
641308200 B8 SL2 Methoden Aufbau
641308100 B8 SL1 Methoden Aufbau
Urban Governance - Challenges in the context of changing socio-economic and enviromental conditions
Veranstalter: Dr. Jörn Brinkmann
Art: Oberseminar B
Zeit u. Ort: Freitags 14:00 - 18:00
Uhr Übungsraum II
The seminar deals with different processes and regimes of urban governance in developing countries, such as Vietnam, Indonesia and Peru. Beside the evaluation of different theoretical concepts of governance and especially urban governance, particular emphasis will be given to the identification on how local governments on the one hand and individual households on the other cope and adapt to changing socio-economic and environmental conditions. Based on selected case studies - such as Lima, Ho Chi Minh City, Alexandria and Semarang - formal and informal strategies to deal with climate related hazards and economic transformation are going to be examined. The analysis of formal urban governance measures encompasses for example land-use plans, relocation projects and local climate change adaptation programmes. In contrast informal strategies deal with e.g. shifts in livelihood systems, adaptation processes at household scale and migration. Synergies and mismatches between different urban governance strategies and measures will be identified. Against this background the seminar participants will discuss the need and the options for a paradigm shift in urban governance from the dominant focus on the adjustment of physical structures towards the improvement of planning and governance processes.
The seminar will be conducted in English.
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Basisliteratur:
Biermann, F., M. Betsill, J. Gupta, N. Kanie, L. Lebel, D. Livermann, H. Schroeder und B. Siebenhüner (2009) Earth System Governance - People, Places, and the Planet - Science and Implementation Plan of the Earth System Governance Project, Report No. 1, Bonn, abrufbar auf http://www.earthsystemgovernance.org/publications/2009/Earth-System-Governance_Science-Plan.pdf.
Birkmann, Jörn (ed.) (2006): Measuring Vulnerability to Natural Hazards - towards disaster resilient societies, UNU-Press, Tokyo, New York
Birkmann, J; Garschagen, M; Kraas, F.; Quang, N. (2010): Adaptive urban governance: new challenges for the second generation of urban adaptation strategies to climate change, Sustainability Science 5(2), p. 185-206
Prüfungen / Module:
641394100 M4 SL1 Vertiefung I
641394100 M4 SL2 Vertiefung I
641395100 M5 SL1 Vertiefung II
641395200 M5 SL2 Vertiefung II
641391100 M1 SL1 Fo.spektrum
641391200 M1 SL2 Fo.spektrum
